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KiWi Verlag
Taschenbuch, 224 Seiten
ISBN: 978-3-462-04157-6
7,95 €




Ein kurzer Einblick

Todesanzeigen üben auf viele Menschen eine ungeheure Faszination aus. Ihre Lektüre erlaubt nicht nur den Abgleich mit den eigenen Lebensdaten, sie vermittelt mitunter auch ungewöhnliche und unterhaltsame Einblicke in das Leben der anderen.

Die Auswahl in diesem Buch reicht von Selbstanzeigen (»Ich bin dann mal weg« oder »Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit«), nachträglichen Klarstellungen (»Er hatte Vorfahrt« oder »Scheiß Motorrad«), Rätselhaftem (»Ein Gänseblümchen macht für immer Bubu«) über Hassanzeigen (»Jetzt wird gefeiert!« oder »Zum Tod von Dr. Volker P. fällt mir nur ein Wort ein: Danke! Ein Patient«) und letzte Grüße (»He Uli, es war schön mit dir«) bis zu überraschenden Motti (»Ein letztes Zapp-Zerapp« oder »s’is Feierobnd«).


Unsere Bewertung

Das Buch ist mir erstmal durch seine außergewöhnliche Aufmachung aufgefallen: Sieht aus wie ne Todesanzeige! Und tatsächlich, da hat jemand ein Buch mit lauter Todesanzeigen veröffentlicht! Es gibt tatsächlich Leute, die sammeln Todesanzeigen!
Ich hab das alles vorher nicht gewusst und mir war auch nicht klar, wie spannend es sein kann, die Anzeigen zu lesen.
Wie der Verlagstext oben schon beschreibt, können solche Todesanzeigen sehr vielfältig sein. Wahnsinn, wie manche Leute in einer kurzen Anzeige eine ganze Familientragödie unterbringen können.
Während ich das Buch gelesen habe, war ich ständig zwischen lautem Lachen und herzzerreißendem Weinen. Besonders die Selbstanzeigen sind oft sehr humorvoll, aber wenn du lesen musst, wie ein kleines Mädchen voller niedlicher Rechtschreibfehler an ihren toten Vater schreibt, dann musst du einfach weinen.

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der einen manchmal etwas grenzwertigen Humor mag und es liebt, bei einem Buch jegliche Art von Gefühl zu durchleben.
Ich jedenfalls werde ab heute Todesanzeigen sammeln!

Manche Anzeigen fand ich aber nicht so gut ausgewählt, weil sie schlicht nicht lustig oder sonst wie besonders waren, deshalb werde ich nicht die Höchstpunktzahl vergeben.


4 von 5 Punkten

 

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