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Taschenbuch, 202 Seiten
ISBN: 978-3-548-60921-8
8,95 €

 

Ein kurzer Einblick

Firmin wächst im Keller einer Bostoner Buchhandlung auf und liest sich Buch für Buch durch die Weltliteratur. Er entdeckt, wie spannend das Leben der Menschen ist, und macht sich auf, ihre Freundschaft zu suchen. Sam Savage erzählt in diesem gefeierten Kultbuch die traurig-charmante Geschichte eines verkannten Außenseiters.

 

Rezension

Zu Beginn des Buches philosophiert Firmin darüber, mit welchem ersten Satz er seine Lebensgeschichte beginnen soll und nennt dabei allerhand Beispiele aus der Literatur.
Welch viel versprechender Beginn für ein Buch! Doch leider war das erste Kapitel auch irgendwie der Höhepunkt des Werkes…

Savage schafft es nicht, eine Geschichte zu schreiben. Er entwirft mit Firmin einen sehr spannenden Charakter. Eine Ratte, die lesen lernt, in einer Buchhandlung in Boston wohnt und sich täglich in vielerlei Lektüre und Träumereinen stürzt.
Leider bleibt diese schöne Grundlage unsauber ausgeführt, es „passiert“ einfach nichts. Firmin lebt so vor sich hin, erlebt immer wieder kleine alltägliche Anekdoten, doch nichts, worüber es sich lohnen würde, ein Buch zu schreiben.
Etwa in der Mitte des Buches kommt es zu einer Wendung: Firmin lernt nach einem unglücklichen Zwischenfall im Park einen netten Menschen kennen, der ihn bei sich aufnimmt. Doch auch hier geschieht dann nichts weiter.

Es ist wirklich schade, dass Savage es geschafft hat, eine so interessante Persönlichkeit wie Firmin zu erschaffen und dann nicht zu wissen scheint, was er mit ihm anfangen soll. Die ganze Zeit wartet man darauf, dass das Werk zum Witz der ersten paar Seiten zurückkehrt und jetzt endlich endlich endlich der richtige Plot der Geschichte beginnt. Doch statt dass die Ratte spannende Abenteuer erleben darf, wird Firmin von ewiger Langeweile heimgesucht. Und die Leserschaft über kurz oder lang leider auch…

 

3 von 5 Punkten


 

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