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Sieben-Verlag
Taschenbuch, 204 Seiten
ISBN-13: 978-3-940235-40-4
14,90 €



Rezension

Die Rose – eine Blume, die eine Bedeutungskraft besitzt, dass jegliche Vorstellungskraft gesprengt wird. Sie vereint die Liebe und den Tod, die Zuneigung und die Trauer. Letzterem widmen sich die Geschichten: Der Trauer und dem Leid.

Alisha Bionda hat in den letzten Monaten eine wahre Flut an Anthologien herausgegeben. Im Sieben-Verlag sind kürzlich drei neue Reihen gestartet: Seven Fancy, Ars Amoris und Ars Litterae, in der auch die vorliegende Anthologie erschienen ist. Nächstes Jahr wird eine vierte Reihe unter dem Banner Scream an den Start gehen.
Bekannte und unbekanntere Autoren versammeln sich in „Sad Roses“ und liefern ein breites Ideenspektrum ab. So erzählen die Geschichten über erschreckend reale Träume, ewige Jugend und bedingungslose Liebe,  aber auch über das wahre Märchen von Dornröschen. Erwähnenswert sind Dave T. Morgans „Deanors Traum“, Christoph Marzis „Die Ballade von Thorndike Crescent“, Katja Brandis' „Die Rosen der Afaris“ und Erik Hausers „Rosenblut“.
Die durchgehend gute Umsetzung viel versprechender Ideen, steht oftmals im Kontrast zur Umsetzung der eigentlichen Geschichte. Es gelingt den Autoren nicht zu übertünchen, dass viele Geschichten vorhersehbar sind und originelle Ideen oftmals durch ein schnödes Ende, missratene Pointen oder durch pure Belanglosigkeit des Bekannten bzw. des Gewöhnlichen ins Grab getragen werden.
Was allen jedoch gemein ist, ist eine gelungene Atmosphäre und starke Charaktere. Die Rettung der Geschichten, bevor sie endgültig verwelken, sich der Grabdeckel schließt, funktioniert einwandfrei und reibungslos. Dieses Handwerk befähigt alle Autoren zu prächtigen Geschichten – die eben nicht genug Wasser in anderen Bereichen bekommen haben.
Schade, dass es lediglich an der Umsetzung der Geschichten zu sehr krankt.

Vorliegende Anthologie ist ein durchwachsenes Gewächs, eine Rose, die leider nie zu voller Schönheit erblüht ist. Einfallsreichtum und Unvorhersehbarkeit der Geschichten können leider nicht stringent durchgehalten werden, vielmehr siedelt sich die Überzahl im Massenbereich des Belanglosen an.

„Sad Roses“ bekommt

3 von 5 Sternen

 

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