Montag, den 15. Februar 2010 um 09:30 Uhr

Droemer
Hardcover, 512 Seiten
ISBN: 3-426-19809-6
19,95 €
Der Inhalt
Schock für Special Agent Pendergast: Einer seiner Freunde wird brutal ermordet - von einem Mann, der bereits vor einer Woche Selbstmord begangen hat. ZOMBIES IN NEW YORK - diese Schlagzeile sorgt in kürzester Zeit für Angst und Schrecken. Aber ist es wirklich möglich, dass die Toten sich aus ihren Gräbern erheben? Pendergast findet eine Spur, die ihn in die Katakomben unter einer alten Kirche führt - den Sitz einer Sekte, die dunkle Ziele verfolgt ...
Unsere Wertung
Es ist mal wieder soweit: Special Agent Pendergast ist back! Mittlerweile können wir eigentlich jede Rezension mit diesem Satz einleiten, denn das Erfolgsduo Preston/Child hat sich in ihrem Thriller-Universum eindeutig auf den smarten und doch manchmal so verstörend fremdartig wirkenden FBI-Agenten fokussiert. Und offenbar wollten die Schriftsteller einen "Schockpunkt" setzen, denn das Buch beginnt mit einer Szene, die Fans der Reihe sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Natürlich verraten wir den Inhalt nicht, aber es geht um eine sehr wichtige Figur der gesamten Reihe. Anders als noch in "Darkness" begegnet der geneigte Leser in "Cult" vielen bekannten Gesichtern - darunter Nora Kelly und D'Agosta. So entsteht sofort ein Gefühl: Hier bin ich zu Hause. Auch Neu-Leser könnten in "Cult" einsteigen und sich in der durchdachten Geschichte zurechtfinden, aber es wäre schade um das ganze Universum, das aufgebaut worden ist. Hier empfehlen wir klar am "Anfang" zu beginnen und den Start der Pendergast-Reihe markiert "Relic", wie Preston/Child übrigens in einem Anhang selbst erzählen. Einmal mehr beinhaltet der Roman viele Mystery-Elemente - diesmal geht es um einen Zombie-Kult und wenigstens sind es keine Vampire, mag einer denken. Zumindest noch nicht. Die Handlung ist straff gefasst und hält für den Leser einige Überraschungen bereit, die Charaktere bewegen sich auf ihrem gewohnten Niveau, sprich: Es gibt nicht unbedingt große Charakterentwicklungen. D'Agosta hilft einmal mehr Pendergast, meistens, ohne zu hinterfragen, der FBI-Agent wiederum ist so verschlossen wie eh und je. Das ist nicht unbedingt negativ, da man die Protagonisten so bereits aus vielen Romanen kennt und ein plötzlicher Wechsel einfach nicht in diese Reihe passen würde. Wer sich mit dem Zombie-Punkt anfreunden kann, wird eine spannende Geschichte erleben dürfen, die den Roman, wie viele andere Bände aus der Reihe, zu einem wahren "Pageturner" mutieren lässt. Einmal mehr geben sich die Autoren wenig Blöße bei der Handlungsführung ,widmen sich auch gesellschaftlichen Themen wie der Tierquälerei, so gut es eben im Rahmen eines Thrillers geht. Und einmal mehr überzeugt das Thriller-Paket, das dem Leser zur Kost vorgelegt wird.
4 von 5 Punkten




Wir danken dem Droemer/Knaur Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.



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