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Argon Verlag
9 CDs, Laufzeit: 611 Minuten
ISBN: 978-3-86610-606-2
34,95 €



Ein kurzer Einblick

Der junge David Martín fristet sein Leben als Autor von Schauergeschichten. Als ernsthafter Schriftsteller verkannt, von einer tödlichen Krankheit bedroht und um die Liebe seines Lebens betrogen, scheinen seine großen Erwartungen sich in nichts aufzulösen. Doch einer glaubt an sein Talent: Der mysteriöse Verleger Andreas Corelli macht ihm ein Angebot, das Verheißung und Versuchung zugleich ist … Carlos Ruiz Zafón entführt uns in ein unheimliches, fantastisches Barcelona vor dem Bürgerkrieg: ein Labyrinth voller Geheimnisse, in dessen Zentrum die Magie der Bücher und eine unerfüllte Liebe stehen.


Unsere Bewertung

Da ist er also wieder, der spanische Literaturstar, dessen Buch „Der Schatten des Windes“ Millionen von Menschen verzaubert hat und wieder steht die Frage im Raum: Wieso eigentlich?
Zafón geht in „Das Spiel des Engels“ ähnlich vor wie im Vorgängerroman, ein junger Mann wird von der Vergangenheit heimgesucht, die sich auf seltsame Weise wiederholt. Dabei treten allerlei Namen auf, von denen nur manche zu wirklichen Charakteren werden und besonders zum Ende hin ist es schwierig, beim Zuhören (!) noch folgen zu können. Sicherlich wäre das beim Lesen etwas anders, aber schließlich rezensieren wir hier das Hörbuch ...
Die ersten Dreiviertel sind auch noch nicht so verwirrend, erst bei den letzten drei CDs gerät man ins Schleudern und muss genau zuhören, um auch wirklich alle Details zu erfassen. Im Laufe der Geschichte finden sich allerdings auch (wie bei „Der Schatten des Windes“) wieder einige Längen, ganz besonders als das Zusammenleben Davids mit Isabella, seiner Assistentin, beschrieben wird. Als dann plötzlich Christina, seine Jugendliebe, vor seiner Haustür auftaucht, ist das zwar nicht überraschend, aber doch ein wenig unlogisch. Schließlich hatte sich die Liebe der beiden höchstens über Blickkontakt entwickelt und spätestens nachdem Christina ihren Gönner Vidal geheiratet hatte, war auch das vorbei. Die glühende Liebe, die sie also plötzlich für David empfindet, passt nicht wirklich.

Bei dem Verleger Andreas Corelli hat man zeitweilig das Gefühl, man habe es mit dem Teufel persönlich zu tun und so spielt auch bei diesem (Hör)buch wieder ein wenig das Fantastische mit ein, unerklärliche Phänomene, die man gerne mal einem nichtmenschlichen Wesen zuschreibt.

Bis es jedoch zu besagten verwirrenden Episoden kommt, vergeht wieder viel zu viel Zeit, die Geschichte wird sehr langsam aufgebaut und das Pulver dann im letzten Viertel verschossen.

Trotzdem gibt es, weil die Geschichte sehr stimmig und atmosphärisch ist

 

3 von 5 Punkten

 

Wir danken dem Argon Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

 

Comments

avatar R.
0
 
 
Also ich fand das Buch klasse: 5 von 5 Punkte! Aber Hörbücher lassen doch sowieso zu viel weg da kann wohl manches nicht mitkriegen was im Buch noch drin ist...
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