Rezensionsvorschau

Lest in unserer Rezensionsvorschau nach, welche Rezensionen wir planen!

Interview online

Ein neues Interview mit
Alexandra Reinwarth
ist online.

Legimus im Web

Twitter: Legimus Facebook: pages/Legimus/146329101427?ref=nf StudiVZ: /Groups/Overview/4a4f55b1b0a429c0 RSS Feed: index.php?format=feed&type=rss

Weisheiten

Eine Kindheit ohne Bücher wäre keine Kindheit. Es wäre, als ob man aus dem verzauberten Land ausgesperrt wäre, aus dem man sich die seltsamste aller Freuden holen könnte.
Astrid Lindgren

Neueste Rezension

Buch-TV

  • 15.05., 00.50 Uhr, 3 SAT: „Die Bartholomäusnacht“ (Alexandre Dumas d.Ä.)
  • 16.05., 22.00 Uhr, SWR: „Tanz auf dem Regenbogen“ (Utta Danella)
  • 16.05., 22.25 Uhr, Kabel eins: „Rob Roy“ (Walter Scott)
  • 17.05., 20.15 Uhr, Das Erste: „Sherlock: Ein Skandal in Belgravia“ (1/3) (Arthur Conan Doyle)
  • 17.05., 20.15 Uhr, SAT 1: „Alice im Wunderland“ (Lewis Carroll)
  • 17.05., 22.40 Uhr, VOX: „Im Sumpf des Verbrechens“ (John Katzenbach)
  • 17.05., 00.15 Uhr, SAT 1: „Das geheime Fenster“ (Stephen King)
  • 18.05., 20.15 Uhr, RTL II: „Die Bourne Identität“ (Robert Ludlum)

Wer ist Online?

Wir haben 9 Gäste online

Legimus Newsletter

Name:

Email:

Piper
Gebunden, 160 Seiten
ISBN: 9783492053570
16,99 €




Ein kurzer Einblick

Er flieht vor der Welt, die ihm momentan nichts Gutes will. In einem kleinen Häuschen auf dem Land, weit weg von allen Problemen, schließt er Freundschaft mit der Katze Isso, dem Vermieterehepaar des kleinen Häuschens und langsam findet er wieder zu sich selbst.



Bewertung

Viel zu selten findet man sie: Die kleinen poetischen, unscheinbaren Bücher, die doch so fesseln und einen nicht mehr loslassen. Sie kommen ganz leise daher, ohne großes Getöse und bleiben dennoch viel länger im Gedächtnis als diejenigen, die großes Tamtam benötigen.
Thommie Bayers Roman „Heimweh nach dem Ort, an dem ich bin“ ist solch ein Buch. Der namenlose Protagonist und Ich-Erzähler ist Schriftsteller, aber aus wirtschaftlichen Gründen hat er das Romanschreiben aufgegeben und ist Sachbuchautor geworden. Nun unterstellt man ihm Plagiat – das schlimmste, was einem Autor passieren kann. Niemand hilft ihm, nicht einmal sein Verleger, der alles aufklären könnte. Und weil er genug von der Welt hat, flüchtet er sich in ein kleines Häuschen, ländlich gelegen, und von einem netten Ehepaar vermietet. In dem Haus trifft er auf eine Katze, der er den Namen „Isso“ gibt. Das ungewöhnlichste an der Katze ist, dass sie mit ihm sprechen kann – wenn sie auch behauptet, die Gespräche fänden nur in seinem Kopf statt. Doch was das manchmal für Gespräche sind! Die Katze ist nämlich sehr schlagfertig und frech und ärgert unseren Protagonisten ganz schön! Trotzdem verliebt er sich Hals über Kopf in sie, wo sie ihn doch an seine eigene – verstorbene – Katze erinnert.
Immer wieder kommt die verletzliche Seite des Protagonisten zum Vorschein, im Zusammenspiel mit Katze Isso und dem Vermieterehepaar Carmen und Johannes Seelig offenbaren sich immer mehr die Narben, die er aus seinem Leben mit sich herumträgt. Dabei wird auch deutlich, dass die großen Töne nicht von Bedeutung sind, sondern die kleinsten der kleinen, die, die erst mal nicht zu bedeutsam scheinen. Oftmals sind die Momente, in denen man von der Vergangenheit des Protagonisten erfährt, sehr melancholisch, schließlich sind ihm auch einige unschöne Dinge wiederfahren.

Der aktuelle Bezug rund um das Thema Plagiat ist zwar interessant, spielt aber bald nur eine Nebenrolle. Die Flucht vor der Welt, in der er sich nur noch Problemen und Konflikten gegenübersieht, ist viel bedeutender. Mit der Zeit findet der Protagonist immer mehr zu sich selbst zurück und ihm wird klar, dass er sein Leben so nicht mehr weiterleben kann. Als er schließlich wieder abreisen muss, tut er dies mit großem Widerwillen. Der Titel des Buches trifft es hier sehr gut: „Heimweh nach dem Ort, an dem ich bin“, das Gefühl haben, endlich angekommen zu sein, wo man wirklich hingehört.



Fazit

Ein Buch, perfekt für einen gemütlichen Winterabend auf dem Sofa. Klein, poetisch und doch auch ganz groß. Keine Seite, keine Zeile zu viel oder zu wenig. Unbedingt lesen!



5 von 5 Punkten






Wir danken dem Piper Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.