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Abraham a Santa Clara

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rororo
Taschenbuch, 304 Seiten
ISBN: 978-3-499-24811-5
8,95 €

 

Ein kurzer Einblick


Marie hat das beeindruckende Talent, sich ständig in die falschen Männer zu verlieben. Kurz nachdem ihre Hochzeit geplatzt ist, lernt sie einen Zimmermann kennen. Und der ist so ganz anders als alle Männer zuvor: einfühlsam, selbstlos, aufmerksam. Dummerweise erklärt er beim ersten Rendezvous, er sei Jesus persönlich. Zunächst denkt Marie, dieser Zimmermann habe nicht alle Zähne an der Laubsäge. Doch bald dämmert ihr: Joshua ist wirklich der Messias. Und Marie fragt sich, ob sie sich diesmal nicht in den falschesten aller Männer verliebt hat.

 

Rezension

In seinem zweiten Buch konfrontiert uns David Safier mit zwei ineinander verstrickten Handlungsebenen. Zum einen mit der menschlichen, in die man sich als Leser sehr gut hinein versetzen kann, und zum anderen mit der, in der der Glaube an Gott eine wichtige Rolle spielt.

Die Protagonistin Marie hat es nicht leicht in ihrem Leben. Sie hat die Trennung ihrer Eltern nie richtig überwunden, ihre zwei Jahre ältere Schwester Kata kämpft mit einem Tumor um ihr Leben und sie hat einen untrüglichen Sinn, sich ständig in die falschen Männer zu verlieben. Nachdem sie ihren Verlobten vor dem Altar hat sitzen lassen, verkriecht sich Marie in ihrem alten Kinderzimmer im Haus ihres Vaters. Ihre niedergeschlagene Stimmung kann nicht einmal die neue und deutlich jüngere Freundin ihres Vaters aufmuntern, mit der sie sich von Anfang an nicht versteht. Als dann auch noch das Dach direkt über ihrem Zimmer ein Loch hat, ist Marie völlig mit ihren Nerven am Ende.
Da steht urplötzlich der Zimmermann Joshua vor ihrer Zimmertür und beginnt, nicht nur den Dachstuhl, sondern nach und nach auch Maries Leben zu reparieren. Marie ist hin und weg und malt sich bereits eine gemeinsame Zukunft mit dem einfühlsamen und selbstlosen Zimmermann aus, als er ihr erklärt, er sei Jesus höchst persönlich.
Als sich die Ereignisse wenig später überschlagen und die letzte Schlacht näher rückt, in der Jesus gegen die vier von Satan gesandten apokalyptischen Reiter kämpfen muss, muss auch Marie sich beweisen.

David Safiers zweiter Roman ist eine rasante Komödie, die mit viel Witz und Charme zum Nachdenken anregt. Aufgelockert mit herrlichen Comiczeichnungen von Maries Schwester Kata lassen sich die 302 Seiten wie im Flug lesen und am Ende war ich sogar ein wenig bestürzt, dass die Geschichte schon zu Ende war.

Mein Fazit: Wer sich ohne Vorurteile dem christlichen Glauben gegenüber dem Buch zuwendet, findet eine wundervolle Geschichte, die nicht nur das Herz erweichen, sondern bei der man auch herzhaft lachen kann.

 

 

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