Sonntag, den 22. Februar 2009 um 14:47 Uhr
1984 (George Orwell)

Inhalt
Im Orwell-Staat wird eine neue Sprache verordnet, das sogenannte "Neusprech". Zusammen mit dem sogenannten "Zwiedenk" soll den Menschen das Denken abgewöhnt werden. Orwell beschriebt eindrucksvoll, wie durch Veränderung der Sprache der Manipulation des Volkes durch die herrschende Klasse Tür und Tor geöffnet werden kann. Besonders deutlich wird das, wenn die unmenschlichsten Züge eines Systems mit wohllautenden Namen besetzt sind. So gibt es zum Beispiel ein "Liebesministerium". Es sorgt nicht etwa für den liebevollen Umgang der Menschen untereinander, sondern "lehrt" den Abtrünnigen und Andersdenkenden mittels grausamster Foltermethoden den "Großen Bruder" zu lieben. Im "Ministerium für Wahrheit" werden Geschichte und Gegenwart dem gegenwärtigen politischen System angepasst.Wahr ist, was der "Große Bruder" als wahr definiert. Dem Volk wird klargemacht, dass alles immer schon so war, wie es jetzt ist. Anderslautendes wird aus Zeitschriften und Büchern und damit aus dem Gedächtnis der Menschen systematisch entfernt. Das "Friedensministerium" hingegen plant "Friedensmissionen", die nichts anderes sind als Kriegseinsätze. Wer wollte sich da noch wundern, dass sich hinter "Lustlagern" Zwangsarbeitslager der übelsten Art verbergen.
Unsere Bewertung
Orwells „1984“ ist aktueller denn je. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten viele aus dem Inhalt eine Art „Nazireich“ mit einem „Führer“ herauslesen, der die Menschen zu kontrollieren versucht. Die Erinnerungen an die Schrecken des Krieges waren noch sehr frisch. Während der Zeit des Kalten Krieges wiederum konnte der Roman als Reflexion der Angst dienen. Der Angst die Freiheit zu verlieren, die man im „Westen“ lieben gelernt hatte, während der „Osten“ mit der UdSSR als Verbund der Kontrolle, Machtgier und des Schreckens angesehen worden ist. Nun befinden wir uns im Jahre 2009 und in den politischen Debatten rund um das Thema „Sicherheit“ taucht immer wieder das Unwort „Stasi 2.0“ auf. Deutschland als Überwachungsstaat, dass die Freiheit des Individuums einzuschränken droht. In 1984 gibt es noch andere düstere Dogmen (beispielsweise Information), mit denen sich die Charaktere auseinandersetzen müssen und die Hilflosigkeit und Isolation des Einzelnen in einer militärisch-kontrollierten Gesellschaft ist auf jeder Seite zu spüren und fast mit den Händen greifbar. George Orwell, mit bürgerlichem Namen Eric Arthur Blair, gehört bis heute zu den umstrittenen politischen Schriftstellern und sicherlich muss man die erwähnten Interpretationen und Darlegungen seines Werkes nicht teilen, doch man genießt die Freiheit es zu tun, sie abzulehnen oder sich neue Aspekte auszudenken. Und auch wenn heute der Horror eines Weltkrieges in die Ferne gerückt ist und es immer weniger Zeitzeugen gibt, bleibt „1984“ ein Monolith der Warnung, dem man seit seinem Erscheinen vor über 50 Jahren immer noch interessante Aspekte zu entlocken vermag. Ein Jahrhundertroman!
Unsere Bewertung
Orwells „1984“ ist aktueller denn je. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten viele aus dem Inhalt eine Art „Nazireich“ mit einem „Führer“ herauslesen, der die Menschen zu kontrollieren versucht. Die Erinnerungen an die Schrecken des Krieges waren noch sehr frisch. Während der Zeit des Kalten Krieges wiederum konnte der Roman als Reflexion der Angst dienen. Der Angst die Freiheit zu verlieren, die man im „Westen“ lieben gelernt hatte, während der „Osten“ mit der UdSSR als Verbund der Kontrolle, Machtgier und des Schreckens angesehen worden ist. Nun befinden wir uns im Jahre 2009 und in den politischen Debatten rund um das Thema „Sicherheit“ taucht immer wieder das Unwort „Stasi 2.0“ auf. Deutschland als Überwachungsstaat, dass die Freiheit des Individuums einzuschränken droht. In 1984 gibt es noch andere düstere Dogmen (beispielsweise Information), mit denen sich die Charaktere auseinandersetzen müssen und die Hilflosigkeit und Isolation des Einzelnen in einer militärisch-kontrollierten Gesellschaft ist auf jeder Seite zu spüren und fast mit den Händen greifbar. George Orwell, mit bürgerlichem Namen Eric Arthur Blair, gehört bis heute zu den umstrittenen politischen Schriftstellern und sicherlich muss man die erwähnten Interpretationen und Darlegungen seines Werkes nicht teilen, doch man genießt die Freiheit es zu tun, sie abzulehnen oder sich neue Aspekte auszudenken. Und auch wenn heute der Horror eines Weltkrieges in die Ferne gerückt ist und es immer weniger Zeitzeugen gibt, bleibt „1984“ ein Monolith der Warnung, dem man seit seinem Erscheinen vor über 50 Jahren immer noch interessante Aspekte zu entlocken vermag. Ein Jahrhundertroman!
5 von 5 Punkten







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