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Egmont Manga & Anime
Taschenbuch, 232 Seiten plus 6 Farbseiten
ISBN: 978-3-7704-7648-0
6,50 €



Ein kurzer Einblick

Wer kennt sie nicht – die blonde Heulsuse Usagi Tsukino, die eines Tages von Katze Luna erfährt, dass sie Sailor Moon ist und gegen das Böse kämpfen muss. Im ersten Band begegnet sie Tuxedo Mask, ihren vier Mitstreiterinnen Sailor Merkur, Sailor Mars und Sailor Jupiter und – nach Usagis Geschmack - viel zu vielen Bösewichten ...


Bewertung

Für alle, die wie ich nicht die Chance hatten, die „Sailor Moon“-Manga zu lesen, hat Egmont nun eine Neuauflage herausgebracht. Die zwölf Bände werden innerhalb eines Jahres erscheinen (jeden Monat ein neuer Band) und folgen der japanischen Originalausgabe.
„Sailor Moon“ ist der Manga schlechthin, durch ihn wurden Manga und Anime in Deutschland erst so richtig bekannt. Auch die Fernsehserie lief sehr erfolgreich und fast jedes kleine Mädchen kannte das berühmte „Mondstein flieg und sieg!“. Auch ich habe die Serie verfolgt, saß wie gebannt vorm Fernseher, während die Sailor-Kriegerinnen gegen das Böse kämpften. Inzwischen bin ich älter geworden und auch etwas ernüchtert: Usagi ist nach wie vor nicht mein Lieblingscharakter (Sailor Jupiter fand ich immer am tollsten), aber hinzu kommt nun, dass sie mir ziemlich schnell auf die Nerven fällt. Es ist anstrengend, ihr ständiges Gejammer und Rumgeheule zu ertragen und ernst nehmen kann man sie ohnehin nicht – obwohl sie ja die Anführerin der Sailor-Kriegerinnen ist! Eine Entwicklung zu einer gewissen Reife hin ist also für die Folgebände wünschenswert.
Wer übrigens die Serie kennt, wird vom Handlungsverlauf nicht sehr überrascht sein. Nach und nach trifft Usagi auf ihre Mitstreiterinnen, bekommt fast jedes Mal Hilfe von Tuxedo Mask und kämpft gegen die gleichen Gegner wie in der Serie.

Weil der Manga nun aus dem Japanischen und nicht wie bei der „alten“ Auflage aus dem Englischen übersetzt ist, sind viele der bekannten Sprüche etwas anders. Sailor Moon sagt zum Beispiel nicht „Macht der Mondnebel, mach auf!“, sondern „Moon Prism Power!“ - wobei das Make-up natürlich auch noch zusätzlich angerufen werden muss, ist doch klar ...
Zieht man keine zu großen Vergleiche, ist das kein Problem und das sollte man auch nicht, denn durch die Übersetzung aus dem Japanischen ist der Manga wesentlich authentischer. Das beginnt bei Usagis Namen (in der Serie „Bunny“) und geht über die Anreden „-chan“ oder „-san“ und endet bei Schriftzeichen, die beibehalten wurden (so wie inzwischen bei den meisten Manga üblich). Nach einer kurzen „Eingewöhnungszeit“ hat man sich auch an diese Änderungen gewöhnt.

Die einzelnen Seiten sind oftmals sehr beladen und das Auge hat manchmal Schwierigkeiten, sich zu orientieren. Es gibt auch seltener größere Bilder, viele Szenen wirken „skizzenhaft“ und sind im Vergleich zu den größer angelegten Bildern sehr hektisch. Doch auch hier ist es wieder ganz authentisch: Die Leserichtung ist japanisch, also „verkehrt herum“ von hinten nach vorne und von rechts nach links.
Für die Re-Edition wurden manche Bilder überarbeitet. Hierbei kann ich leider keine Vergleiche zur nur noch antiquarisch erhältlichen „alten“ Auflage ziehen, der Zeichenstil wirkt aber an keiner Stelle „veraltet“ und Änderungen sind nicht erkennbar, so dass sie stören würden.



Fazit

„Sailor Moon“ ist einfach Kult! Diese Neuauflage war lange überfällig. Leser, die nur die Anime-Serie kennen, müssen sich erst neu orientieren, da durch die direkte Übersetzung aus dem Japanischen manches ein bisschen anders ist.




4,5 von 5 Punkten




Wir danken Ehapa Manga & Anime für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.