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Piper
Taschenbuch, Klappenbroschur, 224 Seiten
ISBN: 9783492275859
14,95 €




Ein kurzer Einblick

Sumo, Sony und Sashimi: So viel Japan kennt jeder. Mangas, Karaoke und andere Importe gehören längst auch bei uns dazu, und doch ist uns ihre Heimat immer noch fremd. Andreas Neuenkirchen entschlüsselt aufs Unterhaltsamste Land und Leute. Er verrät, wie Sie in japanischen Restaurants und Privathaushalten, im buddhistischen Tempel oder im shintoistischen Schrein, beim unverbindlichen Small Talk oder bei Geschäftsverhandlungen am besten zurechtkommen. Welche Speisen schmecken– und vor allem, wie man sie richtig isst. Dass man durch Schweigen mehr ausdrücken kann als durch Worte. Was bei Erdbeben zu beachten ist. Wie lange die Japaner Kirschbäumen beim Blühen zusehen. Und was es braucht, um ein Spitzenhäubchen auf besonders männliche Weise zu tragen.


Unsere Bewertung

Japan, ein Sehnsuchtsland, weit entfernt von heimischen Gefilden und doch scheinbar so nah. Sushi bekommt man inzwischen sogar schon im Discounter, Mangas sind in jeder gut sortierten Buchhandlung zu finden und seit einigen Jahren wird Karaoke auch für die Privatparty immer „normaler“. Dennoch ist Japan nicht so nah wie man es meint, all die Dinge, die in Europa für „typisch japanisch“ gelten sind nur ein Bruchteil dessen was dieses Land ausmacht. All das andere Typische erklärt Andreas Neuenkirchen in seiner „Gebrauchsanweisung“ und das auch noch sehr unterhaltsam. Manches Mal lacht man mit ihm über die „Seltsamkeiten“ wie die Hightech-Toiletten und die komischen Situationen beim Aufeinanderprall der Kulturen. Oftmals mag man sogar in lautstarkes Lachen ausbrechen. Zudem ist der Autor äußerst sympathisch, wenn er schreibt, dass er irgendwann auch die klischeehafte Hello Kitty-Katze kauft oder wenn er in einem Freizeitparadies wieder zum Kind wird. Neuenkirchen schafft es, dem unbedarften Westeuropäer das ferne unbekannte Land Japan nahe zu bringen ohne sich selbst als Kenner aufzuspielen oder auf die fremde Kultur hinabzusehen. Er respektiert die Andersartigkeiten (und das sind ja doch einige, und sei es nur der Lärm) und vergleicht nicht mit seinem Heimatland, er schätzt Japan für all die Dinge, die es ausmachen.  Kein einziges Kapitel ist langweilig, das Spektrum scheint unerschöpflich und immer wieder gibt es Neues zu entdecken.
In einem eigenen Kapitel widmet sich Neuenkirchen auch der Schrift und den sprachlichen Eigenheiten des Japanischen. Auch hier kommen kulturelle Unterschiede zum Tragen, beispielsweise in Sachen Höflichkeit.

Wer immer schon mal nach Japan wollte und es bisher nicht konnte, sollte sofort zu diesem Buch greifen. Es macht Spaß und – am wichtigsten – neugierig auf ein Land, das es wert ist entdeckt zu werden.


5 von 5 Punkten





Wir danken Piper für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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