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Dtv
Taschenbuch, 192 Seiten
ISBN 978-3-423-21153-6
8,95 €




Ein kurzer Einblick

Neugierig und abenteuerlustig wie sie ist, landet Vera Hohleiter in Korea. Durch Zufall wird sie für eine populäre Fernsehshow engagiert. In- und außerhalb des Studios begegnen ihr Workaholics und Nationalisten, Trunkenbolde und Missonare, egomanische Regisseure und schwermütige Expats, die sich manchmal eine Verschnaufpause im rasanten koreanischen Alltag wünschen. So schrill, chaotisch und unberechenbar Korea auch sein mag, lässt das Land Vera Hohleiter doch so schnell nicht wieder los.



Unsere Bewertung

Asiatische Länder zu bereisen, ist immer noch etwas Besonderes, auch wenn es schon fast im Trend liegt. Bei den üblichen Verdächtigen ist aber selten Korea dabei – nicht so bei Vera Hohleiter, die ihrer Liebe in dieses Land folgt (von besagter Liebe hört man dann übrigens nicht mehr viel, was sehr schade ist, hätte dieser Aspekt doch auch viel hergegeben). Sie hat mit Kulturschock ebenso zu kämpfen wie mit der Sprache und den unbekannten Gepflogenheiten, die manchmal so ganz anders sind als in Deutschland, ihrem Heimatland. Als Vegetarierin hat sie einen ganz schlechten Stand in Korea, wo man sehr viel Fleisch isst – trotzdem besteht sie auf ihrer vegetarischen Kost und lässt sich nicht abbringen.
Der Klappentext gibt leider mehr als einen „kurzen Einblick“, im Prinzip verrät es bereits den gesamten Inhalt, wenn auch nicht detailliert. Die einzelnen Kapitel sind lose miteinander verbunden und widmen sich jeweils einem eigenen Thema. Mal eine Hochzeit, mal eine Fernsehshow, mal das Thema Essen und mal Ungeziefer in der Wohnung. Die im Klappentext groß angekündigte Teilnahme an einer Fernsehshow ist zwar ein bedeutenderer Abschnitt in Hohleiters Leben in Korea, aber im Buch findet er nur genauso seinen Platz wie die anderen Themen.

Man könnte es so ausdrücken: Das Buch ist ein kurzweiliger, sehr subjektiver Bericht über eine, die auszog, gegen eine fremde Kultur zu bestehen. Hohleiter gibt sich zwar stoisch (wie gesagt, sie lässt sich nicht verbiegen), aber niemals überheblich. Die fremde Kultur verwundert sie, aber sie versucht, sich damit abzufinden (was den Koreanern umgekehrt manchmal wohl nicht zu gelingen scheint) und zu arrangieren. Trotzdem ist es ein Buch, das nicht tiefgehend beeindruckt und von dem viel zurückbleibt, daher nur


2,5 von 5 Punkten

 

 

Wir danken dem Deutschen Taschenbuch Verlag für das zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

 

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