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Eine Kindheit ohne Bücher wäre keine Kindheit. Es wäre, als ob man aus dem verzauberten Land ausgesperrt wäre, aus dem man sich die seltsamste aller Freuden holen könnte.
Astrid Lindgren

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Arena Verlag
Gebunden, 560 Seiten
ISBN: 978-3-401-06350-8
19,95 €




Ein kurzer Einblick

Florenz, 1427. Das Landgut Cafaggiolo vor den Toren von Florenz liegt in brütender Hitze. Noch weiß Cosimo de´ Medici nicht, dass die mächtigsten Familien in Florenz eine Intrige gegen ihn schmieden. Ausgerechnet der junge, bettelarme Sandro wird auserkoren, den heimtückischen Anschlag auf Cosimo auszuführen. Doch Sandro trifft seine ganz eigene Entscheidung – und die Verschwörer finden sich bald in ihrer eigenen Intrige gefangen. Für Sandro dagegen beginnt an der Seite der schönen Tessa ein unglaublich aufregendes Leben im Dienst der Medici.



Unsere Bewertung

Spannend, das kann man dem ersten Band von Rainer M. Schröders „Die Medici-Chroniken“ durchaus zuschreiben. Besonders der Anfang lässt einen kaum los und man wird durch die Handlung getrieben. Die verschiedenen Perspektiven tun hierzu ihr übriges, da dadurch mehr Abwechslung in die Handlung kommt. Man fliegt nur so über die Seiten, weil man wissen will, wie es mit den einzelnen Charakteren weitergeht – durch die wechselnden Perspektiven wird eine ja jeweils pausiert.
Gegen Ende der Geschichte wird leider immer mehr politisiert, über ganze Kapitel spielt die Politik die Hauptrolle und das „menschliche Drama“ wird etwas ausgespart. Dagegen spricht prinzipiell nichts, aber das bremst die Handlung aus und macht sie etwas zäh. Erst kurz vorm „Showdown“ wird es wieder richtig spannend, als Sandro seine geliebte Tessa aus einer gefährlichen Lage retten muss.
Die Charaktere, allen voran Sandro und Tessa, sind lebendig gezeichnet und überzeugen voll und ganz. Auch die historischen Gestalten erweckt Schröder zum Leben, so dass man in das Italien der Renaissance eintauchen kann. Kleiner Minuspunkt: Oftmals wird Sandro bei Vor- und Nachnamen genannt; das wirkt unpersönlich und ist etwas, das zu vermeiden gewesen wäre.

Der erste Band der „Medici-Chroniken“ ist bestimmt von Liebe, Intrigen, Politik und Wirtschaft – ein idealer Cocktail für einen lesenswerten Historienroman, der mehr als „nur“ ein Jugendbuch ist und den man jedem nur empfehlen kann, der sich in diesem Genre zuhause fühlt.
Übrigens, bei den diversen Online-Kaufhäusern wird eine Altersempfehlung von 12 bzw. 13 Jahren gegeben. Dagegen möchten wir uns aussprechen, denn manches Mal kommt doch die sexuelle Komponente der Liebe hervor und das Buch kann vom Niveau und den Themen her durchaus mit einem Historienroman für „Erwachsene“ mithalten. Also wohl eher etwas für ein wenig ältere Jugendliche (ab fünfzehn, sechzehn Jahren) und junge Erwachsene!



3,5 von 5 Punkten





Wir danken dem Arena Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.