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Abraham a Santa Clara

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Argon Verlag
5 CDs in Brillantbox, Laufzeit: 348 Minuten
Autorisierte Lesefassung
ISBN: 978-3-86610-841-7
19,95 €




Ein kurzer Einblick

Lou Suffern ist ein “BWM”, ein Beschäftigter Wichtiger Mann. So wichtig und beschäftigt, dass er den 70. Geburtstag seines Vaters vergisst, seine Frau leichthin betrügt und seinem kleinen Sohn noch nicht ein einziges Mal die Windeln gewechselt hat. Eines Tages verwickelt ihn ein Obdachloser namens Gabriel in ein Gespräch. Lou fühlt sich dem Unbekannten seltsam verbunden und verschafft ihm kurzerhand einen Job – was nun wirklich nicht seine Art ist. Doch auch Gabriel hat ein Geschenk für Lou: ein rätselhaftes Mittel, durch das Lou ein anderer wird …


Unsere Bewertung

Was an Cecelia Aherns neuem Roman zuerst auffällt ist das Thema: Mal keine Liebesgeschichte! Das ist positiv, denn auch wenn Ahern damit sehr erfolgreich gefahren ist, kann es sehr erfrischend sein, wenn man mal etwas anderes von einem Autor liest – bzw. wie in diesem Fall hört.
Es ist ein ganz modernes Thema, dem sich Ahern hier widmet: Ein Mann, der nur seinen Erfolg im Kopf hat und die Familie vernachlässigt, der die Weihnachtsaufführung seiner Tochter verpasst, weil ein Meeting wichtiger ist und der seiner Frau fremd geht, weil die Frauen ihm Avancen machen. Doch dann begegnet Lou dem Obdachlosen Gabriel, dessen Name stark an den Erzengel erinnern lässt, und Gabriel gibt ihm Pillen, mit deren Hilfe Lou geklont wird – ja, geklont. Es gibt ihn nun zweimal und er kann seine Angelegenheiten leichter erledigen, doch auch sein Denken ändert sich. Die Familie wird wichtiger und er kümmert sich mehr um sie.
Die Rahmenhandlung, nämlich die eines Jungen auf einem Polizeirevier, der von einem Polizisten Lous Geschichte erzählt bekommt, hätte man genauso gut streichen können – sie ändert nichts an der Geschichte und verwirrt im Gegenteil.

Die an den Haaren herbeigezogenen Klon-Pillen trüben das, was die Geschichte ansonsten gut gemacht hat: Eine moderne Fabel, die zum Nachdenken anregen soll - über die Arbeitseinstellung im Allgemeinen und unser Drang nach Erfolg im Kleinen. Man kann es auch übertreiben mit dem Interessantmachen eines Buches ... Das Ende des Hörbuches wird da nicht besser, die Haare sträuben sich einem im Nacken.


2 von 5 Punkten

 

 

Wir danken dem Argon Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

 

 

 

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