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Lübbe

Gebunden, 765 Seiten

ISBN: 978-3-7857-2388-3

26,00 €

 

 

Der Inhalt

Washington, D.C.: In der amerikanischen Hauptstadt liegt ein sorgsam gehütetes Geheimnis verborgen, und ein Mann ist bereit, dafür zu töten. Doch dazu benötigt er die Unterstützung eines Menschen, der ihm freiwillig niemals helfen würde: Robert Langdon, Harvard-Professor und Experte für die Entschlüsselung und Deutung mysteriöser Symbole.
Nur ein finsterer Plan ermöglicht es, Robert Langdon in die Geschichte hineinzuziehen. Fortan jagt der Professor über die berühmten Schauplätze der Hauptstadt, doch die wahren Geheimnisse sind in dunklen Kammern, Tempeln und Tunneln verborgen. Orte, die vor ihm kaum jemand betreten hat. Und er jagt nicht nur – er wird selbst zum Gejagten. Denn das Rätsel, das nur er zu lösen vermag, ist für viele Kreise von größter Bedeutung – im Guten wie im Bösen.
Zwölf Stunden bleiben Robert Langdon, um seine Aufgabe zu erfüllen. Danach wird die Welt, die wir kennen, eine andere sein.

 

Unsere Wertung

An dem kommerziellen Erfolg des neuen Dan Browns braucht man nicht zu zweifeln. Alleine die Erwartungen und der "Hype" katapultierten den Roman "Das verlorene Symbol" sofort auf die Spitze der Charts - ein schöner Erfolg. Doch wie sieht es eigentlich unter der Motorhaube aus? Robert Langdon muss einmal mehr ein großes Geheimnis lüften, zumindest mehr oder weniger. Die Handlungsstruktur kennt man bereits aus Romanen wie "Sakrileg" und vor allem "Illuminati", wo der Professor durch Rom jagte - in "Das verlorene Symbol" gibt es die Schnitzeljagd durch ganz Washington und abermals erwarten den Leser sehr viele Vorträge über die Freimaurer und die Kulturgüter der Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika. Wieder einmal muss ein Rätsel gelöst werden, das mit Codes und Geheimnissen umschlungen ist. Wieder einmal kommt die Staatsgewalt ins Spiel - diesmal ist es die CIA und wieder einmal wird sich die Welt verändern - doch Stop! Bei allem Respekt muss man leider diesmal sagen, dass "Das verlorene Symbol" nicht mehr an die beiden erwähnten Top-Romane "Sakrileg" und "Illuminati" heranreicht, denn diesmal geht es eher um einen Familienzwist, der einfach nur gigantisch aufgebauscht worden ist, als um eine Weltverschwörung oder ein Geheimnis, das unsere Kultur ins Schwanken bringen könnte. Am Ende des Romans gibt es zwar den Versuch einer Erklärung, warum die CIA da eigentlich mitmischt und wo denn nun die "große Gefahr für die Welt bzw die USA" liegt, aber dies wirkt schon sehr konstruiert. Dan Brown mischt in "Das verlorene Symbol" wieder einmal viele Faktoren zusammen und kocht sein bekanntes "Mysteriumssüppchen" - diesmal geht es neben den Freimaurern auch um die Symbolik des Körpers, dazu kommt die Noetik ins Spiel und als kleiner Zusatz eine Konstruktion, die man im Film "The Abyss" schon gesehen hat und die vor allem für Langdon noch eine tragende Rolle spielen soll - mehr verraten wir nicht. Dieser bunte Mischmasch wirkt teils arg gut gemeint und - wir müssen es schon wieder sagen - konstruiert, als wenn Brown auf jeden Fall dieses und jene Thema mit Gewalt einbauen wollte. Die Freimaurer selbst spielen ihre zugewiesene Rolle und kommen, wen wundert es, an sich sehr positiv weg, was ihre eigene "Kultur" und Organisation angeht. Im Vergleich zu anderen Romanen wirkt "Das verlorene Symbol" wegen der Informationen und des Themas trotz aller Mängel sehr ordentlich, verliert den direkten Vergleich mit den anderen Langdon-Titeln aber deutlich. Das große Geheimnis ist diesmal nicht wirklich eins, Langdon doziert über alle möglichen Themen besser als zehn Professoren zusammen, die CIA spielt mal die Bösen, mal die Guten, die Freimaurer wirken wie die armen Unschuldskinder und letztendlich dreht sich alles um eine nette, kleine Familiengeschichte, wie bereits erwähnt. "Das verlorene Symbol" erreicht nicht mehr das Top-Niveau, schlägt sich aber einigermaßen wacker.

 

3,5 von 5 Punkten

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