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Ubooks

144 Seiten

ISBN: 978-3-86608-112-3

14,95 €

 

Kurzer Einblick:

Wann Menschen damit anfingen, auf ihren Körpern Zeichen anzubringen, lässt sich kaum noch datieren. Dass sie es aber ab einem bestimmten Zeitpunkt schön fanden, auf diese Weise geschmückt zu sein und sich so von anderen abzuheben, ist sicher.
Im Zuge der Christianisierung ging das Wissen um die Körpermarkierungen beinahe verloren, um im Zeitalter der Entdecker vor etwas mehr als 200 Jahren mit einer großen Welle in die westliche Welt zurückzuschwappen und eine beachtliche Entwicklung zu durchlaufen.
Dieses Buch beschäftigt sich mit der Geschichte des Körperschmucks, mit Tattoos, Piercings, Brandings, Cuttings, Implantaten und allem, was sonst noch wehtut.

 

Unsere Meinung:

Was gibt es heute nicht alles für Möglichkeiten um seinen Körper zu verzieren? Tattoos, Piercings, Brandings und Implantate sind nur eine kleine Auswahl der Verschönerungsmethoden. Alana Abendroth hat sich in ihrem Sachbuch „ Bodymodification“ mit der Körpermodifikation im Wandel der Zeiten beschäftigt. Mit 130 geschriebenen Seiten über die Körpermodifikation, dahinter folgen die Quellenangaben, erreicht das Buch keinen tiefen Einblick in das doch weit verstrickte Thema. Aber Abendroth schafft es dennoch viele Gebiete des Körperschmucks anzureißen und Neugierig auf mehr zu machen. So geht sie zum Beispiel auf das Tattoo bei den Seemännern ein und man erfährt, dass ihre Tattoos eine wirkliche Bedeutung gehabt haben. So durfte ein Seemann, der den Atlantik befahren hatte, sich einen Anker stechen lassen und einem Cap-Horn-Umsegler durfte ein Schiff mit vollen Segeln den Körper zieren. Wer das Cap Horn fünfmal umsegelt hatte, durfte sich dazu noch einen blauen Stern unter das rechte Ohr tätowieren lassen.  Diese Liste wird in dem Buch noch fortgeführt. Noch ein interessanter Punkt sind die Tattoos der Mannschaft der „Bounty“. Die Meuterer konnten anhand ihrer Tattoos, die sie sich auf Haiti hatten stechen lassen, später erkannt werden. Hier, und in anderen Bereichen des Buches, beschreibt Abendroth sehr schön, wie sich das Tattoo in seiner geschichtlichen Laufbahn gewendet hat und wie es  auch zu einer Symbolik der Delinquenten wurde.
Was bei dem Buch aber gänzlich fehlt, sind irgendwelche begleitenden Illustrationen zum Text. Hier hat man nur die Möglichkeit sich die Quellen aus dem Anhang bei „Wikipedia“ oder den anderen Internetseiten anzuschauen um einen visuellen Eindruck zu gewinnen und auch seine Neugier zu befriedigen.
Im Mittelpunkt des Buches stehen die „gängigen“ Körpermodifikationen: Tattoos und Piercing. Die  anderen Modifikationen, wie Implantate, Brandings und auch der Gedanke der Verstümmelung bzw. Verschönerung werden in einem letzten Kapitel zusammengefasst.
Eine bunte Mischung erwartet den Leser und wer sich bisher noch nicht viel mit dieser Thematik auseinandergesetzt hat, für den ist das Buch ein guter Einstieg, da es viele Köpermodifikationen umreißt und auf die bekanntesten, Tattoos und Piercings, näher eingeht.
Kurz gesagt: Dieses Buch bietet einen guten Überblick über die gängigen und auch nicht so gängigen Körpermodifikationen. Wer sich für das Thema und seine Geschichte interessiert, der sollte zugreifen!

Fazit: Körpermodifikation für Einsteiger und Interessierte!

2,5 von 5 Punkten

 

Wir danken Ubooks Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Comments

avatar Alana Abendroth
0
 
 
Na, da hat aber jemand sehr unaufmerksam ins Buch geguckt. Das Buch hat 251 Fußnoten mit genauen Quellenbelegen und weiterführenden Informationen zum Thema - das kann man gar nicht übersehen!!
Und da sich heute jeder etwas unter einem Tattoo oder Piercing vorstellen kann, sind Abbildung auch nicht unbedingt vonnöten.
Abbildungen einiger "spezieller Bodymodificatio ns" hätten möglicherweise direkt auf den Index geführt, wie bereits bei anderen Werken zur Körpermodifikatio n - da reichen Internet-Hinwei se völlig.
Und hier: http://trimr.de/n2S kann man mal einen ersten Blick ins Buch - und auch auf die Quellenhinweise werfen!
avatar Jana
0
 
 
Sehr geehrte Frau Abendroth, ich habe in meiner Rezension gar nicht erwähnt, dass es keine Quellenangaben gibt, sondern nur, dass es 130 geschriebene Seiten mit der Geschichte der Körpermodifikatio n gibt.
Ich bitte um Entschuldigung für dieses Missverständnis und werde es in meiner Rezension deutlicher ausführen.
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