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  • Verlag: (Heyne)
  • 2009
  • Seitenzahl: 1279
  • Gewicht: 1177g
  • ISBN-13: 9783453266285
  • Preis: 26,95 Euro

 

Der Inhalt

An einem ganz normalen schönen Herbsttag wird die Stadt Chester's Mill plötzlich auf unerklärliche Weise durch ein unsichtbares Kraftfeld vom Rest der Welt abgeriegelt. Flugzeuge zerschellen daran und fallen als brennende Trümmer vom Himmel, einem Gärtner wird beim Herabsausen "der Kuppel" die Hand abgehauen, Tiere werden zweigeteilt, Menschen, die gerade in Nachbarorten unterwegs sind, werden von ihren Familien getrennt, und Autos explodieren, wenn sie auf die mysteriöse Barriere prallen. Es ist allen ein Rätsel, worum es sich bei dieser unsichtbaren Wand handelt, wo sie herkommt und wann - falls überhaupt - sie wieder verschwindet. Es gibt kein Entrinnen - und je mehr die Vorräte zur Neige gehen, desto stärker tobt der bestialische Kampf ums Überleben in dieser unerwünschten Arena ...

 

Unsere Wertung

Es ist mal wieder soweit! Wenn die Abende länger, dunkler und kühler werden und man es sich zu Hause mit einem Buch gemütlich machen will - was ist da besser als ein richtig dicker Schinken? Richtig: Ein dicker Schinken von einem Top-Autor. Beides trifft auf das vorliegende Werk zu, denn nicht umsonst hat ein gewisser Stephen King mittlerweile über 400 Millionen Romane weltweit verkauft. Bevor wir mit der Kritik beginnen, vielleicht noch eine interessante Information für Fans: King hat bereits 1976 mit "Under the Dome" (Originaltitel) angefangen, sich aber nach ein paar Dutzend Seiten dann doch nicht wirklich an dieses Riesenwerk herangetraut und es jahrelang ruhen lassen. Beim Aufschlagen werden "Neuleser" bereits schlucken - ein Personenregister mit den wichtigsten (!) Personen der Handlung wird vorgestellt, wir lesen uns durch über fünfzig Namen und dann kann die Story beginnen.

Stephen King hat für "Die Arena" den Stil des Überlebenskampfes gewählt. Dazu braucht man meistens Charaktere, die aus ihrem normalen Dasein herausgerissen und in eine Extremsituation katapultiert werden - dies ist hier gegeben. Hinzu kommt noch ein wenig die "Good and Evil"-Darstellung, denn mit den Hauptcharakteren (wenn wir sie mal so bezeichnen dürfen) Big Jim und Dale Barbara schuf der amerikanische Bestsellerautor auch gleichzeitig Figuren, die ziemlich eindeutig für das Gute und Böse stehen. Das ist nicht verwerflich, funktioniert auch gut und so lassen sich die vielen, anderen Charaktere ein wenig in die Lager sortieren - noch einen Ticken spannender wäre es vielleicht gewesen, wenn die Charaktere manchmal nicht so eindeutig die Rollenverteilung zugesprochen bekämen, aber dies ist Geschmackssache. Die Außenwelt wird "ein wenig" einbezogen, auch die Angehörigen außerhalb der Kuppel oder die große Politik geht Stephen King jedoch eher nur am Rande ein: Sein primäres Ziel ist eindeutig die Charakterentwicklung und der Überlebenskampf in der "Arena".

Im Gegensatz zu "Puls", von dem noch viele Fans sehr enttäuscht gewesen sind, dass es nach der spannenden Story keine Auflösung des Phänomens gab, macht es King diesmal anders. Wir bekommen eine Lösung präsentiert, die zwar nicht ganz frisch ist, aber in ihrer individuellen Eigenheit dennoch sehr interessant ist - mehr verraten wir allerdings nicht. Nach fast 1 300 Seiten hat man vielleicht nicht mit jedem Charakter gelitten oder konnte sich mit ihm anfreunden, denn trotz der Seitenzahl kann man zu über fünfzig "wichtigen" Protagonisten keine allzu starke Beziehung aufbauen, aber man bekommt einen Roman geliefert, der sicherlich für sich steht und wo man gewiss nichts Ähnliches in diesem speziellen Format im Massenmarkt so schnell finden wird. Kings Stil lädt zum Lesen und manchmal zum "über die Seiten fliegen" einfach nur ein, auch wenn man den Wälzer sicherlich nicht eben mal in zwei bis drei Tagen lesen kann. Die Geschichte um die zahlreichen kleinen und großen Helden und Anti-Helden ist spannend gehalten, manchmal vielleicht einen Ticken zu vorhersehbar. Man hätte einiges  sicherlich anders machen können, absolut keine Frage, aber es kommt letztendlich auf eine "runde Sache" an. Und "Die Arena" ist einfach nur sehr rund und gelungen!

 

4 von 5 Sternen

 

 

Wir danken Heyne für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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