Montag, den 20. Juni 2011 um 14:13 Uhr

Randomhouse Audio
6 CDs, 420 Min.
gekürzte Lesung
ISBN: 978-3-8371-0787-6
19,99 €
Ein kurzer Einblick
Tatort Ankh-Morpork! In Ankh-Morpork geschehen geheimnisvolle Morde. Irgendwie sind Golems darin verwickelt, aus Ton und Lehm gebrannte Wesen, die durch Worte auf Zetteln in ihren Köpfen geleitet werden. Die Wache hat alle Hände voll zu tun, die Mordfälle aufzuklären, den Mob aufzuhalten, der die Golems zerstören will und einen Golem zu jagen, der sich gar nicht wie ein normaler Golem verhält.
(Verlagstext)
Bewertung
Mit "Hohle Köpfe" kommt der Krimi nach Ankh-Morpork: Geheimnisvolle Morde müssen von den Mitgliedern der Stadtwache aufgeklärt werden. In Verdacht geraten die Golems, die man als mythologische Figuren des Judentums kennt. Diese Wesen werden als Arbeitskräfte ausgenutzt und wie Sklaven behandelt. Ihnen werden viele Vorurteile entgegen gebracht, weshalb sie hier auch in Mordverdacht geraten.
Die Golems, die hier als neue Figuren eingeführt werden, bringen neuen Schwung in die Scheibenwelt. Genauso wie Grinsi Kleinpo, die Zwergin, die der Wache beitritt und uns lehrt, dass es auch Zwergenfrauen gibt und wie die denn so leben.
Große Freude gibt es auch für alle Fans von Angua, die in diesem Buch eine wichtige Rolle spielt. Die Werwölfin ist definitiv eine der interessantesten weiblichen Figuren Pratchetts. Sie ist nur eins von vielen Beispielen für die Vielfältigkeit der Wachenmitgliedern und eine der Figuren, die zeigt, dass es egal ist, woher man stammt oder welche Art Lebewesen man ist, solange der Charakter stimmt. Pratchett spricht sich hier an vielen Stellen für Toleranz aus und zeigt auf, wie Vorurteile und Feindbilder funktionieren.
Um "Hohle Köpfe" wirklich genießen zu können, sollte man "Wachen! Wachen!" bereits kennen. In diesem Roman werden die Hauptcharaktere der Wachen-Romane vorgestellt, die dann in "Hohle Köpfe" vorausgesetzt werden. Natürlich lässt sich die Geschichte auch für sich verstehen, aber einige Anspielungen könnten verloren gehen.
Fazit
Mit Terry Pratchett macht man eigentlich nie was falsch - und mit Rufus Beck als Sprecher auch nicht. In diesem Fall ist beiden ihre Arbeit besonders gut gelungen!
5 von 5 Punkten








