Dienstag, den 27. Juli 2010 um 07:03 Uhr

Cbt
Paperback, 512 Seiten
ISBN: 978-3-570-30462-4
€ 12,00
(Das Buch ist auch als Taschenbuch bei cbt erschienen)
Ein kurzer Einblick
Ein unglaubliches Vergehen erschüttert den Frieden der Welt: Elrysjar, die magische Halbkrone der Moorelfen, wird von einem machtbesessenen Menschen gestohlen. Er schwingt sich auf zum neuen König über die Marschen von Korr und rüstet eine Armee Grauer Krieger, um die Welt mit seiner Schreckensherrschaft zu überziehen. Nur eine Waffe kann das Elfenvolk retten – das magische Messer, das Königssymbol der Freien Elfen. Das Messer braucht eine Trägerin. Alle Hoffnungen ruhen auf der jungen Halbelfe Nill. Sie ist die Auserwählte – sie ist Nijura. Gemeinsam mit ihren Gefährten, dem Menschenjungen Scapa und dem Elfenprinz Kaveh, begibt sie sich auf eine gefährliche Reise zum Turm des neuen Königs …
Unsere Bewertung
Wer sich das Erstlingswerk von Jenny-Mai Nuyen vornimmt, wird in eine klassische Fantasywelt entführt, in der es zwar keine Armeen von fremdartigen Wesen gibt, aber doch zumindest Elfen und natürlich den Kampf des Guten gegen das Böse.
Der Einstieg ist zunächst verwirrend, da der erste Teil so gar nichts mit dem weiteren Verlauf der Geschichte zu tun haben scheint. Ein abrupter Bruch reißt aus der Geschichte heraus, man wird in eine andere geworfen und erst später finden die beiden Erzählstränge wieder zueinander.
Die Charaktere in „Nijura“ sind interessant, besonders Nill verkörpert trotz ihrer Funktion der Auserwählten (hierbei erinnert sie ein wenig an Frodo aus dem „Herrn der Ringe“) eine Außenseiterin und findet erst später ihren Platz in der Welt.
Ein vollkommen unerwartetes Ende gibt dem Buch das gewisse Etwas, denn mit dem Ausgang der Geschichte wird das 08/15-Schema etwas abgeschwächt. Natürlich siegt das Gute wieder über das Böse, so ist es ja meistens, aber der Sieg ist dennoch beinahe ein Pyrrhussieg. Bereits zuvor kommt es zu einem Überraschungsmoment, als sich der Plan der Gefährten als nicht so leicht durchführbar erweist.
Für Fantasyfans ist „Nijura“ eine nette Lektüre, doch auch hier wäre etwas mehr Originalität wünschenswert gewesen. Ein Abkommen von vorgegebenen Schemata ist doch wesentlich interessanter als die Verarbeitung der ewig gleichen Strukturen.
2,5 von 5 Punkten
Wir danken cbt für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.




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