Freitag, den 04. September 2009 um 16:45 Uhr

Heyne
Hardcover, 480 Seiten
ISBN: 978-3-453-26611-7
19,95 €
Ein kurzer Einblick
Wer verbirgt mehr? Die scheinbar kühle Meta oder der undurchschaubare David? Nach einer leidenschaftlichen Nacht gehen beide wieder getrennte Wege. Zwar kehrt Meta in die schillernde Welt ihrer Kunstgalerie zurück, doch kann sie David nicht vergessen. Der junge Mann hat etwas tief Verborgenes in ihr geweckt. Auch David kann die Erinnerung an die verletzliche Frau nicht abstreifen. So sucht er ihre Nähe, obwohl er Meta dadurch in Gefahr bringt. Denn David hütet ein dunkles Geheimnis: Er wird von einem Wolfsdämon beherrscht. Weil David sich trotzdem für Meta entscheidet, macht er sich Hagen, den unberechenbaren Anführer des Rudels, zum Feind. In einer Stadt, in der man den Schatten nicht trauen kann, darf es keine Liebe zwischen zwei Welten geben ...
Unsere Bewertung
Werwölfe kennt man von allerlei Schauermärchen, in denen sich normale Menschen in zähnefletschende Untiere verwandeln. Wenn man also auf der Rückseite von Tanja Heitmanns neuem Roman etwas von „Wolfsdämon“ liest, denkt man sogleich an diese Fabelwesen – doch weit gefehlt. In „Wintermond“ ist der Wolfsdämon ein Wesen, das im Menschen lebt, ähnlich einem Parasit oder als wenn der Mensch schizophren wäre. Er kann zurückgedrängt werden, aber er ist immer da. Eine überraschend neue Idee, mal etwas anderes.
Nachdem Meta im Laufe der Geschichte von Davids Dämon erfährt, findet sie sich jedoch recht schnell mit dieser Tatsache ab und findet sich in die bestehenden Verhältnisse von Rudel und Revier ein. Ihre Freundin Rahel hat sie zudem aufgeklärt, was es mit diesen Wölfen auf sich hat – ihr Bruder war genauso wie David. Das ist etwas platt, etwas zu „zufällig“ und unglaublich passend.
War „Morgenrot“ noch oft mit Stephenie Meyer's „Bis(s)“-Reihe verglichen worden, kann man spätestens bei „Wintermond“ diese Behauptung nicht mehr aufrecht erhalten. Nicht nur thematisch hat das Buch nichts mit der amerikanischen Teenie-Vampir-Lovestory gemein, auch die Brutalität und der Sex, der nicht zu kurz kommt, sind wesentlich ausgeprägter vorhanden. Das Buch wirkt allgemein etwas „erwachsener“.
„Wintermond“ ist ein nettes Buch mit einer innovativen Idee, aber leider ist die Geschichte sehr vorhersehbar. Man kann sich den Verlauf von Anfang bis Ende ausmalen und die Geschichte weicht leider nicht sehr davon ab. Keine großen Überraschungsmomente und wie immer ein Happy End – schade, etwas mehr Spannung hätte dem Buch gut getan!
2 von 5 Punkten


Wir danken dem Heyne Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.




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