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Geschichten schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen.
Johann Wolfgang von Goethe

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Interview: Bernd Rümmelein


Bernd, erst einmal gratulieren wir herzlich zum ersten Platz beim Wolfgang Hohlbein-Preis.  Was für ein Gefühl ist es, wenn nicht nur das eigene Buch verlegt wird, sondern auch noch in dieser Art und Weise mit einem so hoch dotierten Preis?

Vielen Dank Euch allen. An dieser Stelle möchte ich die Gelegenheit gerne nutzen alle Hohlbein Fans, Wolfgang Hohlbein und das Team von Ueberreuter ganz herzlich zu grüßen, mich für das große Interesse, das Vertrauen in meine Arbeit und für den Preis nochmals zu bedanken. Das Gefühl eines auf diese Weise ausgezeichneten „Einstiegs“ als Schriftsteller lässt sich schwer beschreiben. Im ersten Moment konnte ich es gar nicht glauben. Dann jedoch wurde es langsam zur Realität. So richtig begriffen habe ich das Ganze aber erst, als mir der Preis dann auf der Leipziger Buchmesse tatsächlich verliehen wurde. Ich bin sehr glücklich über die bevorstehende Veröffentlichung in einem großen Publikumsverlag wie Ueberreuter, der stets für sehr hohe Qualität steht und in vielen Bereichen als Trendsetter im Markt gilt. Ich schätze die Zusammenarbeit in allen Ebenen des Verlages sehr und fühle mich dort rundum wohl. Das hat irgendwie etwas Familiäres. Toll finde ich in diesem Zusammenhang auch die Einführung des neuen Labels Otherworld by Ueberreuter. Ein starkes Fantasy-Label wie ich finde. Besser hätte es für mich gar nicht laufen können. Als „neuer“ und unveröffentlichter Autor ausgerechnet mit diesem Preis ausgezeichnet zu werden, ist ein echter Glücksfall. Jedenfalls fühlt sich die Auszeichnung meines Romans „Kryson“ mit dem Wolfgang Hohlbein-Preis besser als ein Sechser im Lotto an. Ein hartes Stück Arbeit und ein langer Weg bis zu der Auszeichnung wurde auf diese Weise belohnt. Das ist einfach toll.

Die Klassikerfrage gleich zu Beginn: Wie kamst du zum Schreiben?

Stimmt, das ist tatsächlich die Klassikerfrage, die aber in meinen Augen gar nicht so leicht zu beantworten ist. Die Wurzeln reichen bis weit zurück in die Schulzeit. Ich habe schon immer viel und gerne gelesen. Sprache und Worte faszinierten mich von jeher. Das Entscheidende aber war, dass ich wohl eine sehr blühende Fantasie hatte und mir schon früh Geschichten ausgedacht und diese auch erzählt habe. Meine Kindheitsträume waren intensiv und sehr visuell geprägt. An viele davon konnte ich mich am nächsten Tag oder sogar Wochen danach noch erinnern. Mit dreizehn Jahren begann ich damit, die ersten Geschichten in Din-A 5 Hefte aufzuschreiben. Sie machten unter der Schulbank bei den Klassenkameraden die Runde. Jeder fand eine Rolle darin. Das war wahrscheinlich das Geheimnis des Erfolges, denn diese doch sehr reißerischen Geschichten kamen tatsächlich gut an. Unser damaliger Deutschlehrer kam irgendwann dahinter und machte sie für eine zeitlang offiziell zum Unterrichtsstoff. Heute glaube ich, dass das ein sehr cleverer Schachzug von ihm war, die „Störung“ langfristig zu unterbinden. Danach war Ruhe. Aber für mich hatte das etwas Besonderes und es war die Initialzündung am Schreiben dran zu bleiben.   

Gibt es für dich Vorbilder in der Literatur?

Nicht wirklich, was bedeuten soll, dass ich keinem Autor nacheifere. Jeder Autor will letzten Endes eigenständig sein und als solcher mit seinem eigenen Stil und seinen Geschichten wahrgenommen werden. Aber natürlich gibt es Bücher, die mich fasziniert haben und die ich wirklich gut fand. Mit Sicherheit kann ich solche Einflüsse nicht ausschließen, denn letzten Endes schreibe ich das, was mir gefällt und auch selbst kaufen würde.  

Was liest du selbst eigentlich gerne?

Fantasy lese ich wirklich seit meiner Jugend sehr gerne. Aber natürlich will ich mich darauf nicht alleine festlegen, wobei ich gestehen muss, dass mich ein Buch in erster Linie unterhalten muss und für gewöhnlich schon auf den ersten fünfzig Seiten überzeugen muss, um es bis zum Ende zu lesen und gut zu finden. Das kann also durchaus auch mal ein düsterer Thriller sein oder etwa ein humorvoller Roman. Bis heute ist mein Lieblingsbuch „Der Erwählte“  von Thomas Mann. Früher habe ich neben dem bereits erwähnten Roman sehr viel von Max Frisch und Hermann Hesse gelesen. Im Bereich der Fantasy ist die Liste der gelesenen Autorinnen und Autoren lang. Aber wirklich gefesselt haben mich Michael Moorcock, Gene Wolfe, Karl Edward Wagner und Stephen R. Donaldson. Von den „jüngeren“ – bitte nicht nach dem Alter gehen - Autoren müssen auf jeden Fall George R. R. Martin und Tad Williams genannt werden. Das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe, war „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss.

Wie kamst du auf die Idee beim Wolfgang Hohlbein-Preis mitzumachen?

Das ist im nachhinein eigenartig. Eigentlich hatte ich gar nicht daran gedacht, meine Geschichten zu veröffentlichen. Aber irgendwann hat es mich dann doch gepackt. Nur für die Schublade zu schreiben, fand ich langweilig. Ich wollte wissen, ob meine Geschichten auch noch anderen gefielen und beteiligte mich zunächst an zwei Ausschreibungen für Kurzgeschichten, bei denen ich prompt Erfolg hatte. Das bestärkte mich oder wie man so schön sagt: Ich hatte das erste Blut geleckt. Das Manuskript zu „Kryson“ hatte ich dann erst einem kleineren Verlag angeboten, der gerade eine neue Fantasyschiene aufbauen wollte. Damals wusste ich nicht, dass daraus nie etwas werden würde. Der Verlag hatte großes Interesse gezeigt und wollte gleich die ganze Serie veröffentlichen. Von daher war die Ausschreibung für mich zunächst gar kein Thema. Aus finanziellen Gründen mussten sie aber das ganze Projekt zurückziehen, so dass es nie zu der Veröffentlichung kam. Dabei hatten sie tatsächlich schon Einiges in Leseproben aus dem Prolog und Kapitel eins sowie in Poster und Kataloge investiert. Das war für mich – wahrscheinlich auch für den Verlag - frustrierend, gab aber letzten Endes den Ausschlag, das Manuskript sozusagen auf den letzten Drücker im März 2007 an Ueberreuter als Wettbewerbsbeitrag zu schicken. Ich wusste nicht recht, was ich in dieser Situation sonst mit dem Manuskript hätte machen sollen? Die Ausschreibung lief noch, aber ich hatte Angst, das Manuskript könnte durch die Aktion „verbrannt“ sein. Aufgeben wollte ich nicht, weil doch viel Herzblut in der Arbeit steckte. Ein paar Jahre zuvor hatte ich das Preisträgerbuch von Nina Blazon „Im Bann des Fluchträgers“ gelesen und erinnerte mich daran, dass ich dieses Buch richtig gut gefunden hatte. Irgendwie verband ich den Preis und Ueberreuter dennoch immer mit Jugendfantasy, weshalb ich mir anfangs dachte, dass „Kryson“ dazu so gar nicht passe. Je länger ich aber darüber nachdachte, gefiel mir die Idee immer besser. Eine solche Ausschreibung ist eine große Chance für einen unveröffentlichten Autoren, die es nicht allzu oft gibt. Trotz aller Bedenken traute ich mich schließlich und schickte das Manuskript ab. Nirgends stand geschrieben, dass Ueberreuter nur Jugendfantasy verlegen wollte und der Preis nur an Manuskripte vergeben würde, die genau dieser Vorstellung entsprechen. Und dann dachte ich mir, warum eigentlich nicht. Verlieren konnte ich nichts und war von der Qualität meiner Arbeit überzeugt. Würde es nicht zum aktuellen Programm passen aber dennoch gefallen, könnten sich durch die Einsendung immerhin weitere Möglichkeiten ergeben.    

Wie hast du erfahren, dass du der Sieger bist?

Schon etwa drei Monate nach Ende der Einsendefrist erfuhr ich während eines Treffens mit dem Verleger, dass ich zu den Favoriten als Sieger zählte, sozusagen zu den letzten Fünf aus mehr als neunhundert Einsendungen. Danach dauerte es dann aber noch über ein Jahr, bis die Jury ihre Entscheidung endgültig getroffen hatte und ich als Gewinner der Ausschreibung fest stand. Der Verleger rief mich an und teilte mir die Entscheidung der Jury mit.

Erzähl uns ein wenig von deinem Roman „Kryson“. Worum geht es denn eigentlich?

In wenigen Worten ist das gar nicht so einfach, denn „Kryson“ ist eine sehr komplexe und vielschichtige Welt. Die Gegensätze, die untrennbar miteinander verbunden sind, sich unerbittlich bekämpfen und doch gegenseitig bedingen. Der fortwährende Kampf des Gleichgewichts um die Vorherrschaft, die es nicht geben kann. Im ersten Band geht es um Krieg und die schrecklichen Folgen. Einen fatalen und schonungslosen Krieg zweier Völker, die sich bis aufs Blut hassen. Der Krieg zeigt seine hässliche Fratze in vielen Facetten. Das wird gewiss eindringlich dargestellt und gipfelt schließlich in einer verheerenden Entscheidungsschlacht. Die Figuren sind in diesem Teil als  unerbittliche Gegner noch stark voneinander abgegrenzt und eindeutig typisiert, um dem Leser den Einstieg zu erleichtern und richtig in die Welt eintauchen zu können. Das wird sich in späteren Bänden verwischen. Alle Beteiligten bereiten sich auf etwas Entscheidendes vor und treffen sich am Ende des ersten Bandes in der Schlacht wieder. Das Buch arbeitet kontinuierlich auf diese Entscheidungsschlacht an den Flussufern des Rayhin hin. Eine fulminante, blutige und furchtbare Schlacht, die es in dieser Form so noch nicht gegeben hat. Ich habe versucht, sie sehr stark in Worten zu visualisieren. Egal wer am Ende gewinnt. Der Sieg muss teuer erkauft werden, wenn dieser denn überhaupt so bezeichnet werden kann. Aber das sind die Bilder, die erst einmal vordergründig dastehen. Dahinter gibt es in der Tiefe mehr zu entdecken. Es ging mir vielmehr um die Charaktere und ich wollte ihre jeweiligen Gefühlsebenen, ihre innere Zerrissenheit und Konflikte darstellen. Dafür werden sie in eine brutale, kompromisslose Welt geworfen und vor Entscheidungen gestellt, die sie schwer akzeptieren können. Dennoch hoffen sie, leben weiter und müssen dafür leiden und verzweifeln. Sie lieben und hassen. Sie werden bis an ihre Grenzen gebracht, ausgereizt, verändern sich und entwickeln sich weiter. „Kryson“ ist ein hartes Buch. Vielleicht wird mancher Leser an der ein oder anderen Stelle durchatmen müssen. Das Buch fühlt sich für mich selbst wuchtig, an manchen Stellen brutal an. In meinen Augen muss und wird es den Leser emotional bewegen. Entweder in die eine oder in die andere Richtung. Die Bilder, die es auslöst, bleiben meiner Meinung nach im Kopf hängen und wirken wahrscheinlich lange nach. Nun ja, das sagen jedenfalls einige Testleser.  

„Kryson“ ist ja dein erster großer Roman. Ging die Arbeit recht flüssig von der Hand oder gab es Momente, wo du nicht mehr weiter wusstest oder gar unter einer Schreibblockade gelitten hast?

Während des Schreibens der „Schlacht am Rayhin“ wusste ich sehr genau was ich wollte und wo es hingehen sollte. Das Szenario mit den Vorbereitungen, der Schlacht selbst sowie der Konzentration auf einige Charaktere machte mir den Prozess einfacher. Von daher lief die Schreibarbeit tatsächlich sehr gut. Natürlich ist es an der ein oder anderen Stelle schwieriger. Es gibt Passagen, die dann einfach länger dauern und die viel Arbeit bedeuten. Andere wiederum laufen wie von selbst. Eine Schreibblockade hatte ich nicht. Das ist mir zum Glück bislang erspart geblieben. Wenn ich mal aussetzen musste, dann aus beruflichen Gründen, wenn die Belastung sehr hoch war. Die Herausforderung nach längeren Schreibpausen besteht dann darin, sich möglichst schnell und eingehend wieder mit der Welt von „Kryson“ und den Charakteren zu beschäftigen, um wieder eintauchen und weiterschreiben zu können. Das mache ich in aller Regel dadurch, dass ich mir die zuvor geschriebenen Kapitel noch einmal durchlese und dabei gleichzeitig korrigiere.

Bist du ein täglicher Schreiber, der sich ein Pensum vornimmt oder schreibst du nach Lust und Laune?

Lust und Laune war einmal ;-) Ich glaube, die Zeiten sind inzwischen vorbei, insbesondere wenn es Abgabetermine einzuhalten gilt. Da kann ich dann auch nicht mehr an jedem Projekt teilnehmen, das mich gerade interessiert und muss so manche Anfrage ablehnen. Leider. Aber ich bemühe mich, täglich zwei bis drei Stunden am Stück zu schreiben. Das gelingt mir je nach Tagesform und beruflicher Auslastung nicht immer. Aber wie schon gesagt, ich muss schon kontinuierlich dranbleiben, um flüssig weiterschreiben zu können. Zum Glück kann ich schnell und daher in der kurzen Zeit viel schreiben. Das erleichtert die Arbeit ungemein.  

Wirst du im September, wenn der Roman in die Buchläden kommt, einen kleinen Rundgang durch die Geschäfte unternehmen oder zelebrierst du den Tag nicht so?

Doch! Ich gehe unheimlich gerne shoppen. Wahrscheinlich bin ich da als Mann eine echte Ausnahme, aber es macht mir wirklich Spaß. Und natürlich gehören für mich die Buchgeschäfte – neben Ladengeschäften mit DVD - Kinofilmen – ohnehin zu den bevorzugten Anlaufstellen beim Einkaufen.  Klar werde ich mich umschauen und mir die Präsentation des Buches anschauen. Wahrscheinlich werde ich sogar die Bücher zählen, die sie jeweils ausliegen haben und mich dann wie ein kleines Kind im Spielzeuggeschäft freuen, wenn ich zwischen all den anderen Neuerscheinungen tatsächlich eines meiner Bücher finde. Und ich kann Euch garantieren, dass ich mir dann selbst sofort eines davon im Buchladen kaufen werde, obwohl ich ja Belegexemplare bekomme. Aber diesen „Lustkauf“ habe ich mir fest vorgenommen.  

Der Roman erscheint im „All-Age“-Label Otherworld bei Ueberreuter. Das ist nicht sehr aussagekräftig. Wenn du rein persönlich den Roman vorstellen müsstest, was würdest du sagen: eher etwas für Jugendliche oder doch mehr Erwachsenenliteratur?

Stimmt. Ich war auch erst etwas verwirrt, als ich bei der Bekanntgabe der Neueinführung des Labels „All-Age“ gelesen hatte, weil es in meinen Augen letztlich jede Altersgruppe von drei bis neunundneunzig umfasst. Für mich persönlich steht das Label für „die Fantasy bei Ueberreuter wird erwachsen“, denn für die Jugendfantasy haben sie ja bereits sehr starke, gut eingeführte Label und könnten auch ihre bisherigen weiter verwenden. Aber damit habe ich mich gar nicht groß beschäftigt. Der Verlag weiß sicher mehr darüber zu berichten. Was „Kryson“ angeht, so würde ich den Titel eher der Erwachsenenliteratur zuordnen. Für Kinder und Jugendliche könnte das Buch in Teilen zu hart und mithin zu düster sein. Das kommt aber auf die persönliche Entwicklung des jeweiligen Jugendlichen an. Ich denke schon, dass Sechzehnjährige „Kryson“  gut und ohne Probleme lesen können. Aber da will ich mich jetzt nicht festlegen. Nicht dass mir nachher jemand vorwirft, ich hätte sein Kind durch mein Buch verdorben. Das wäre furchtbar! Vielleicht kommen schon Vierzehnjährige mit einigen Szenen und der Komplexität des Buches und ihren Charakteren klar. Prima, dann können und sollen sie es natürlich durchaus lesen. Für jüngere Altersgruppen würde ich es aber nicht empfehlen.   

Einige unserer Leser behaupten, dass „Kryson“ nicht nur eine Fortsetzung erhalten soll, sondern eine Reihe von bis zu sechs Bänden werden soll. Kannst du dies bestätigen?


Wartet auf den Herbst. Da wird es wirklich spannend. Bestätigen kann ich, dass „Kryson“ auf mehrere Bände – ja, es sind tatsächlich sechs - konzipiert ist. Drei davon sind bereits fertig geschrieben. Am vierten Band bin ich aktuell dran.

Auf welchen Lesungen oder Signierstunden kann man dich in diesem Jahr noch antreffen?

Am 08. Mai in Stuttgart am Hauptbahnhof. Ganz bestimmt auf der Frankfurter Buchmesse im Oktober. Alles andere ist derzeit noch offen.

Hast du bereits ein neues Projekt oder konzentrierst du dich erstmal voll und ganz auf „Kryson“?

Zunächst muss ich mich weiter auf „Kryson“ konzentrieren. Wir wollen keine ewigen Wartezeiten zwischen dem Erscheinen der einzelnen Bände produzieren, wie das bei einigen anderen Serien der Fall ist. Das ist für viele Fans unbefriedigend. Ich kenne das von mir selbst, wenn man ungeduldig auf eine Fortsetzung wartet, die dann zwar bald angekündigt, aber immer wieder verschoben wird. Kommt sie dann endlich, muss man sich erst einmal wieder komplett in die Geschichte und die Welt reindenken. Bei komplexeren Büchern hat man dann schnell mal den Faden verloren oder wichtige Nebenschauplätze schlicht vergessen. Dann kann man wieder von vorne beginnen. George R. R. Martin stellte und stellt seine Fans mit der Fortsetzung zu „Das Lied von Eis und Feuer“ in dieser Hinsicht auf eine harte Probe. Bei Patrick Rothfuss sieht es derzeit ebenfalls nach einer langen Wartezeit für den zweiten Teil der Chroniken um seinen Helden „Kvothe“ aus, dabei hätte ich diese Reihe sofort weitergelesen. Das Warten auf die Fortsetzung wollen der Verlag und ich für „Kryson“ gerne vermeiden, soweit das eben machbar ist. Obwohl ich versucht habe, die Bände jeweils einzeln abzuschließen und möglichst keine oder nur sehr wenige Cliffhanger in den Büchern unaufgelöst zu lassen, ist es letztlich für den inneren Zusammenhang der Geschichte wichtig, diese in chronologischer Reihenfolge zu lesen und da sind längere Pausen dazwischen meist nicht so schön für den Leser. Bei den ersten drei Bänden wird das also kein Problem sein. Ich muss mich aber bei den Bänden vier bis sechs richtig ranhalten, sonst geht es mir genauso wie den bereits erwähnten Autoren ;-)).
Was nach „Kryson“ kommt, werden wir abwarten müssen. Ideen gibt es Viele. Ein Vampirroman wartet auf seine Fertigstellung. Weitere Fantasygeschichten sind in Planung. Für Zwischendurch wird es immer wieder mal die ein oder andere Kurzgeschichte und Hörbücher geben. Jedenfalls wird mir und den Lesern bzw. Hörern bei dem Programm nicht langweilig werden ;-). Ich freue mich auf die kommenden Projekte.

Bernd, vielen Dank für die Zeit und die Beantwortung der Fragen!

Gerne und viel Spaß und Spannung Euch allen mit „Kryson“!





Dieses Interview führte David Richter für Legimus. Alle Rechte vorbehalten.

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