Mittwoch, den 23. September 2009 um 19:11 Uhr

- Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
- 384 Seiten
- Klappenbroschur
- € 12,95 [D]
- ISBN: 9783492701693
Inhalt
Du spürst, da ist etwas Böses in dir. Deine Freunde behaupten, es sei bloß Einbildung. Aber du weißt es besser. Du versuchst es mit allen Mitteln zurückzuhalten. Verbietest dir selbst den Kontakt zu Mädchen, besuchst den Psychotherapeuten, hältst dich stets unter Kontrolle. Doch niemand kann dir helfen. Denn diese dunkle Gewissheit ist da. Eines Tages wird es ausbrechen. Du wirst zum Serienkiller werden. Die Frage ist nur – wann?
Unsere Wertung
Romane über Serienkiller gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Immer wieder taucht man in seelische Abgründe, psychologische Randzonen und erlebt eine Hetzjagd zwischen Killer, Opfer und dem „Helden“, der oftmals selbst labil ist oder eine düstere Vergangenheit hat. Vergessen wir mal dieses beliebte Schema, denn Dan Wells belehrt uns, dass es auch ein wenig anders gehen kann. Denn hier beobachtet ein potentieller Serienkiller einen richtigen Serienkiller und so beginnt zwar ebenfalls ein Katz und Mausspiel, doch ist alleine die Wahl der Perspektive bemerkenswert. Zudem arbeitet unser junger Protagonist bei seiner Mutter in einer Leichenhalle (!) und analysiert sich gerne in trockensten Weise selbst, in dem er Punkte aufführt, die ihn zu einem Serienkiller wohl machen werden in Zukunft. Knackpunkt könnte der Baustein Phantastik/Horror sein, den Wells in den Roman implementiert hat, doch störend wirkt sich diese Richtung nicht aus. Die phantastischen Elemente unterstreichen eher ein wenig auch die Absurdität des ganzen Werkes. Man darf allerdings keine besondere psychologische Tiefe bei den Charakteren erwarten. Trotz des Themas konzentriert sich Dan Wells eher auf die Handlung und bietet einen bunten und sehr ungewöhnlichen Mix aus Thriller, Horror und skurrilen Einfällen. In diesem Genre wahrlich belebend.
4 von 5 Punkten








Comments
Fand das Buch auch supertoll. Besonders die abstehenden Seiten sind klasse.
Greets,
Felix