Mitmachen und gewinnen!

Bald wird ein neues Gewinnspiel bei uns online gehen. Wir halten euch auf dem Laufenden!

Interview online!

Unser Interview mit Michael Bresser ist online!

Legimus im Web

Twitter: Legimus Facebook: pages/Legimus/146329101427?ref=nf StudiVZ: /Groups/Overview/4a4f55b1b0a429c0 RSS Feed: index.php?format=feed&type=rss
Interview: Christoph Marzi


Christoph, vielleicht stellst du dich unseren Lesern, die dich noch nicht kennen, kurz vor. Wer bist du und was machst du so?

Ich bin 38 Jahre alt und denke mir hin und wieder Geschichten aus, die ich auch aufschreibe.

Für dich war es ein langer und schwieriger Weg bis du dein erstes Buch veröffentlichen konntest. Würdest du dir wünschen, dass es einfacher gewesen wäre?

Es hat 16 Jahre gedauert, bis sich ein Verlag gefunden hat. Aber, wie es in den Büchern steht: es gibt keine Zufälle. Wenn es damals einen einfacheren Weg gegeben hätten, dann würde ich heute bestimmt anders schreiben. Wir sind alle die Summe unserer Erfahrungen – daher bereue ich heute gar nicht, dass sich alles genauso zugetragen hat.

Denkst du, die Fantasy ist inzwischen etabliert oder sieht die „große“ Literatur immer noch auf sie herab? Schließlich schreiben mittlerweile auch Magazine wie der „Stern“ über deine Bücher.

Ich denke, dass es die „große“ Literatur, die arrogant auf Dinge herabsieht, vornehmlich bei uns in Deutschland gibt. Wobei es selten die Literatur ist, die arrogant auf etwas herabsieht. Es sind doch meistens Leser, die dies tun. Darüber hinaus sollte man offen an jede Art von Geschichte herangehen. Geschichten als „große“ Literatur zu bezeichnen kann ja auch die Angst junger Leser schüren, sich überhaupt mit diesen Büchern auseinander zu setzen. Viele Kritiker scheinen überdies Kritiken nur zu nutzen, um ihre eigene Bedeutsamkeit ins Rampenlicht zu rücken. Oder aber um eine gute Show zu liefern, was dann alles wieder reinstes Geschäftsgebaren ist. Für mich ist „große“ Literatur jene, die berührt und etwas bewegt. Wenn man es so sieht, dann gibt es keine Genre-Grenzen.



Fragen zu der Buchreihe um die Uralte Metropole

Emily ist zur Zeit der Whitechapel-Aufstände geboren, verbringt ihre Kindheit aber im Hier und Jetzt. Spielt da ihr elfisches Blut mit rein?

Mit der Zeit ist das so eine Sache. Aber es gibt viele Hinweise in den Büchern, die auf eine Antwort hindeuten.

Was hat dich dazu bewogen, ein viertes Mal die Uralte Metropole zu besuchen?


Ich wollte keine Endlosreihe schreiben. Die Geschichte Emily Laings war mich erst einmal erzählt. Sie hat ihr Glück gefunden. Ich habe also keineswegs geplant, dorthin zurück zu kehren. Erst als ich Scarlet Hawthorne kennen gelernt habe, stand der Entschluss fest, den Faden an einem anderen Ende erneut aufzunehmen.

Im Nachwort ist zu lesen, dass die Reise noch nicht abgeschlossen ist – sind womöglich noch mehr Abenteuer rund um die Uralten Metropolen in Aussicht, vielleicht ein fünfter Band?

Es gibt Pläne, doch erst einmal stehen zwei völlig andere Bücher auf dem Plan. Die Fortzsetzung von „Fabula“ (die im Oktober 2009 erscheinen soll). Und dann noch etwas … Geheimnisvolles … Neues.

Zudem sollte es erst einmal nur eine Kurzgeschichte werden. Welchen Inhalt sollte sie ursprünglich haben?

„Scarlet“ ist die erste Kurzgeschichte in der Anthologie „Nimmermehr“. Dort begegnet man Scarlet zum ersten Mal – und der Leser erfährt, dass Wittgenstein eine Tochter hatte. Die Geschichte hat also genau den Inhalt, den sie haben sollte. Sie war ein erstes Kennenlernen, sozusagen.

Du hast dich für den „Big Apple“ als Location entschieden. New York City ist ja weniger altmodisch und „mystisch“ als London, wieso also gerade diese Stadt?


Gotham ist eine sehr atmosphärische Stadt. Natürlich anders als London, aber das Neue ist immer reizvoll. Und mystisch ist Gotham allemal. Das nächste Buch aus der Welt der uralten Metropolen wird wieder in Amerika spielen, aber in einer anderen Stadt. Mehr verrate ich dazu nicht.

Der Arbeitstitel war laut deinen Journaleinträgen auf deiner Homepage „Scarlet“. Stammt der endgültige Titel „Somnia“ von dir oder ist das eine Idee des Verlages gewesen? Wie schwer ist die Titelfindung für einen Roman?

„Somnia“ ergab sich aus der Handlung. In den meisten Fällen ist die Titelfindung nicht so schwer, wie man sich das vielleicht denkt.



Allgemeine Fragen

Von „Lycidas“ wird eine eine Limited Edition geben mit Bonusmaterial (Erscheinungstermin: Februar 2009). Was hat es damit genau auf sich?


Der Verlag plante eine Aktion mit dem Titel „Magische Bestseller“. Meine Aufgabe bestand nur darin, besagtes Bonusmaterial zu liefern. Da ich dachte, dass nur ein neues Interview zu wenig sei, gibt es jetzt eine längere Geschichte mit dem Titel „Rose und Stern“ (in der wir Mr. Fox und Mr. Wolf erneut begegnen), ein neues Nachtwort und ein Interview (mit zwei versteckten Überraschungen).

Dann wird im Februar 2009 noch ein Buch namens „Tagundnachtgleiche“ erscheinen. Welche Geschichte erwartet uns dort?

„Tagundnachtgleiche“ – auf dem Cover wird ein Spruch stehen „Du glaubst doch an Feen, oder?“ – ist eine Liebes-Grusel-Feen-Maine-Insel-Meer-und-Wald-Geschichte mit einigen bösen Überraschungen und einem wirklich unerwarteten und sehr konsequentem Ende. Sie spielt in Maine, auf einer Insel namens Mount Desert Island. Ein Mädchen namens Pippa findet dort die wahre Liebe. Und es wird richtig gruselig. Nach „Nimmermehr“ ist dies eine meiner Lieblingsgeschichten. Sie zu schreiben hat großen Spaß gemacht. Ach ja, und das kleinformatige Büchlein (ca. 112 Seiten) wird magnetisch sein.

Musik spielt für dich eine große Rolle, auch beim Schreiben. Genauso aber auch die Literatur, durch die du oftmals inspiriert wurdest und wirst. Könntest du dir die Arbeit an einem Roman ohne Musik und ohne Lesen vorstellen?

Klare Antwort: NIEMALS!

Auf deiner Website ist auch eine Kurzgeschichte deiner Tochter Catharina zu lesen. Ist sie dem Schreiben bis heute aufgeschlossen? Gibt sie dir Anregungen zu deinen Romanen?

Die Geschichte auf der Website hat Catharina geschrieben, als sie sieben Jahre alt war (für die Schule). Ihre Geschichte „Lynn-ya und die Drachen“  findet man in der Anthologie „Drachenblut“. Und – ja, sie hört sich meine Ideen an, interessiert sich aber nicht für alle. Dafür hat sie die erste Hälfte des Romans „Rooftops of London“, den ich bald fertig stellen werde, geradezu verschlungen. Und ist begeistert, weil es ihrer Meinung nach die coolste Geschichte sei, die sie von mir gelesen hat (ihre anderen Favoriten sind „Nimmermehr“ und „Tagundnachtgleiche“).

Sony bringt im Frühjahr dieses Jahres einen elektronischen Reader für E-Books auf den Markt. Würdest du solch ein Gerät benutzen oder bleibst du den Büchern treu?

Ich bleibe Büchern treu. Aber vermutlich wäre ich neugierig und würde es mir trotzdem anschauen.

Wo kann man in diesem Jahr Christoph Marzi „live“ erleben? Wirst du auch mal öfters außerhalb deiner Wahlheimat, des Saarlandes, unterwegs sein?

Aufgrund vieler Projekte und meiner Familie bin ich eher selten unterwegs. Die wenigen Auftritte kann man dann auf meiner Website erfahren.

Christoph, wir danken für dieses Interview!




Dieses Interview wurde von Vanessa Lellig für Legimus geführt.
Fragen von David Richter und Vanessa Lellig. Alle Rechte vorbehalten.

Comments

avatar T.
0
 
 
Ein gelungenes Interview! Ich werde mir auf jeden Fall auch die Rezensionen von euch durchlesen ...
B
i
u
Quote
Code
List
List item
URL
Name *
Code   
ChronoComments by Joomla Professional Solutions
Submit Comment
Abbrechen
B
i
u
Quote
Code
List
List item
URL
Name *
Code   
ChronoComments by Joomla Professional Solutions
Submit Comment