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Eine Kindheit ohne Bücher wäre keine Kindheit. Es wäre, als ob man aus dem verzauberten Land ausgesperrt wäre, aus dem man sich die seltsamste aller Freuden holen könnte.
Astrid Lindgren

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KBV
gebunden, 320 Seiten
mit Bildteil
ISBN: 978-3-942446-28-0
19,95 €


Ein kurzer Einblick

Offen, ehrlich und ohne Rücksicht auf sich selbst gibt Deutschlands erfolgreichster Krimi-Autor Auskunft – über seine aufregenden Zeiten als Reporter für die großen Magazine, über seine verlorenen Alkoholjahre und über sein neu gewonnenes Leben in der Eifel. Berndorf aus der Nähe: so spannend wie seine Romane.


Bewertung

Michael Preute alias Jacques Berndorf ist im letzten Monat 75 Jahre alt geworden. Anlässlich dieses Jubiläums hat "sein" Verlag, der KBV, diese Biografie herausgegeben. Ach ja, wieder so ein Buch voller Lobhudelei für einen viel zu sehr gehypeten Autoren, mag manch eine_r sagen. Aber so ist es nicht.

Fritz-Peter Linden hat mit Preute ausführlich gesprochen und auch sein Umfeld zu Wort kommen lassen. Diesen mittlerweile älteren Herren hat er angenehm schonungslos behandelt und befragt. Denn wer ein wenig von Preutes Geschichte(n) kennt, der weiß, dass er nicht nur ein strahlender Held gewesen ist in seinem Leben. Preute war lange Zeut Journalist für viele große deutsche Zeitungen und Zeitschriften. Während dieser Zeit schrieb er nicht nur wie ein Verrückter, er soff auch wie einer.
Linden berichtet in diesem Buch von Preutes Kindheit, den gescheiterten Ehen, der schweren Zeit als Alkoholiker, aber eben auch von der Überwindung der Sucht. Dabei hat ihm bekanntlich sein Umzug in die Eifel geholfen.
Die Liebesgeschichte zwischen Michael Preute und der Eifel, die schließlich in den Eifelkrimis, gemündet ist, ist allgemein bekannt. Preute-Fans und Eifel-Liebhaber_innen werden sich in diesen Kapitel des Buchs natürlich besonders wiederfinden. Es ist einfach schön zu lesen, wie dieser irgendwie getriebene Mann in der Eifel zu neuer Ruhe, Kreativität und einer Heimat gefunden hat.

Ein beeindruckendes Leben hat Michael Preute geführt und führt es ja immer noch. Positive und negative Erlebnisse kommen gleichermaßen zum Tragen und als Leser_in bekommt man den Eindruck, dass Linden keine Frage und Preute keine Antwort ausgelassen hat.
Fans von Baumeister-Krimis kommen natürlich auch voll und ganz auf ihre Kosten: Von der Entstehung der ersten Eifel-Krimis bis zu Parallelen zwischen Autor und Protagonist und wie es ist, ganz ungewollt der "Vater der Regionalkrimis" zu sein, erfährt man alle Hintergründe, die es zu kennen lohnt - und noch viel mehr.


Fazit

Wie ein großes beeindruckendes Interview liest sich diese Biografie. Herrlich nah am "Objekt", ehrlich und spannend. Wer gerne mal ein Schwätzchen mit Michael Preute führen möchte, sich aber nicht traut oder nciht die Gelegenheit bekommt, der/die lese dieses Buch.

 

5 von 5 Punkten

 

Wir danken dem KBV für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.