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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag

368 Seiten

ISBN: 978-3-89667-402-9

19,95 €

 

Der Inhalt

Er wollte das Unmögliche anpacken. Und dabei reich werden. Doch eines steigt in der Karibik schneller als die Flut: der Preis der Loyalität. – Port Royal, Jamaika, 17. Jahrhundert. Captain Charles Hunter, Freibeuter in inoffiziellen Diensten des britischen Gouverneurs von Jamaika, heuert eine verwegene Crew von Spezialisten an, um den gewagtesten Raubzug anzutreten, den die Karibik je gesehen hat. Das Ziel: ein spanisches Handelsschiff, das tonnenweise Edelmetall an Bord haben soll. Der Hafen, in dem das Gold vor Anker liegt, gilt allerdings als uneinnehmbar. Und er wird vom ruchlosen Konquistador Cazalla schwer bewacht. Just mit Cazalla hat Captain Hunter noch eine Rechnung offen; der Spanier ließ Hunters Bruder grausam ermorden. Doch nicht nur er könnte den englischen Piraten am Erfolg hindern. Denn unter Hunters Vertrauten lauert ein Verräter …

 

Unsere Wertung

Michael Crichton war einer der ganz Großen in seinem Geschäft. Selbst, wenn man mit seinen Romanen nicht immer ganz zufrieden sein mochte, wird wohl keiner bestreiten können, dass Werke wie "Dino Park" wegweisend waren. Nicht nur für Hollywoods kommerziellen Erfolg, wo "Jurassic Park" (1993) zu einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten wurde, sondern auch vor allem durch aktuelle Auffassungen von Technologien (Dino Park = Gentechnik, Beute = Nanotechnik, Next = Bio-Vermarktung). Der 2008 verstorbene Autor beschäftigte sich bei diesem Roman mit einer Thematik, die eher an seine "jungen" Jahre erinnert, wo er sich mit dem "Großen Eisenbahnraub" auseinander setzte und eine Geschichte in der Vergangenheit ansiedelte. Mit "Pirate Latitudes" ("Gold") steht nun eine posthume Veröffentlichung aus dem Nachlass des Autoren in den Bücherregalen, die im ersten Moment natürlich die Gedanken ein wenig zu "Fluch der Karibik" abschweifen lässt. Vor allem, weil es in unserer aktuellen Periode trotz "Jack Sparrow" keine Piratenwelle in der Literatur gibt - außer ein paar Ausnahmen. Die Geschichte ist absolut klassisch aufgebaut und in der Inhaltsangabe schnell erzählt - lässt sich gar in einem Satz fassen: Freibeuter will das Gold der Spanier. Die ganze Geschichte ist zudem ebenfalls "schnelllebig", was auch kein Wunder ist: Bei gerade einmal 350 Seiten bleibt keine wirkliche Zeit für die Ausarbeitung von großen Charaktermodellen und so begnügen wir uns auf die "Standardpappauftseller": Schöne Frauen, der düstere, begehrte Held, ein "böser" Antagonist, der schrullige Gouverneur und eine verwegene Mannschaft. Der Stil vermag zu überzeugen und "Gold" ist auch relativ schnell ausgelesen, da der Leser von einem Kapitel zum nächsten getrieben wird. So erlebt man Action satt, dafür muss man klare Einbußen bei der Spannung hinnehmen, denn egal in welche Situation die Recken geraten - man weiss irgendwann, dass es nach 2 - 3 Seiten weitergehen wird, mag die Lage noch so prekär sein. Also alle Piratenfreunde, die ein Werk im klassischen Muster bevorzugen, werden ihre Freude an "Gold" haben. Doch wer großzügig ausgebaute Charaktere erwartet und eine Handlung, die etwas tiefer greift, wird in diesem Roman nicht viel vorfinden. Dazu ist die Geschichte zu kompakt, wie auch das ganze Buch.

 

3 von 5 Punkten

 

 

Wir danken Blessing für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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