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Piper
237 Seiten
Softcover / gebunden
14,95€
ISBN: 978-3492275439



Ein kurzer Einblick

Romanik und Romantik, Maare und Motoren
Die Eifel, der westlichste Zipfel Deutschlands, galt jahrhundertelang als das „rheinische Sibirien“. Von Koblenz, Köln, Aachen und Trier eingerahmt, ist sie eins der letzten Naturparadiese Europas, und zu ihren Trümpfen gehören die kristallklaren Quellen von Gerolstein, die Klosterkirche Maria Laach und eine weltbekannte Rennstrecke: der Nürburgring. Mit dem erfolgreichen Krimiautor Jacques Berndorf lernen wir das Reich der Burgen, Vulkane und Individualisten auf die kundigste, hintersinnigste Weise kennen.


Unsere Bewertung


„Burgen gibt es wie Sand am Meer, und fast nichts ist aus Plastik.“ Mit solchen und ähnlichen informativen wie heiteren Sätzen beschreibt Jacques Berndorf seine Heimat, die Eifel.
In jedem seiner Worte spiegelt sich wieder, wie gut er diese Landschaft, ihre Bewohner_innen und ihre Geschichte kennt. Und wie sehr er das „rheinische Sibirien“ liebt.
Wer dieses Buch liest, wird sich sicher ganz leicht anstecken lassen von den spannenden Geschichten, die der Autor zum Besten gibt, die Eifel einmal selbst zu besuchen.
Berndorf führt seine Leser_innen von einem zum nächsten Highlight der Eifel. Er schenkt den großen touristisch erfassten Orten genauso viel Aufmerksamkeit, wie den kleinen Perlen, von denen die Eifel viele hat. Er erklärt die geschichtlichen Eckdaten auf angenehme Art und Weise und hat immer einen Tipp, für ein gutes Restaurant oder eine urige Kneipe. Zudem lässt er auch die Gegenwart nicht außen vor und stichelt hin und wieder Richtung Politik.
Wer seine Krimis kennt, dem brauche ich nicht zu sagen, wie mitreißend und vor allem genau er beschreibt. Mit dieser Gebrauchsanweisung kann man sich einfach mitten in den Wald stellen und sich Satz für Satz vorankämpfen.

Wer einen objektiven Reiseführer erwartet, der wird natürlich enttäuscht sein, aber diese Aufgabe soll ja auch gar nicht erfüllt werden. Wer dann immer noch Kritik anbringen will, den könnte es stören, dass Berndorf so schrecklich oft erwähnt, wie schön die Eifel für Kinder sein kann. Recht hat er zwar, aber beim Lesen stört das dann doch etwas.

Meine Stimme hat die Gebrauchsanweisung Eifel jedenfalls. Ich lege es allen ans Herz, die sich für historisch und landschaftlich spannende Ecken interessieren. Wer sich von Berndorf nicht überzeugen lässt, sollte nicht herkommen. Dem Rest der Menschheit seien dann an dieser Stelle auch Berndorfs Eifelkrimis empfohlen.


4,5 von 5 Punkten



Wir danken Piper für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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