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Weisheiten

Eine Kindheit ohne Bücher wäre keine Kindheit. Es wäre, als ob man aus dem verzauberten Land ausgesperrt wäre, aus dem man sich die seltsamste aller Freuden holen könnte.
Astrid Lindgren

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  • 18.05., 20.15 Uhr, RTL II: „Die Bourne Identität“ (Robert Ludlum)
  • 19.05., 20.15 Uhr, 3SAT: „Der Reigen“ (Arthur Schnitzler)
  • 19.05., 23.15 Uhr, RBB: „Jakob der Lügner“ (Jurek Becker)
  • 22.05., 20.15 Uhr, Tele 5: „Gefangene der Zeit“ (1+2) (Madeleine L'Engle)
  • 22.05., 23.45 Uhr, Hessen: „Maria Wern, Kripo Gotland – Kinderspiel“ (Anna Jansson)
  • 23.05., 22.55 Uhr, WDR: „Mankells Wallander: Tod im Paradies“ (Henning Mankell)
  • 24.05., 0.50 Uhr, Das Erste: „Misery“ (Stephen King)
  • 25.05., 20.15 Uhr, Das Vierte: „Doktor Schiwago“ (1/2) (Boris Pasternak)
  • 25.05., 23.30 Uhr, Das Erste: „Utta Danella: Der schwarze Spiegel“ (Utta Danella)

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Suhrkamp
Hardcover, 401 Seiten
ISBN 978-3-518-42033-1
24,95 €

(Das Buch ist inzwischen auch als Taschenbuch erhältlich.)



Ein kurzer Einblick

Die Liebesbeziehung zwischen den beiden bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern nach 1945 beginnt im Wien der Nachkriegszeit. Bachmann studiert dort Philosophie, für Paul Celan ist Wien eine Zwischenstation. Im Mai 1948 lernen sie einander kennen, Ende Juni geht er nach Paris. Ihr Briefwechsel nach der Trennung ist zuerst schütter, verläuft zögernd, dann setzt er sich fort in immer neuen dramatischen Phasen. Jede dieser Phasen hat ihr eigenes Gesicht: ihren besonderen Ton, ihre Themen, ihre Hoffnungen, ihre Dynamik, ihre eigene Form des Schweigens. Ende 1961 brechen das briefliche Gespräch und die persönlichen Begegnungen ab, als sich Celans psychische Krise auf dem Höhepunkt der >Goll-Affäre< zuspitzt.


Unsere Bewertung

Der Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan ist genauso schön wie schwierig. Man spürt sofort, dass hier nicht einfach nur zwei Liebende einander schreiben, sondern zwei Lyriker. Die Sprache der Briefe ist besonders am Anfang schön, auch wenn nicht so romantisch wie man sich es vielleicht vorstellt. Ab und an blitzt ein „Verliebtsein“ auf.
Der prozentuale Anteil des jeweiligen Schreibenden wechselt sich ab, mal schreibt Bachmann mehr, mal Celan, aber überwiegend Bachmann.
Leider werden die Briefe und Telegramme besonders gegen Ende immer schwerer verständlich und man braucht ein gewisses biographisches Hintergrundwissen, um annähernd zu verstehen, wieso Ingeborg Bachmann so wütend schreibt und Celan nicht antwortet.
Genauso schwer verständlich sind die Briefe, die sich Celan und Max Frisch geschrieben haben; anders lesen lassen sich da schon die Briefe zwischen Celans Frau und Ingeborg Bachmann, die manchmal schwer zu verstehen sind, aber auf emotionaler Ebene. Die beiden Frauen hegten keinen Groll aufeinander, sondern verstanden sich sogar.


Fazit


Ein Briefwechsel ist nicht immer etwas, was man als normaler Leser lesen kann und soll, besonders wenn er so zerrissen ist wie „Herzzeit“. Für die Forschung ist der Briefwechsel jedoch sehr wertvoll, er wirft auf viele Werke der beiden Dichter ein ganz anderes Licht und ermöglicht einen zusätzlichen, neuen Blickwinkel.



2,5 von 5 Punkten