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ISBN:
978-3-7857-2358-6

Hardcover/Gebunden
813 Seiten

Preis:
24,95 EUR (D)
25,70 EUR (A)
42,90 SFR (UVP)

 

Inhalt

2030: Tornados, Überschwemmungen, Hitze. Die Klimakatastrophe ist Wirklichkeit. Die Welt muss sich mit chaotischen Wetterbedingungen abfinden. Eine Sekte begeht mörderische Attentate, um die Ausrottung des vermeintlich Bösen zu beschleunigen. Bei der Sprengung eines Damms sterben Hunderttausende, auch Rudy verliert Frau und Kind. Als Flüchtling in einem Auffanglager macht er so schreckliche Erfahrungen, dass er beschließt, Europa den Rücken zu kehren. Da kommt das Angebot, als Fahrer für eine Hilfsorganisation zu arbeiten, gerade recht. In Afrika, das unter einer tödlichen Dürre leidet, ist ein riesiges Wasserreservoir entdeckt worden, auf das ein amerikanisches Unternehmen Anspruch erhebt. Die Hilfsorganisation eilt dem afrikanischen Land mit Bohrmaterial zu Hilfe. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um das Lebenselixier für alle zu sichern ...

 

Unsere Wertung

Dass Wasser für das Leben unersetzbar ist, wissen wir. Mittlerweile auch, dass es eine kostbare Ressource ist, mit der man gewissenhaft umgehen sollte, da es sonst in mittelbarer Zukunft nicht nur zu Konflikten wegen dem schwarzen Gold Öl kommen könnte, sondern auch wegen Wasser. Jean Marc Lignys Werk ist eine einzige gigantische Kritik - gerichtet an die Gesellschaft und damit an uns Menschen selbst. Besonders imposant sind die (Werbe)Einblendungen, die vor jedem Kapitel stehen. Während die Welt immer unwirtlicher wird, Menschen bei Naturkatastrophen ums Leben kommen oder ums Überleben kämpfen, amüsieren wir uns weiterhin mit Scheinwelten der Werbeindustrie und geben uns Drogen, Cybersex und Technikwahnsinn hin. Auch Ligny bedient sich unter anderem eines mächtigen Konzerns in seiner Geschichte - eine beliebte Wahl bei solchen Szenarios, doch anders als noch in Stephen Baxters "Die letzte Flut" ist es nicht unbedingt der allmächtige Weltkonzern, der alle einfach so unterdrücken kann. Es werden auch Grenzen aufgezeigt und auch die USA ist kein übermächtiger Gegner, sondern von Kriegen ziemlich geschwächt. Also eine interessante Alternative zu vielen anderen Romanen, die das Machtgefüge oftmals noch klassisch halten. Mit knapp über 800 Seiten bleibt auch einiges an Raum für die Charaktere, die Ligny zwar ein wenig auf "Kontrast" gesetzt hat (auf der einen Seite der böse Konzern, auf der anderen die unglücklichen Retter), doch sie können dennoch überzeugen und gliedern sich gut in die Geschichte ein. Doch Jean Marc Lignys Stil und der Aufbau der Geschichte werden sicherlich nicht alle überzeugen können. Man kann "Aqua" nicht in einem Rutsch durchlesen, auch den Faktor "Page Turner" sucht man hier vergebens. Man muss sich viel Zeit nehmen und auch mal ziemlich trockene Passagen überwinden. Für die schonungslose Offenheit und das Aufzeigen einer potentiellen Wahnwelt vergeben wir die Bestnote, in Sachen Stil, Aufbau, Charaktere und Lesefluss hapert es an manchen Stellen und so kommt ein gelunges Werk hervor mit einigen Ecken und Kanten.

3,5 von 5 Punkten

 

 

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