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Biedermann und die Brandstifter (Max Frisch)
Suhrkamp
95 Seiten
ISBN: 3-518-39045-7
5 €


Kurzer Einblick
In der Stadt hat es mehrere Brandstiftungen gegeben. Jeder ist auf der Hut vor Fremden, so auch Biedermann. Doch als der Obdachlose Schmitz bei ihm nach einer Unterkunft fragt, lässt Biedermann sich doch dazu verleiten, dem Unbekannten Obdach zu gewähren…


Unsere Bewertung
Der Titel des Buches verrät eigentlich schon, um was für Menschen es sich bei den beiden Männern handelt, denen Biedermann Obdach gewährt. Daher ist eigentlich von vorne herein klar, wie das als Theaterstück geschriebene Werk wohl enden wird. So wartet der Leser eigentlich nur die ganze Zeit darauf, wann es denn endlich so weit sein wird. Zwischendurch kommen einem dabei jedoch immer mal wieder Zweifel, ob die Brandstifter nicht doch Biedermanns Haus verschonen werden.
Gegen Ende hin wird die wahre Natur der beiden Obdachlosen dann jedoch ziemlich offensichtlich und man verzweifelt als Leser schon fast daran, wie Biedermann und seine Frau nur so dumm und ignorant sein können und, obwohl die Brandstifter die gesamte Zeit ihre Identität preisgeben, ihnen nicht glauben wollen. Diese Ignoranz Biedermanns und Dreistheit der Brandstifter hat dabei schon etwas Komisches. So kann man irgendwann wirklich nur noch darüber lachen, sie es den Brandstifter immer wieder gelingt alles zu bekommen, was sie haben wollen. Dadurch zeigt sich aber auch auf, dass Situationen durch Vernunft, Mut und das Auseinandersetzung mit ihren lösbar sind und keinesfalls durch Ignoranz und Feigheit.
Das Nachspiel, das Max Frisch extra noch für die Aufführungen auf deutschen Bühnen hinzugefügt hat, passt dann jedoch nicht wirklich zum Rest des Stückes und wirkt daher auch eher wie ein einiges Stück. Der einzige Sinn des Nachspiels scheint zu sein, dass Max Frisch wohl das Verhalten Biedermanns auf jeden Fall noch selbst bewerten wollte und den Zuschauern und Leser keine unbeeinflusste Bewertung zustehen wollte.

3 von 5 Punkten

 

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