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Weisheiten

Eine Kindheit ohne Bücher wäre keine Kindheit. Es wäre, als ob man aus dem verzauberten Land ausgesperrt wäre, aus dem man sich die seltsamste aller Freuden holen könnte.
Astrid Lindgren

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  • 15.05., 00.50 Uhr, 3 SAT: „Die Bartholomäusnacht“ (Alexandre Dumas d.Ä.)
  • 16.05., 22.00 Uhr, SWR: „Tanz auf dem Regenbogen“ (Utta Danella)
  • 16.05., 22.25 Uhr, Kabel eins: „Rob Roy“ (Walter Scott)
  • 17.05., 20.15 Uhr, Das Erste: „Sherlock: Ein Skandal in Belgravia“ (1/3) (Arthur Conan Doyle)
  • 17.05., 20.15 Uhr, SAT 1: „Alice im Wunderland“ (Lewis Carroll)
  • 17.05., 22.40 Uhr, VOX: „Im Sumpf des Verbrechens“ (John Katzenbach)
  • 17.05., 00.15 Uhr, SAT 1: „Das geheime Fenster“ (Stephen King)
  • 18.05., 20.15 Uhr, RTL II: „Die Bourne Identität“ (Robert Ludlum)

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Reprodukt
Klappenbroschur, 200 Seiten
schwarz/weiß
ISBN 978-3-941099-41-8
20 €

 

Ein kurzer Einblick

Bremen 1831. Den Auftrag im Gepäck, eine Reisebeschreibung über die Hansestadt zu verfassen, trifft eine junge Schriftstellerin an der Weser ein. Doch ihr schlägt eine Atmosphäre des Misstrauens entgegen, denn die Stadt kennt dieser Tage nur ein Thema: die unmittelbar bevorstehende Hinrichtung der mehrfachen Giftmörderin Gesche Gottfried. Ungewollt verbindet sich das Schicksal der jungen Frau mit dem der Gesche Gottfried...
(Verlagstext)

Bewertung

Wer schon mal in Bremen gewesen ist, kennt vielleicht den Kreuzstein in der Altstadt, auf den die Bewohner_innen immer spucken. Dieser Stein hat mit dem Kriminalfall um die Gesche Gottfried zu tun, der 1828 aufgeklärt wurde. Die Frau hat 14 Menschen vergiftet und wurde dafür zum Tode verurteilt. Peer Meter und Barbara Yelin haben sich dieser wahren Geschichte zugewandt und damit eine richtig gute Idee gehabt!

Durch die wunderschönen schwarz/weißen Zeichnungen, die teilweise ganz ohne Text auskommen, bannt die Zeichnerin Barbara Yelin uns beim Lesen total in das düstere Bremen des 19. Jahrhunderts. Eine Welle von Abneigung schlägt der Protagonistin entgegen und wird sie bis zum Lebensende nicht mehr loslassen und auch uns Leser_innen gruselt es stellenweise auf ganz subtile Art. (Schon das Wort "Mäusebutter"...!)

Die Geschichte ist nie wirklich aufgelöst worden und auch im Graphic Novel gibt es - zum Glück - kein geschöntes Ende. Alles bleibt ein bisschen rätselhaft im Dunkeln und erst der Anhang bringt vielleicht wieder ein bisschen Licht in das Ganze.

Fazit

Eine ungewöhnliche Geschichte, wie sie nur das Leben schreibt, mal graphisch umzusetzen, ist ungewöhnlich. Die eindringlichen Bilder verbinden sich mit den Dialogen zu einem richtigen Gesamtkunstwerk. Mehr davon!

 

5 von 5 Punkten