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Cbt
Taschenbuch, 448 Seiten
ISBN: 978-3-570-30539-3
8,95 €




Ein kurzer Einblick

In Eds Briefkasten liegt – eine Spielkarte. Ein Karo-Ass. Darauf stehen drei Adressen. Die Neugier treibt ihn hin zu diesen Orten, doch was er dort sieht, bestürzt ihn zutiefst: drei unerträglich schwere Schicksale, Menschen, die sich nicht selbst aus ihrem Elend befreien können. Etwas in Ed schreit: »Du musst handeln! Tu endlich was!« Dreimal fasst er sich ein Herz, dreimal verändert er Leben. Da flattert ihm die nächste Karte ins Haus. Wieder und wieder ergreift Ed die Initiative – doch wer ihn auf diese eigenartige Mission geschickt hat, ist ihm völlig schleierhaft.



Unsere Bewertung

Nach einem Banküberfall, bei dem Ed den Räuber gestellt hat, schneien Spielkarten bei ihm ins Haus herein. Die Adressen darauf stehen für Schicksale, die ihn berühren und die er ändern will. Bisher hat er vor sich hingelebt, mit einem Hund einsam gelebt, mit Freunden Karten gespielt, sich als Taxifahrer verdingt, aber sonst – nichts.
Eds Hilfe nimmt ab und an seltsame Ausmaße an: Um zwei Brüder, die sich ständig bekriegen, wieder zueinander zu führen, verprügelt er schon mal den einen von beiden. Dann gibt es Schicksale, die ihn nicht loslassen, bis die Karten ihn schließlich zu seinen drei besten Freunden führen. Immer noch ist unklar, wer ihm diese Spielkarten schickt, wer ihn auffordert, zu helfen.
Mit jeder Adresse, die er besucht, verändert er sich mehr und mehr. Indem er das Leben anderer Menschen verändert, verändert er sich selbst und gibt seinem Leben einen neuen Inhalt und einen Sinn.

Die Botschaft ist beinahe eindeutig – nicht nur für sich, vor sich hinleben und ohne etwas getan zu haben, sterben. Am Ende begegnet Ed demjenigen, der ihn auf diese ungewöhnliche Reise geschickt hat und dieser nennt ihm auch seine Gründe. Bis zum Ende bleibt es spannend, was hinter den Spielkarten steckt.
Sprachlich ist „Der Joker“ zwar nicht so poetisch wie „Die Bücherdiebin“, aber auch hier schafft Markus Zusak es, eine ungewöhnliche Story mit einer schönen, nicht ganz alltäglichen Sprache zu verbinden.

Die vom Verlag gegebene Altersempfehlung „ab 12 Jahren“ sollte man jedoch durchaus höher setzen, denn mit Protagonisten von 19 bzw. 20 Jahren wird sich kein(e) Zwölfjährige(r) identifizieren können und auch die erwachseneren Themen sind wohl erst etwas für junge Leser ab 15, 16.

„Der Joker“ ist eine angenehme Lektüre mit einem spannenden Plot, die sowohl Jugendlichen als auch jungen Erwachsenen gefallen wird, die aber auch den Eltern eben jener gefallen könnte!




4 von 5 Punkten

 

Wir danken dem cbt Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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