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Piper Verlag

588 Seiten

15,95 Euro

 

Eine erster Einblick

"Die Zauberer" führt in die Anfänge von Erdwelt, dem magischen Reich, in dem schon die Orks Balbok und Rammar ihre Schlachten schlugen. Elfen, Menschen und Orks steuern auf einen Krieg zu. Doch unter den Elfen gibt es Zauberer, die mit weiser Herrschaft das Land zu einen versuchen. Auf drei ungewöhnlichen Novizen ruht die letzte Hoffnung: auf Alannah, der verführerischen Heldin aus den "Ork"-Romanen, auf einem Elfen mit dunklem Erbe und einem Menschen, dem der Weg zum Zauberer eigentlich verwehrt ist. In einer Festung im ewigen Eis stoßen die Gefährten auf tödliche Gefahren, auf Verrat, Liebe und Hass. Doch welche Kraft ist stark genug, Erdwelt am Vorabend des vernichtenden Krieges noch zu retten?

Unsere Wertung

 

Mit „Die Zauberer“ erschuf Michael Peinkofer einen absoluten High Fantasy-Roman. Die mittelalterlich angehauchte Welt fehlt ebenso wenig, wie ihre Bewohner. In Erdwelt tummeln sich Elfen, Menschen und Zwerge, aber auch Orks dürfen natürlich nicht fehlen. Damit reihen sich die Zauberer neben ihre Artgenossen – beispielsweise die „Elfen“, „Zwerge“, „Trolle“, „Orks“ und Co. Die Geschöpfe-Romane, von verschiedenen Autoren wie Markus Heitz oder auch Christoph Hardebusch verfasst, vereinen in sich die klassischen Elemente der Phantastik. Diesem System bleibt auch Peinkofer mit seinen „Zauberern“ treu, interpretiert jedoch auf eigene Art und Weise und gestaltet die Handlung mit einer interessanten Lage der Schwerpunkte. So widmet der Schriftsteller knapp über dreihundert Seiten der Zauberer-Ausbildung der Helden Grannock, Allanah und Aldur. Ein beachtlicher Rahmen, der mehr als die Hälfte des Werkes umspannt, doch zeigt dies die Wichtigkeit der Charaktere für Peinkofer. Der Aufwand hat sich gelohnt, knüpft der Leser nach und nach Sympathie für die Zaubererlehrlinge und identifiziert sich mit ihren Entscheidungen und Taten. Ein wenig mutet die Ausbildung wie eine Mischung aus „Harry Potter“ (das Zanken zwischen Aldur und Grannock) und „Star Wars“ (Ausbildung Schüler/Meister-Beziehung) an, wenn auch dies mit einem leichten Augenzwinkern verstanden werden sollte.

Kein High Fantasy-Roman kommt ohne Bedrohung aus und fairerweise muss man auch hinzufügen, dass dieser Handlungsstrang in der Zeit der Ausbilung natürlich etwas hinten anstehen muss. Wir haben zwar immer wieder neue Perspektivwechsel zwischendurch, die die Gesamthandlung voranbringen, doch ist knapp über die Hälfte des Romans dem Kennenlernen und der Ausbildung der Hauptcharaktere gewidmet. Anschließend geht die Handlung dann „richtig“ los und bringt die Protagonisten auf eine größere Abenteuerqueste. An sich weniger gut gelungen ist das kleine Ratespiel, wer in den Reihen der Zauberer wohl der Verräter ist. Dies hat man ziemlich am Anfang des Romans eigentlich schon erraten und leider bleibt auch eine große Wende aus, die alle Geschehnisse noch einmal umwerfen könnte. Ein wenig mehr Pepp hätte der Roman durchaus ertragen, so sind die „Zauberer im Vergleich ein eher durchdachtes und langsam aufbauendes Werk, das immer wieder selbst das Tempo herausnimmt. Die kleineren Kritikpunkte werden allerdings von einer überzeugenden Premiere der Magier überdeckt, die mit ausgefeilten Charakteren und einer ansehnlichen Geschichte das Herz der Leser erobern können. So soll High Fantasy aussehen.

 

4 von 5 Punkten

 

Wir danken dem Piper Verlag für die Bereitstellung des Buchexemplars.

 

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