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Eine Kindheit ohne Bücher wäre keine Kindheit. Es wäre, als ob man aus dem verzauberten Land ausgesperrt wäre, aus dem man sich die seltsamste aller Freuden holen könnte.
Astrid Lindgren

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Cbt
Paperback, Klappenbroschur, 448 Seiten
ISBN: 978-3-570-16104-3
14,99 €





Ein kurzer Einblick

Luft anhalten, Sex and the City-Fans! Candace Bushnell hat einen Roman über Carrie Bradshaws Teeniezeit geschrieben. Was kam vor ihren drei besten Freundinnen, was vor den langen Shoppingmarathons bei Manolo Blahnik? Und vor allem: Was war noch vor Mister Big? Wie war Carries Leben ohne »Sex and the City«?


Unsere Bewertung

„Sex and the City“ ist eine Erfolgsstory, die ihres gleichen sucht. Nun erfahren wir in „The Carrie Diaries“ von Carrie Bradshaws Leben vor New York und bevor sie ihre besten Freundinnen Sam, Miranda und Charlotte kennen gelernt hat. Wie mag diese eigenwillige, glamouröse Frau als Teenie gewesen sein?
Es ist interessant, jedoch sollte man auch nicht zu viel erwarten. Schließlich ist Carrie bei „Sex and the City“ schon jenseits der dreißig und im Teenageralter haben die wenigsten wohl viel gemein mit  ihrem erwachsenen Ich. Da ich selbst „Sex and the City“ zwar kenne und ab und an gesehen habe, jedoch kein fanatischer Fan bin, konnte ich leider nicht all die Details in ihrer Richtigkeit überprüfen. Sprich: Ob Carries Vorgeschichte im Buch mit dem übereinstimmt, was vielleicht später in der Serie erwähnt wird. Das junge Mädchen, das uns allerdings hier von ihrem letzten Highschool berichtet, lässt schon etwas von der Eigenwilligkeit der späteren Kolumnistin erkennen. Die Tasche ihrer verstorbenen Mutter (ein Erbstück) verziert sie mit ihrem mit Nagellack geschriebenen Namen, in der Schule erscheint sie mit weißen Stiefeln und sogar der schwule beste Freund ist schon da (wenn auch ein anderer als später). Auch die drei besten Freundinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, hat sie schon an ihrer Seite. Doch ein ganz entscheidender Aspekt fehlt noch: der Sex. Carrie ist nämlich eben nicht diejenige, die sich bereitwillig hingibt, und am Ende bleibt sie als einzige Jungfrau übrig. Könnte man hier einen Widerspruch entdecken, irrt man sich, denn Carrie ist doch auch in der Serie und als Erwachsene nicht gerade das Betthäschen, sondern immer auf der Suche nach der großen Liebe. Der begegnet sie auch hier schon, als der „Neue“ an der Highschool eintrifft. Bis die beiden jedoch zueinander finden, vergeht einige Zeit und am Ende wird Carrie dennoch bitter enttäuscht.

Die Intrigen und Probleme, mit denen Carrie zu kämpfen hat, sind typisch highschoollike. Albern und im Lebensrückblick sinnlos, aber zu diesem Zeitpunkt das Wichtigste auf der Welt.
In Anklängen spürt man auch immer wieder, dass Carrie „anders“ ist als andere Mädchen ihres Alters und dass mehr hinter der Fassade der modeverrückten Frau steckt. Sie erzählt von ihrem liebevollen Verhältnis zu ihrer Mutter vor deren Tod oder dass sie viel liest. Die Oberflächlichkeit, die man in der Erfolgsserie später oftmals empfindet, geht hier etwas ab, denn auch wenn die jugendlichen Intrigen albern erscheinen, sind sie oftmals essentieller als die Suche nach dem perfekten Liebhaber und dem ultimativen Sex ...

Was man jederzeit beachten muss, wenn man zu „The Carrie Diaries“ greift: Es handelt sich um ein Jugendbuch, das viele Teenieprobleme behandelt, das große Thema des Erwachsenwerdens. Von „Sex and the City“ ist da im ländlichen Ambiente nicht viel zu spüren: Da fehlt der Glamour genauso wie die Männer und der Sex, alles steckt sozusagen noch in Kinderschuhen.
Auf der Verlagshomepage wird das Buch als „Band 1“ bezeichnet und man kann gespannt sein auf die Fortsetzung, denn der Kliffhanger am Ende ist tödlich neugierig machend ...



3 von 5 Punkten





Wir danken cbt für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.