Freitag, den 23. Dezember 2011 um 00:03 Uhr

Piper
160 Seiten, Taschenbuch
ISBN: 9783492291774
7,99 €
Ein kurzer Einblick
Eric ist der jüngste Dämonologe der Scheibenwelt. Er beschwört nicht nur Tod und Teufel, sondern auch Rincewind, den unfähigsten Zauberer der Galaxis. Und dafür stehen ihm drei handelsübliche Wünsche frei: ewiges Leben, Macht und die schönste Frau der Weltgeschichte. Eric, Rincewind und die bissigste Truhe der Galaxis geraten in ein turbulentes Abenteuer, bis alles schiefgeht und Eric nur noch eines will – zurück »zu Mama«…
Bewertung
Mit "Eric" hat Terry Pratchett wieder ein Werk geschaffen, das auf ein Stück Literatur unserer Welt anspielt - dies hat er ja auch bereits mit "MacBest" gemacht. Einige Jahre später nahm der Autor sich "Faust" an und zog den Zauberer Rincewind mit in die Geschichte. Dass das immer nur katastrophal enden kann, wissen wir.
Rincewind wird vom jungen Eric versehentlich als Dämon beschworen und muss diesem nun gefügig sein. Aus völlig unerklärlichen Gründen ist es nun in der Lage, dem Jungen drei Wünsche zu erfüllen. Diese Wünsche erfüllen sich - wie das nun mal so ist - nicht direkt im Sinne des Jungen. Stattdessen bringt es Eric, den Zauberer und natürlich Truhe immer wieder in Lebensgefahr, denn der Dämonenkönig der Hölle hat seine Finger im Spiel. U.a. gelangt das Trio nach Tsort und wer in der Schule aufgepasst hat, merkt bei der Geschichte mit dem Holzpferd und den Soldaten eventuell kurz auf ;-)
Fans von TOD kommen gleich im ersten Kapitel voll auf ihre Kosten, denn die Beschreibung von TOD, seinem Grundstück und seinen Hobbies ist einfach nur - man kann es nicht anders sagen - herzallerliebst.
Was bei der Betrachtung dieses neu aufgelegten Taschenbuchs gleich auffällt: Da fehlt doch irgendwas! Leider hat der Verlag hier eine Ausgabe geschaffen, die völlig ohne die kunstvollen Bilder des großartigen Künstlers Josh Kirby auskommt. Wer das Werk einmal mit Bildern in Händen gehalten hat, wird an diesem neuen sicherlich sehr viel weniger Freude haben. Schade.
Fazit
Eric ist für die Scheibenwelt das, was Faust für die Rundwelt ist - sagt man. Diesen Anspruch kann die Geschichte leider nicht ganz erfüllen, dennoch ist sie unterhaltsam.
Punktabzug gibt es wegen der vom Verlag lieblos gestalteten Ausgabe.
3,5 von 5 Punkten
Wir danken dem Piper Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.



