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Weisheiten

Eine Kindheit ohne Bücher wäre keine Kindheit. Es wäre, als ob man aus dem verzauberten Land ausgesperrt wäre, aus dem man sich die seltsamste aller Freuden holen könnte.
Astrid Lindgren

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  • 18.05., 20.15 Uhr, RTL II: „Die Bourne Identität“ (Robert Ludlum)
  • 19.05., 20.15 Uhr, 3SAT: „Der Reigen“ (Arthur Schnitzler)
  • 19.05., 23.15 Uhr, RBB: „Jakob der Lügner“ (Jurek Becker)
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  • 23.05., 22.55 Uhr, WDR: „Mankells Wallander: Tod im Paradies“ (Henning Mankell)
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Droemer Knaur
Gebunden, 512 Seiten
ISBN: 978-3426662915
16,99 Euro



Ein kurzer Einblick

Im legendenumwitterten Hochgebirge Ugandas, wo Gletscher unter der Äquatorsonne leuchten, beginnt für die Gorillaforscherin Imelda Walker ein Abenteuer, das ihre kühnsten Träume übersteigt. Bei einer Expedition stößt ihre Forschergruppe auf die Ruinen einer versunkenen Hochkultur. Die Sensation wäre perfekt, gäbe es da nicht Phänomene, die die nüchterne Biologin an ihrem Verstand zweifeln lassen: Die Naturgesetze scheinen außer Kraft, die Sonne spielt verrückt. Und bald kann sich Imelda der Wahrheit nicht mehr verschließen: Ihr Team hat das Portal zu einer fremden Dimension durchschritten, und für die Rückkehr ist es längst zu spät ...


Unsere Wertung

Die Inhaltsangabe macht bereits deutlich, dass der deutsche Schriftsteller Thomas Thiemeyer dort weitermacht, wo er bei seinen letzten Romanen (Nebra, Magma und Co.) aufgehört hat. Einmal mehr wird Wissenschaft mit Fiktion vermischt, um einen Mysterythriller zu kreieren, der auf hohem Niveau liegt. Das sei jetzt bereits gesagt. Dieses Mal geht es für den Leser nach Afrika - bzw. wieder nach Afrika, müsste es heissen, denn bereits mit "Reptilia" wagte sich Thiemeyer auf den schwarzen Kontinent, um den Cousin von Nessie aufzuspüren. Diesmal geht es um Sonnenstürme, Gorillas und Portale in andere Welten. Gorillas und Afrika? Eine kleine Nebengeschichte müssen wir loswerden, denn diese Kombination trifft man nicht nur an, wenn man sich mit der weltberühmten Gorillaforscherin Dian Fossey auseinandersetzt, sondern auch im Roman "Congo" des verstorbenen US-Schriftstellers Michael Crichton. Erwähnenswert ist dies deshalb, weil Thiemeyer dem Erschaffer von "Jurassic Park" eine Widmung hinterlässt.

Zurück zum Roman: "Korona" versteht es die Leserschaft zu unterhalten. Es gibt so gut wie gar keine Stellen, die langwierig oder gar langweilig wirken. Charaktere wie Ray Cox treiben den Roman voran, auch wenn jener Hauptprotagonist ein wenig des Guten zuviel auf seiner Seele lasten hat. Die düstere Vergangenheit samt dem inneren/äußeren Rachefeldzug mutet dann doch etwas zu klischeebeladen an, hier wäre etwas weniger doch mehr gewesen. Doch das sind kleine Makel, die dem hervorragenden Eindruck keinen Abbruch tun. Der dichte Dschungel, fremde Völker und das Portal in eine andere Welt, liefern zudem ein wunderbares Setting ab, das wie geschaffen für den Roman ist. Thomas Thiemeyer hat wieder einmal bewiesen, wie man sehr gute Thriller schreiben muss. Spannende Ideen, die nicht zum x-tenmal einen Serienkiller durch die Gegend laufen lassen, sondern auch mal abseits des alltäglichen Thrillerzuges die Leserschaft zu begeistern wissen. Das Hardcover gibt es für recht moderate 17 Euro - da heisst es zuschlagen!



4,5 von 5 Punkten

 

Wir danken Droemer/Knaur für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.