Rezensionsvorschau

Lest in unserer Rezensionsvorschau nach, welche Rezensionen wir planen!

Interview online

Unser Interview mit Rebecca Gablé ist online.

Legimus im Web

Twitter: Legimus Facebook: pages/Legimus/146329101427?ref=nf StudiVZ: /Groups/Overview/4a4f55b1b0a429c0 RSS Feed: index.php?format=feed&type=rss

Spruch der Woche

Geschichten schreiben ist eine Art, sich das Vergangene vom Halse zu schaffen.
Johann Wolfgang von Goethe

Neueste Rezension

Buch-TV

  • 30.01., 21.00 Uhr, HR: "Commissario Laurenti: Die Toten von Karst" (Veit Heinichen)
  • 30.01., 23.15 Uhr, NDR: "Knallhart" (Gregor Tessnow)
  • 31.01., 20.15 Uhr, Tele 5: "Robinson Crusoe" (Daniel Defoe)
  • 31.01., 21.45 Uhr, BR: "Des Hauses Hüterin" (Morag Joss)
  • 31.01., 23.30 Uhr, HR: "Kommissar Wallander: Ein Toter aus Afrika" (Henning Mankell)
  • 01.02., 0.20 Uhr, ARD: "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" (Peter Hoeg)
  • 01.02., 22.55 Uhr, WDR: "Kommissar Wallander: Eiskalt in den Tod" (Henning Mankell)
  • 02.02., 20.15 Uhr, Das Vierte: "Ganovenehre" (Charles Rudolph)

Wer ist Online?

Wir haben 15 Gäste online

Legimus Newsletter

Name:

Email:

Lübbe

ISBN:
978-3-7857-6000-0
(3-7857-6000-0)

Hardcover/broschiert
896 Seiten

Preis: 18,95 EUR (D)

 

 

Inhalt

Eine Mischung von Go und Mensch-ärgere-dich-nicht, so ähnlich ist das Brettspiel, das Jed DeLanda von seiner Mutter geerbt hat. Jed benutzt es dazu, um an der Börse zu spekulieren, und dies mit beträchtlichem Erfolg. Bis eines Tages die reiche, exzentrische Marena Park, TV-Moderatorin und Computerspiel-Designerin, in sein Leben tritt. Sie zeigt ihm Bilder von einem alten Maya-Codex, der mit modernsten technischen Mitteln lesbar gemacht werden konnte. Die Maya waren besessen von Zahlen. Sie spielten das gleiche Spiel wie Jed, aber in einer unvorstellbar größeren Komplexität. Sie hatten ihren eigenen Untergang vorausgesehen. Sie berechneten die großen Katastrophen der Menschheit voraus, bis zu dem Tag, an dem alles endet. Dem 21. Dezember 2012. Die Endzeit wirft ihre Schatten voraus. Eine Seuche sucht Amerika heim. Während die USA in Chaos und Anarchie versinken, macht sich Joe auf eine fantastische Reise. Er muss den Schritt zurück in die Zeit wagen, als die Hochkultur der Maya noch blühte. Er muss selbst das große Spiel spielen, um zu sehen, ob die Menschheit noch eine Chance hat.


Unsere Wertung

Roland Emmerich hat alles aus seiner Effektbox herausgeholt, was halbwegs nach Zerstörung, Katastrophen und Chaos roch und "2012" ins Kino einschlagen lassen. Die Kritiken sahen meistens so aus, dass man die Bildgewalt und Spezialeffekte lobte, aber Charaktere und Storyline brachten kaum ein müdes Lächeln auf die Lippen der Zuschauer. Warum wir diesen Film hier erwähnen? Weil es mit Brian D'Amatos Werk ähnlich aussieht, nur ein wenig umgekehrt. Anstatt einer rasanten Handlung, in der wenigstens die Textgewalt stimmt, fährt der Leser erst einmal lange Zeit in ruhigen Gewässern und sieht sich einer Mischung aus wissenschaftlich bis pseudo-wissenschaftlichem Kontext ausgesetzt, in dessen Zentrum es dann irgendwann so halbwegs mit einem Weltuntergang losgeht - naja, sagen wir doch lieber mit einer Katastrophe. Der Stil ist nicht jedermanns Sache und man hat ein wenig das Gefühl, als würde der Autor einen Roman a la Michael Crichton kreieren wollen - wissenschaftlich, interessant und spannend zugleich. Doch dies gelingt höchstens in Ansätzen, denn das Thema "Maya Kalendar und 2012" ist zwar interessant wie eh und je, aber für einen packenden Mystery-Thriller ist "2012" eindeutig zu schwerfällig geraten und einige Charaktere und Settings fallen einfach zu stereotyp aus - dass es einen reichen Konzern gibt, der dem Geheimnis der Mayas auf der Spur ist und der "Held" reinstolpert, brauchen wir nicht zu erwähnen, denke ich. Diese Idee wirkt inzwischen so inflationär, wird aber auch von Top-Autoren immer wieder gerne verwendet. Letztendlich bleibt ein Werk, das mit einem großen "Hype"-Schlag den Buchmarkt erobern wollte, doch dazu spricht "2012" trotz des starken Ausgangsstoffs zu wenig Leser aufgrund der erwähnten Mängel wie Charaktere oder Handlungsstruktur an. Und leistet sich eben jene Patzer, die diesen Roman zwar nicht gerade in einer Katastrophe enden lassen, aber ihn auch nicht aus dem Ozean der Literatur emporzuheben vermögen.

 

 

2,5 von 5 Punkten

 

Wir danken Lübbe für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Comments

Please login to post comments or replies.