Dienstag, den 24. November 2009 um 19:52 Uhr

- 432 Seiten
- Gebunden
- € 19,95 [D], € 20,60 [A], sFr 34,90
- ISBN: 9783492701426
- August 2009
Der Inhalt
Am Gründonnerstag steigt er vom Kreuz einer Dorfkirche in Irland: ein verwirrter junger Mann, der nur in Bibelzitaten spricht. Aber kann er wirklich der Messias sein? Die vatikanische Kongregation betraut Bruder Hester McAteer damit, dem Wunder nachzugehen. In der alten Heimat trifft Hester auf seine große Liebe, die er einst für die Kirche verlassen hatte, auf Misstrauen, Angst und Intrigen. Bald zweifelt McAteer nicht nur an seinen Vertrauten, sondern auch am eigenen Glauben. Handelt es sich um eine Verschwörung ungeahnten Ausmaßes oder wird er das spektakulärste Geheimnis unserer Geschichte aufdecken?
Unsere Wertung
Der "Messias" ist wieder unter uns und die Welt fragt sich, ob er es wirklich ist - dieser eine Satz reicht eigentlich schon, um die Story in einem kurzen Ruck zu erläutern. Dann beginnt ein Katz und Maus-Spiel, in dem der Leser mitraten kann, ob die Wunder und der junge Mann tatsächlich biblischen oder doch nur eher weltlichen Ursprungs sind und wenn, wie sie denn funktionieren könnten. Das Ende ist daher nicht wirklich überraschend und ohne es zu verraten sei nur einfach angemerkt: Ralf Isau ist ein moderner Autor, der in modernen Maßstäben denkt. So sind manche Erläuterung, wie das "Wunder der göttlichen Blitze" mehr als abenteuerlich und man zweifelt im logischen Sinne ein wenig an, dass jemand einen solchen Aufwand betreiben würde für ein wenig Effekthascherei. Hester McAteer, der "Held", wirkt an manchen Stellen etwas klischeebehaftet, besonders als die Beziehungskiste losgeht, um die wohl einfach kein moderner Schriftsteller mehr rumkommt und auch die Art, wie sich Tochterherz langsam in Jesus verliebt, lässt eher schmunzeln, als dass man es wirklich ernst nehmen könnte. An sich bleibt letztendlich ein durchdachter Thriller, der vielleicht einige Aha-Effekte für alle Leser bietet, die sich zum ersten Mal einer solchen Themenstruktur des Mitratens annähern. Alle anderen können auf den gelungenen Schreibstil Isaus vertrauen und seine Einfälle, auch wenn die Charaktere ein wenig zu flach wirken und das Ende nicht wirklich überraschend ist.
3,5 von 5 Punkten







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