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Argon Verlag
6 CDs in Brillantbox, 445 Minuten, autorisierte Lesefassung
ISBN: 978-3-8398-1020-0
19,95 €




Ein kurzer Einblick

Als die junge Amy Robsart am 8. September 1560 tot aufgefunden wird, ist ganz England überzeugt, den Mörder zu kennen: ihren Ehemann Robert Dudley, Günstling Elizabeth der Ersten, der sich Hoffnungen auf die Hand der Königin macht. Dieser Verdacht bringt nicht nur Robert, sondern auch Elizabeth in Gefahr, die um ihre große Liebe und um ihren Thron kämpfen muss ...



Unsere Bewertung

Elizabeth I. ist bis heute eine faszinierende Gestalt, das beweisen die zahlreichen Bücher und Filme, die ihre Person ins Zentrum rücken und sie zum Thema machen. Auch „Im Schatten der Königin“ spielt zur Zeit Elizabeths, am königlichen Hof. Amy Robsart, Robert Dudleys Frau, ist tot und da die Spatzen es von den Dächern pfeifen, dass Dudley Elizabeths Geliebter ist, scheint er der Schuldige. Doch war es überhaupt Mord oder nur ein Unfall oder Selbstmord? Erzählt werden die Ereignisse von Robert Dudleys Vetter, Thomas Blount, und Elizabeths Gouvernante Kat Ashley, wobei diese jedoch nur in „Zwischenspielen“ zu Wort kommt. Thomas Blount ermittelt sozusagen im Mordfall Amy Robsart, denn für Robert Dudley, Thomas' Vetter, steht viel auf dem Spiel – alle halten ihn für schuldig. Man hat bei Hofe sogar schon spekuliert, wann Amy Robsart sterben würde, egal auf welche Art. Durch die besondere Erzählperspektive kommen Elizabeth und Robert Dudley selbst kaum zu Wort, werden praktisch fast zu Schattenfiguren im Hintergrund, die zwar das Geschehen bestimmen, von denen man direkt jedoch wenig erfährt. Das ist hier aber nicht als Schwäche der Geschichte zu verstehen, sondern als ihre Stärke. Durch Thomas Blount und Kat Ashley erfährt man Dinge, die man sonst wohl nicht erfahren hätte und die Prioritäten werden anders gesetzt. Sowohl Ulrich Noethens als auch Ulrike Hübschmanns Stimmen lauscht man gerne; besonders Noethen, der ja den Löwenanteil an der Geschichte hat, hat eine wahre Erzählerstimme.
Der Einstieg ist zunächst etwas verwirrend, bis man dahinter kommt, wer hier erzählt und wie die Geschichte aufgebaut ist. Beim Buch sicherlich kein Problem, doch wenn man sich etwas vorlesen lässt, ist es etwas schwierig, wenn anfangs wenig Namen genannt werden und man nicht weiß, mit wem man es zu tun hat. Das hätte man sicherlich etwas besser lösen können.

Doch trotz des kniffligen Einstiegs: Das Hörbuch ist spannend bis zum Schluss, selbst wenn man nebenbei etwas anderes macht, kann man der Geschichte gut folgen – doch da will man eigentlich gar nichts nebenher machen ... Wie Amy letzten Endes ums Leben kam, verraten wir hier natürlich nicht – das müsst ihr selbst herausfinden!



4,5 von 5 Punkten

 

 

Wir danken dem Argon Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

 

 

 

 

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