Donnerstag, den 21. Januar 2010 um 20:12 Uhr

Cecilie Dressler Verlag
Gebunden, 176 Seiten, mit Illustrationen der Autorin
ISBN-13: 978-3-7915-0445-2
12,00 €
Ein kurzer Einblick
"Abenteuer kann man doch nicht planen wie Ballett oder so was. Die warten um die Ecke und - zack! - plötzlich sind sie da!", erklärt Sprotte ihren Freundinnen. Tatsächlich lässt das erste Abenteuer für ihre Mädchenbande DIE WILDEN HÜHNER nicht lange auf sich warten. Denn DIE PYGMÄEN, vier Jungs aus ihrer Klasse, lassen nach einem Streit die Hühner von Sprottes Oma frei. Das schreit natürlich nach Rache.
Unsere Bewertung
Mit der Rache ist es so eine Sache – sie setzt sich ewig lange fort, wenn man einmal damit angefangen hat. Das ist bei den Wilden Hühnern und den Pygmäen nicht anders. Haben die einen etwas gemacht, rächen sich die anderen dafür und das muss ja dann wiederum gerächt werden. Dass man zwischen all dem Geräche aber auch zueinander finden und zusammenhalten kann, erfahren die acht Wildfänge schnell.
Die wilden Hühner, das sind Sprotte, Frieda, Trude und Melanie, die irgendwann schon mal eine Bande waren und die sich jetzt wieder zusammenschließen. Dabei sind sich Sprotte und Melanie jedoch nicht immer grün und ganz so harmonisch wie es wirken könnte, ist das Ganze auch nicht – und da haben die Pygmäen ausnahmsweise nichts mit zu tun. Die wilden Hühner machen das, was man als Mädchenbande eben so tut, nämlich Rosenblütentee trinken und Bandensachen machen. Das Wichtigste sind dabei die Hühner, ihre tierischen Freundinnen und Namensgeberinnen. Die Erwachsenen haben da nicht viel zu sagen, weder Frau Rose, ihre Klassenlehrerin, noch Sprottes Mutter, noch Oma Slättberg, der die Hühner gehören.
Etwas besonderes erleben die beiden sich bekriegenden Banden nicht – es sind ganz „normale“ Sachen, sieht man mal davon ab, dass die Pygmäen den wilden Hühner einmal im wahrsten Sinne des Wortes ins Netz gehen. Doch gerade das macht ihre Abenteuer aus, man kann es nachvollziehen und muss sich nicht erst in eine Fantasiewelt einfühlen, in der alles möglich scheint.
Für Kinder – also die Zielgruppe – genauso ein Spaß wie für erwachsene Leser – die, die vorlesen - , die vielleicht an längst vergangene Tage denken, als sie selbst eine Abneigung gegen das andere Geschlecht hatten und ein Baumhaus das Größte war.
Fazit: Der erste Band der „Wilden Hühner“ ist ein tolles, von der Autorin schön illustriertes Buch, das Spaß macht. Ein Muss für alle, die schon immer ihre eigene Bande haben wollten! Da muss man sich die anderen Bände einfach auch holen!
5 von 5 Punkten









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