Sonntag, den 02. Oktober 2011 um 22:16 Uhr

cbt
Paperback, Klappenbroschur, 464 Seiten
ISBN: 978-3-570-16105-0
14,99 €
Ein kurzer Einblick
Carrie ist nach dem High School-Abschluss endlich in New York angekommen, um ihren Traum wahr zu machen: Sie will schreiben. Zunächst jedoch absolviert sie einen Sommerkurs, über dem schon die ersten dunklen Wolken schweben, denn danach soll sie ihr Studium an der Brown antreten, weit weg von New York. Sie hat sich sofort in die Stadt verliebt und will nie wieder hier weg. Doch bis zum Ende des Sommerkurses ist es noch lang und bis dahin lernt sie Samantha, Miranda und jede Menge – vor allem männliche – Leute kennen ...
Bewertung
Nachdem wir Carrie im ersten Band, „The Carrie Diaries“, in ihrem letzten High School-Jahr kennen gelernt haben, begleiten wir sie jetzt bei ihren ersten Schritten in der Stadt, die niemals schläft.
Da ich inzwischen (im Gegensatz zum Zeitpunkt der Lektüre des ersten Bandes) durchaus behaupten kann, die Serie gut genug zu kennen, muss ich leider sagen, dass vieles anders ist als in der Serie. Erfährt man im zweiten Kinofilm, wie Carrie die anderen drei Mädels kennen lernt, ist man hier etwas irritiert. Ohnehin ist alles ein bisschen anders, es sind zwar nur Details, aber diese fallen eben doch auf. Carries Vater ist zum Beispiel nicht abgehauen und hat die Familie sitzen lassen (was in der Serie als Erklärung für Carries verkorkste Beziehun herhalten muss), sondern hat nach dem Tod seiner Frau die drei Töchter alleine aufgezogen. Carrie ist hier auch ein wahres Kochtalent – in der Serie ist sie entsetzt, als Aidan ihre Küche „entweihen“ will, indem er etwas kocht. Carrie selbst ist zwar schon ziemlich neurotisch, manchmal erkennt man die spätere Carrie aber noch nicht. Oftmals wirkt sie sehr naiv und in Sachen Sex ist sie sehr prüde – im Vergleich zu Samantha und Miranda, die beide schon ihre Erfahrungen gesammelt haben. Bei Samantha wäre es interessant, ihre Entwicklung zur männermordenden Erfolgsfrau zu verfolgen. Hier ist sie eher konservativer, bei Miranda hingegen erkennt man schon die zynische Männerverachtung der ersten Staffeln.
Über längere Strecken hinweg schläft die Handlung leider etwas ein, das Ganze hätte ein wenig aufregender sein können, ganz besonders, weil man so viel erwartet, wenn man das Buch aufschlägt. Da die vierte im Bunde, Charlotte, erst auf den letzten vier Seiten ihren Auftritt hat, darf man vermuten, dass ein dritter Band folgen wird – und der ist auch dringend notwendig! Die Entwicklung, die die jungen Frauen durchmachen, ist erst in ihren Anfängen begriffen und man will mehr erfahren.
Fazit
Würde man „Summer and the City“ einfach nur für sich bewerten, wäre es eine nette Lektüre für zwischendurch. Unter der Schablone der Serie verliert das Buch jedoch an Punkten, denn so vieles ist anders und die Mädels, die wir so lieben, sind noch lange nicht so wie wir sie lieben.
3,5 von 5 Punkten
Wir danken cbt für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.



