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C. Bertelsmann
Paperback, Klappenbroschur, 288 Seiten
ISBN: 978-3-570-01117-1
14,95 €




Ein kurzer Einblick

Karan Mahajan erzählt eine höchst unterhaltsame Familiengeschichte aus dem Blickwinkel von Vater und Sohn. Hier der Vater, der jeder familiären wie politischen Unbill trotzt und doch erkennen muss, dass manche Geheimnisse aus der Vergangenheit eines Tages ans Licht müssen; dort der Sohn, der die holprige Reise zum Erwachsenwerden antritt, mittendrin die ständig schwangere Mutter sowie zwölf Geschwister aller Altersstufen im liebenswert-chaotischen Trubel des Ahuja-Universums.


Unsere Bewertung

Die Familienverhältnisse der Familie Ahuja sind etwas seltsam. Der Vater, der seine Frau nur anziehend findet, wenn sie schwanger ist, und daher immer mehr Kinder zeugt. Dann der Sohn, der eine Rockband gründet, um ein Mädchen zu beeindrucken und der in der Masse an Geschwistern untergeht. Was jedoch zunächst offensichtlich scheint, entpuppt sich bald als tiefergehend. Familiengeheimnisse werden aufgedeckt, nachdem der älteste Sohn seine Eltern in flagranti auf dem Boden des Kinderzimmers erwischt. Leider gelingt es dem Autor aber nicht, eine Verbindung zwischen dem Leser und den Charakteren herzustellen, sie bleiben krotesk und unwirklich, man kann sich überhaupt nicht mit ihnen identifizieren. Somit bleibt die Geschichte auch belanglos, lediglich der Schluss lässt erahnen, welche Botschaft sich hinter all dem verbirgt.
Auch die Bemühungen des Sohnes, mit seiner Rockband bei seiner Angebeteten Eindruck zu schinden, wirken sinnlos und laufen ins Leere.

„Das Universum der Familie Ahuja“ ist ein seltsames Buch, bei dem man sich schwer tut, auch nur im entferntesten eine Sympathie den Charakteren gegenüber aufzubauen. Die schleppend erzählte Story macht das Ganze nicht besser, sondern fördert noch die Langeweile. Der angepriesene Humor muss gesucht werden – und selbst dann findet man ihn zumeist nicht. Schade!



1,5 von 5 Punkten





Wir danken C. Bertelsmann für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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