Sonntag, 16. Dezember 2012

Rezension: Wahre Helden (Paul Kidby, Terry Pratchett)

Manhattan
Gebundenes Buch, 176 Seiten
ISBN: 978-3-442-54531-5
24,00 €

Ein kurzer Einblick

Das letzte Stündlein scheint für die Scheibenwelt geschlagen zu haben! Eine Horde alternder Helden um Cohen den Barbar macht sich auf den Weg nach Cori Celesti, dem heiligen Berg in der Mitte der Welt, um den Göttern im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle heiß zu machen. Mit einer gewaltigen Sprengladung wollen sie den Unsterblichen das in mythischer Vorzeit gestohlene Feuer zurückbringen — gewissermaßen mit Zinsen.
Als Lord Vetinari von dem drohenden Unheil erfährt, ruft er den genialen Erfinder Leonard von Quirm zu Hilfe. In Windeseile konstruiert dieser eine von Sumpfdrachen gezogene Flugmaschine und macht sich gemeinsam mit Hauptmann Karotte und dem Zauberer Rincewind auf den Weg, um Cohen und seine Horde aufzuhalten. Die Reise hat nur einen Haken: Um rechtzeitig am heiligen Berg anzukommen, müssen die drei über den Rand der Scheibenwelt hinaus zu Orten vorstoßen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.
Im Stil von Jules Vernes Reise zum Mond präsentiert Terry Pratchett in Wahre Helden seine Scheibenwelt einmal aus der kosmischen Perspektive. Ein bunte Mischung aus verschiedenen griechischen Mythen dient ihm dabei als Hintergrund für eine humorvolle Parodie auf die Konventionen einschlägiger Fantasy-Literatur. Abgerundet wird Pratchetts vergnüglicher Kurzroman durch die erstklassigen, mit viel Liebe zum Detail gestalteten Illustrationen von Paul Kidby.

Geschrieben von um 17:07 Uhr.