Rezensionsvorschau

Lest in unserer Rezensionsvorschau nach, welche Rezensionen wir planen!

Interview online

Ein neues Interview mit
Alexandra Reinwarth
ist online.

Legimus im Web

Twitter: Legimus Facebook: pages/Legimus/146329101427?ref=nf StudiVZ: /Groups/Overview/4a4f55b1b0a429c0 RSS Feed: index.php?format=feed&type=rss

Weisheiten

Eine Kindheit ohne Bücher wäre keine Kindheit. Es wäre, als ob man aus dem verzauberten Land ausgesperrt wäre, aus dem man sich die seltsamste aller Freuden holen könnte.
Astrid Lindgren

Neueste Rezension

Buch-TV

  • 15.05., 00.50 Uhr, 3 SAT: „Die Bartholomäusnacht“ (Alexandre Dumas d.Ä.)
  • 16.05., 22.00 Uhr, SWR: „Tanz auf dem Regenbogen“ (Utta Danella)
  • 16.05., 22.25 Uhr, Kabel eins: „Rob Roy“ (Walter Scott)
  • 17.05., 20.15 Uhr, Das Erste: „Sherlock: Ein Skandal in Belgravia“ (1/3) (Arthur Conan Doyle)
  • 17.05., 20.15 Uhr, SAT 1: „Alice im Wunderland“ (Lewis Carroll)
  • 17.05., 22.40 Uhr, VOX: „Im Sumpf des Verbrechens“ (John Katzenbach)
  • 17.05., 00.15 Uhr, SAT 1: „Das geheime Fenster“ (Stephen King)
  • 18.05., 20.15 Uhr, RTL II: „Die Bourne Identität“ (Robert Ludlum)

Wer ist Online?

Wir haben 11 Gäste online

Legimus Newsletter

Name:

Email:

Piper
Pappband, 320 Seiten
ISBN: 9783492249935
10,00 €




Ein kurzer Einblick

Paul West, ein junger Engländer, kommt für seinen Job in die französische Hauptstadt und findet heraus, wie die Franzosen wirklich sind: Sie essen Unmengen Schimmelkäse, misstrauen allen, die nicht französisch sprechen, und – oui, sie küssen sich den ganzen Tag! Dieser Bestseller ist ein genial komischer Bericht über die Freuden und Qualen eines verliebten Engländers in Paris.


Unsere Bewertung

Dass Franzosen ein sehr eigenwilliges Volk sind, ist nichts neues und dass es viele viele Frankreichklischees gibt, auch nicht. Der Franzose im schwarz-weiß-gestreiften Pullover mit Baskenmütze auf dem Kopf, im Arm ein Baguette, eine Flasche Wein und einen Camembert – wer nicht direkt an ihn denkt, will wohl vor allem politisch korrekt wirken.
Stephen Clarke bestätigt viele dieser Klischees, ganz besonders in Abgrenzung zur Lebensweise seines Ich-Erzählers Paul West als Engländer. Mal wird er als verklemmt bezeichnet, mal als unzivilisiert, weil er lieber Bier als Wein trinkt. Ganz zu schweigen von der fehlenden Esskultur ... Die einzelnen Kapitel in „Ein Engländer in Paris“ sind zwar chronologisch aufeinander aufgebaut, behandeln aber jedes für sich ein typisches Thema: Die „amour“, das „maison“ auf dem Land. Besonders herrlich ist es, wenn Clarke die französischen Kollegen Englisch reden lässt, in dem für Franzosen typischen Akzent (der in der Übersetzung mehr an das Deutsche angepasst ist – logischerweise), in dem „Canterburry“ mal eben „Kanterbörri“ oder „Frankreich“ zu „Fronkreisch“ wird. Ist das Buch anfangs jedoch noch eine schöne Erzählung typischer Erlebnisse eines Ausländers im Gastland, mutiert es gegen Ende leider immer mehr zu einer Beziehungskiste. Frau reiht sich an Frau, Paul West ist ständig auf der Suche nach der Liebe – das ist wirklich zu viel des Guten und nimmt dem Buch viel zu viel von seiner Unterhaltsamkeit.

Trotzdem ist „Ein Engländer in Paris“ ein sehr unterhaltsames Buch, das besonders für Frankreichfans lesenswert ist. Die französischen Ausdrücke zwischendrin werden meist sofort übersetzt oder erklären sich durch den Kontext (z.B. das „maison“ auf dem Land), Französischkenntnisse sind also nicht zwingend notwendig, machen das Lesen wohl aber noch amüsanter.

 

3 von 5 Punkten

 

 

Wir danken dem Piper Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.