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Loewe Verlag
Hardcover, 447 Seiten
ISBN 978-3-7855-6574-2
16,90 €

 

Inhalt


Eine Stadt in der Vertikalen, 3000 Meter über dem Meeresspiegel. Ein vergessenes Volk, bedroht durch eine unheimliche, archaische Macht. Und eine kleine Truppe von Abenteurern aus der alten Welt, zu allem entschlossen.

Dies ist die Geschichte des Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst Humboldt nannte. Zusammen mit seinen Gefährten bereiste er die letzten noch nicht erforschten Orte der Erde. Er entdeckte vergessene Völker, schloss Freundschaften mit den fremdartigsten Geschöpfen, hob unvorstellbare Schätze und erlebte die haarsträubendsten Abenteuer. Viele seiner Entdeckungen und Erfindungen gehören noch heute zu unserem täglichen Leben. Warum er aber selbst in Vergessenheit geriet, das wird wohl immer ein Geheimnis bleiben.

 

Unsere Wertung

Neuer Verlag, neue Zielgruppe, neuer Thiemeyer? Der Erfolgsschriftsteller ist seit Jahren zuständig für Romane, die einen bunten und vortrefflichen Mix aus Abenteuer, Wissenschaften und Thriller bilden. "Reptilia", "Magma" oder auch "Nebra" - dahinter verbergen sich interessante Themengebiete der (Grenz)wissenschaften, die schon viele Leser aus so mancher High Fantasy-Lethargie gerissen haben. Denn schließlich muss man nicht immer in eine mittelalterliche Fantasywelt, wenn unsere eigene Welt vor der Haustür spannende Rätsel zu bieten hat. Und so ist es an sich nicht wirklich verwunderlich, dass der neue Roman - Pardon - besser gesagt der erste Band einer ganzen Chronik einmal mehr ein großer Abenteuerklassiker an sich ist, der die "Sturm und Drang"-Periode der modernen Wissenschaften und Strebens nach Wissen im ausgehenden 19. Jahrhundert widerspiegelt. Im Loewe Verlag erscheinen die "Chroniken der Weltensucher" im Jugendsektor und tatsächlich vermag der famose Mix aus fiktionalen Begebenheiten und vielen realen wissenschaftlichen Tatsachen das Abenteuerherz eines jeden Jugendlichen in Feuer zu versetzen. Doch auch ältere Leser sollten keinen Bogen um den gelungenen Auftakt machen, denn es gibt selbst für so manch einen alten Hasen einiges zu entdecken oder wüsstet ihr - ohne nachzuschlagen - wann das Prinzip der Brennstoffzelle erfunden worden ist? Die Antwort wird manch einen überraschen und vielleicht dazu veranlassen unseren wissenschaftlichen Vordenkern ein wenig Tribut und vor allem Anerkennung zu zollen. Zudem dürften sich viele "Erwachsene" nach der Lektüre innerlich wünschen, dass es einen Thomas Thiemeyer und die "Chroniken der Weltensucher" schon zu ihren Jugendzeiten gegeben hätte. Die Protagonisten schließt man sofort ins Leserherz, allen voran einen jungen, frechen Bengel namens Oskar, der den großen Herrn Donhauser alias Humboldt mit dessen Tochter Charlotte auf den Abenteuerreisen begleitet. Auch die Gegenspieler dürfen nicht fehlen, allen voran die kesse Valkrys Stone, die neben ihrem coolen Namen auch noch akrobatische Kampfkünste beherrscht und es den Abenteurern um einiges schwerer macht ihre Entdeckungen gebührend zu genießen. Und zu entdecken gibt es für den Leser an allen Ecken und Kanten etwas, das kann man  nur immer wiederholen - ob die bereits erwähnte Brennstoffzelle, fliegende Luftschiffe oder Nazca, nichts wird ausgelassen. "Chroniken der Weltensucher: Die Stadt der Regenfresser" bietet alles, was einen tollen Jugendroman ausmacht und alle Erwachsenen sind ebenfalls herzlich eingeladen, sofern jene etwas mit dem Genre anfangen können. Abenteuer, Liebe, Action, Spannung - dazu viele lehrreiche wissenschaftliche Themen und das ohne jemals staubig zu wirken. Gratulation! Ein rundum gelungenes Werk.

 

5 von 5 Punkten

 

Wir danken dem Loewe Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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