Donnerstag, den 14. April 2011 um 14:32 Uhr

Blanvalet
Taschenbuch, 416 Seiten
ISBN: 978-3-442-37584-4
8,99 €
Ein kurzer Einblick
Salerno im Jahre 1085. Die Nachrichten aus dem byzantinischen Kriegsgebiet sind schlecht: Herzog Robert Guiscard liegt im Sterben. Die junge Heilerin Ima von Lindisfarne wird gebeten, die Herzogin zu Robert zu begleiten. Auch Gérard de Hauteville begibt sich auf die gefährliche Reise, um die heimlich verehrte Ima zu beschützen. Als sie Roberts Heerlager erreichen, geraten Ima und Gérard jedoch in eine unfassbare Intrige. Unter barbarischen Kriegern auf sich gestellt, muss Ima bald das gewagteste Spiel ihres Lebens spielen …
(Verlagstext)
Unsere Bewertung
Nach den Geschehnissen aus "Die Rose von Salerno" geht es für Ima und Gérard mit neuen Abenteuern weiter. Diesmal reist Ima mit der Herzogin an das Sterbebett von Robert Guiscard und ist für seine Einbalsamierung zuständig. Sehr detailreich schildert die Autorin diesen Vorgang. Die Gerüche und Bilder erscheinen beim Lesen sehr lebendig. Stellenweise ist das ganz schön eklig, aber eben realistisch beschrieben. Dafür an dieser Stelle ein großes Lob - die Thematik ist wirklich sehr interessant und mal etwas ganz anderes.
Für den weiteren Verlauf der Geschichte hätte man sich dann mehr Orientierung am historischen Hintergrund gewünscht. Die Begegnungen Imas mit des Guiscards erstem Sohn und den skandinavischen Söldnern sind interessant zu lesen, aber dann irgendwie doch nur Episoden. Wie es mit der Thronfolge weitergeht, erfährt man dann erst aus dem Nachwort. Es scheint Ima immer wieder von hier nach dort zu treiben, aber eine wirklich stringente Geschichte gibt es nicht.
Leider etwas vorhersehbarer als "Die Rose von Salerno", hat Dagmar Trodler es insgesamt geschafft, eine schöne und spannende Fortsetzung der Geschichte rund um ihre Protagonistin Ima von Lindisfarne zu schreiben.
4 von 5 Punkten




Unser Interview mit Dagmar Trodler
Legimus trifft... Dagmar Trodler
Unsere Rezension zu "Die Rose von Salerno"
Unsere Rezension zu "Die Stunde der Seherin"



