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Weisheiten

Eine Kindheit ohne Bücher wäre keine Kindheit. Es wäre, als ob man aus dem verzauberten Land ausgesperrt wäre, aus dem man sich die seltsamste aller Freuden holen könnte.
Astrid Lindgren

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  • 15.05., 00.50 Uhr, 3 SAT: „Die Bartholomäusnacht“ (Alexandre Dumas d.Ä.)
  • 16.05., 22.00 Uhr, SWR: „Tanz auf dem Regenbogen“ (Utta Danella)
  • 16.05., 22.25 Uhr, Kabel eins: „Rob Roy“ (Walter Scott)
  • 17.05., 20.15 Uhr, Das Erste: „Sherlock: Ein Skandal in Belgravia“ (1/3) (Arthur Conan Doyle)
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  • 17.05., 22.40 Uhr, VOX: „Im Sumpf des Verbrechens“ (John Katzenbach)
  • 17.05., 00.15 Uhr, SAT 1: „Das geheime Fenster“ (Stephen King)
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Knaus Verlag
Gebunden, 160 Seiten
ISBN: 978-3-8135-0415-6
16,99 €




Ein kurzer Einblick

Wenn es nicht die Besuche am Grab der Mutter sind, so sind es die Geburtstage, zu denen die drei Schwestern aufs Land fahren. Wieder einmal treffen sie sich zu einem solchen Anlass im Haus der Familie, wo der Vater mit seiner neuen Frau, Catherine, lebt. Provoziert durch die Ablehnung der Schwestern enthüllt Catherine der versammelten Familie ein Geheimnis: Eine der Schwestern ist nicht die Tochter des geliebten Vaters. Wie Gift dringt diese Enthüllung in die Beziehungen der Familienmitglieder und die Köpfe und Herzen der Schwestern. Denn eine jede findet plötzlich genug Zeichen dafür, bloß ein Kuckuckskind zu sein. (Verlagstext)



Bewertung

Die Familie kann einen schon mal in den Wahnsinn treiben – so auch bei der Ich-Erzählerin von „Traurig bin ich schon lange nicht mehr“. Deswegen trifft die Familie sich eigentlich auch nur noch selten, meist zu Geburtstagen. Auch diesmal sind sie wieder auf dem Weg zu ihrem Vater und dessen neuer Lebensgefährtin Catherine. Man spürt die unterschwelligen Konflikte, die vor allem zwischen Catherine und den Schwestern schwelen. Es ist diesmal Irènes Geburtstag, der in einer Katastrophe enden wird, denn Catherine platzt mit einem Geheimnis heraus: Die verstorbene Mutter der Schwestern habe eine Affäre gehabt und eins der Kinder soll die Frucht dieser Beziehung sein. Am Ende kommt es jedoch ganz anders als die Schwestern es zunächst denken und die Geschichte löst sich in einem Überraschungsmoment auf.
Gut durchdacht bis ins Detail ist diese Geschichte und wirkt dennoch nicht konstruiert. Motive, die anfangs erwähnt werden, spielen auch später wieder eine Rolle, so dass nichts ohne Bedeutung ist bei diesem Familiendrama. Leider ist die Geschichte an sich auch etwas belanglos, man kann nicht immer mit den Charakteren fühlen, besonders Catherine und Irène sind schwierig und nicht sehr sympathisch. Die Ich-Erzählerin fängt einen schon mit den ersten Worten ein, man mag sie und hat gleichzeitig aber seine Probleme mit ihr und ihrem Leben.

„Spannend“ ist das Buch nicht im klassischen Sinne, aber es wartet mit einer Wendung am Ende auf, die alles über den Haufen wirft. Obwohl das Buch nur knapp 160 Seiten hat, zieht es sich an manchen Stellen etwas, man will nicht immer bei banalen Ereignissen hängen bleiben, sondern mehr erfahren, so dass man sich immer wieder hingehalten fühlt.



Fazit

„Traurig bin ich schon lange nicht mehr“ ist eine stille und zarte Geschichte, sehr französisch und kunstvoll. Die knapp 160 Seiten lesen sich trotz der Längen sehr schnell und sind eine solide Unterhaltung für einen Nachmittag.



3,5 von 5 Punkten





Wir danken dem Knaus Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.