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Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 752 Seiten, 13,5 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-453-26630-8
€ 19,95 [D] | € 20,60 [A] | CHF 34,90

 

Der Inhalt

Die Menschheit vor ihrer größten Herausforderung: Städte werden überflutet, Millionen von Menschen sind auf der Flucht. Es scheint, als könne niemand die verheerende Flut aufhalten. Da macht die Klimaforscherin Thandie Jones eine atemberaubende Entdeckung. Und der Wettlauf mit der Zeit beginnt ...

Unsere Wertung

Wenn man sich mit einem Weltuntergangsszenario beschäftigt, das tatsächlich die ganze Welt umspannen soll und nicht nur eine kleine Stadt mit Überlebenden, sieht man sich der Problematik bei der Wahl der Perspektive ausgesetzt. Aus welcher Sicht soll man bitte diese gewaltige Leistung erbringen? Baxter entscheidet sich für eine Methode, die üblich ist, aber ihre eigenen Probleme mit sich zieht: Eine Gruppe von Menschen, hier Entführungsopfer, die sich schwören für immer in Kontakt zu bleiben und eine Welt erleben, die am Ende größtenteils über 1 000 Meter unter „unserem“ Meeresspiegel liegt. Das Entführungsszenario am Anfang ist ein kleiner Schachzug, der erklären soll, warum sich gerade jene sechs Menschen immer wieder in über 40 Jahren (!) erzählter Geschichte treffen, eben aufgrund der emotionalen Bindung, auch wenn es arg konstruiert wirkt. So bringt eine der Protagonistinnen, Helen, ein Baby in der Gefangenschaft zur Welt, das wieder entführt wird und gesucht wird – an sich ein potentiell guter Handlungsstrang, der allerdings auf ein paar Seiten zusammengeschustert wird und am Leser fast total vorbei geht. Baxter zeigt einmal mehr, dass Autoren wohl von der Vorstellung besessen sind, dass alle Nationen der Welt in einem solchen Szenario keine Bedeutung mehr haben, denn Angelpunkt ist ein Multimilliardär namens Nathan Lammockson, einer Art „Mir gehört die Welt“-Charakter, der alles unter Kontrolle hat, mal eben eine Arche baut und einen Quasi-Staat am Ende besitzt. Und zufälligerweise hängen auch alle anderen Hauptcharaktere mit eben jenem Mann zusammen, einige wie die Protagonisten Lily und Piers leben sogar bei ihm, während er seine Rettung der Welt plant, dabei Menschen unterdrückt und Biowaffen baut, die seine Arbeiter“sklaven“ eliminieren sollen, während die „wichtigen“ Leute überleben. Der Punkt soll nur kurz hervorgehoben werden, denn die ohnehin eher schwache Bindung zu den lächerlichen Charakteren wird durch den Umstand, dass sie das alles irgendwie mittragen und schweigen, nicht gerade sonderlich gestärkt. Am Ende haben wir einen über 700 Seiten starken Schinken, in dem die Welt Schritt für Schritt untergeht, ein Synonym für den ganzen Roman. Baxter hat einen nicht gerade guten, aber üblichen Weg gewählt und es gibt ein nicht gerade gutes, aber eben übliches Resultat.

 

1.5 von 5 Sternen

 

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