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cbt
Taschenbuch, 256 Seiten
ISBN-13: 978-3-570-30633-8
7,95 €

 

Rezension


Ein wunderschöner Engel rettet Gillian das Leben – und er erfüllt ihren sehnlichsten Wunsch: Die Liebe Davids, ihres großen Schwarms, für sie. Doch der Engel ist nicht, was er behauptet zu sein ...

„Engel der Verdammnis“ ist der Auftakt einer neuen Reihe der Autorin Lisa J. Smith, die mit der Serie „Tagebuch eines Vampirs“ auf sich aufmerksam gemacht hat. Glücklicherweise sind die Romane in sich abgeschlossen, denn cbt legt diese nicht in der originalen Reihenfolge auf, sind bisher doch Band 4 „Jägerin der Dunkelheit“, Band 5 „Prinz des Schattenreichs“ und Band 8 „Engel der Verdammnis“ erschienen.
Lisa J. Smith liefert Altbewährtes ab, bringt jedoch nichts Neues mit ein. Es tummeln sich Werwölfe, Vampire, Gnome, Dämonen und vieles mehr verborgen vor den Augen der Menschen – die ganze Riege der phantastischen Wesen. Doch sie bleiben im Hintergrund, bleiben blasse Gestalten, bleiben charakterlos. Selbst Gillians Fähigkeiten einer Hexe sind lieblos ausgearbeitet, werden ihre Kräfte doch einfach hingenommen, als hätte Gillian sie schon immer besessen. Originell ist anders. Ungewöhnlich ist anders. Hier wird nur Altbewährtes in einen Kochtopf geschmissen. Vorliegende Ideen sind fade und anspruchslos, reine Unterhaltung. Diese Anspruchslosigkeit zieht sich von den Figuren bis hin zu den Ideen, die der Belanglosigkeit in nichts nachstehen. Überraschungen gibt es nicht, Wendungen sind nicht vorhanden. Die Geschichte läuft schnurgerade und vorhersehbar geradeaus. Keine Knicke, keine Kurven, keine Abzweigungen.
Ein sehr seichter Stil betont die Lieblosigkeit, mit der die Ideen nieder geschrieben wurden. Hier wird nicht geschwafelt, erklärt, erzählt. Hier wird nur eine Geschichte in knappen Details hingeworfen. Es gibt keine Abschweifungen, Beleuchtungen von Details. Nur die reine, nackte Geschichte mit den nötigsten Ideen und Erklärungen.
Nur eines ist Lisa J. Smith gelungen: Eine mitreißende Gefühlsatmosphäre, die das Buch rettet und lesbar macht. Hierfür verantwortlich ist wohl die karge Schreibe. Denn so wenig auch erwähnt wird, so eindringlich gelingt es der Autorin zu formulieren.
Die 256 Seiten täuschen über die Länge des Romans hinweg, denn der Satzspiegel ist mehr als großzügig gesetzt. Man hätte den Roman (oder besser die Novelle) auch auf 150 Seiten drucken können. Dem Leser bleibt nur ein kurzfristiges Lesevergnügen, bevor er besser zu einem anderen Roman greift.

Mehr als seichte Jugendlektüre sollte man nicht erwarten. Pure, flotte und spannende Unterhaltung. Anspruch lässt sich nicht finden. Auch keine neuartigen Ideen. Wer diesen Roman nicht gelesen hat, hat auch nichts verpasst.

2 von 5 Punkten

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