Interviews

© Jeanine Krock

Jeanine Krock 11. Mai 2014

Büchern bin ich verfallen, seitdem ich lesen kann, und Geschichten habe ich mir auch schon im Kinderzimmer ausgedacht, nur aufgeschrieben habe ich sie – auch später – so gut wie nie. Bis ich eines Tages einen Sportunfall hatte. Da gab es noch kein Internet, wie wir es jetzt kennen und Bücher kaufte man in der Buchhandlung. Weil ich aber nicht laufen konnte, war das furchtbar kompliziert.

Also habe ich überlegt, wie sich mein Verstand in Bewegung halten ließ und bald darauf meine erste Vampirgeschichte aufgeschrieben.
Das ist womöglich der Grund, warum ich heute für Fantasy-Romane bekannt bin. Hätte ich damals mit einem Krimi begonnen, wäre vielleicht zuerst eine Krimiautorin aus mir geworden.

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© Peter Berger

Celeste Ealain 28. Oktober 2013

Es ist immer schwer sich selbst zu betrachten, daher werde ich versuchen mich zu beschreiben, wie andere es manchmal tun. Nämlich als schrilles, buntes Energieknäuel, das für jeden Spaß zu haben ist. Ich schätze, ich gehöre zu den Menschen, die gerne ihre Grenzen ausloten und jedes Mal, wenn ich gesagt bekomme: ‚Lass das lieber sein, das ist nichts für dich’, dann war dies die stille Herausforderung, die ich zu nehmen pflege. Vor allem im kreativen Sektor fühle ich mich zu Hause. Ich bin international ausgezeichnete Künstlerin (Acrylmalerei mit Spezialeffekten), nehme hier und da Aufträge für Innenraumgestaltung an und nun hat mich die Leidenschaft zum Schreiben verleitet.

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© Thomas Ollendorf

Christian Gailus 09. Februar 2013

Der Unterschied zwischen Dierk Gewesen und mir ist ja: Er macht´s aus Idealismus, ich für Geld. Und da gilt die einfache Formel: Je mehr Bücher verkauft werden, desto mehr Taler klingeln in meiner Tasche. Deshalb habe ich auch, nachdem das Buch draußen war, überall in Deutschland in den Buchhandlungen angerufen und mit verstellter Stimme mein Buch bestellt. Das Resultat war nicht so prickelnd: Die Läden haben die Dinger wieder an den Verlag zurückgeschickt, und ich hatte ´ne horrende Telefonrechnung.

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Bernd Perplies 12. Februar 2012

Ich muss gestehen, es widerstrebt mir, zu behaupten, dass meine Romane besser seien als die meiner Autorenkollegen. Jeder Autor hat seine eigene Art, Bücher zu schreiben. Und jeder Leser hat seine persönlichen Vorlieben, die zum Stil des einen oder des anderen Autors besser passen. Zu behaupten, meine Romane wären besser als andere, wäre daher eine sehr subjektive Sichtweise (und wenn sie vom Autor stammt, auch noch eine recht selbstverliebte).

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© Florian Lacina

Thomas Finn 21. November 2010

Oje, es ist immer etwas schwierig, etwas zu sich selbst zu sagen. Ich bin zum Zeitpunkt dieses Interviews 43 Jahre alt, Hamburger und damit in manchen Wesenszügen sicher ein typischer Hanseat. Ich liebe es beruflich wie privat Geschichten zu erzählen, ich mag phantastisches Kino, gute TV-Serien und gute Bücher. Darüber hinaus halte ich mich mit Kampfsport und gelegentlichem Joggen fit. Mehr kann man auf meiner Webseite unter www.thomas-finn.de nachlesen.

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© Andreas Külken

Annette Langen 31. Oktober 2010

Höchstwahrscheinlich hatte ich frühkindliche Prägung und wuchs mit unzähligen Büchern in einer Buchhändlerfamilie auf. Wie ich zum Schreiben gekommen bin? Nun, da gab es eine prägende Begegnung. Als ich sieben Jahre alt war, war ein Schriftsteller mit seiner Familie nach der Lesung bei uns zu Gast. Bis dahin dachte ich, dass Schriftsteller in einer Art Olymp leben würden. Doch dann kippte der Sohn des Schriftstellers versehentlich seine Teetasse um - und plötzlich erschien es mir nicht mehr unmöglich, Schriftsteller zu werden.

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Michael Bresser 11. Juli 2010

Ich bin 39 Jahre jung und lebe seit zwei Jahren mit meiner Familie in Hannover. Ursprünglich komme ich aus dem nördlichen Ruhrgebiet (Kirchhellen) und habe danach zehn Jahre in Duisburg gelebt. Nach einem abgebrochen Germanistik- und Philosophiestudium habe ich eine kaufmännische Ausbildung absolviert und ein MBA-Studium abgeschlossen. Mit dem Schreiben habe ich während des Studiums begonnen. Zusammen mit meinem Freund Martin (Schlagzeuger unserer früheren gemeinsamen Band Arden) haben wir die Münsterland-Krimis mit dem Detektiv Dieter Nannen entwickelt. Bis zur Veröffentlichung durch einen großen Verlag verstrichen allerdings mehr als zehn Jahre.

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Sarah Lukas 27. Juni 2010

Nun, ich bin eine passionierte Schriftstellerin aus dem Rhein-Main-Gebiet. Meine Wurzeln liegen hier, und nach etlichen Jahren in anderen Gegenden Deutschlands lebe ich nun auch wieder in Wiesbaden. Ich bin Jahrgang 1972, habe u. a. Anglistik, Geschichte und Psychologie studiert und das Schreiben mittlerweile zum Beruf gemacht. In meiner Freizeit gehe ich sehr gern wandern, aber auch ins Kino oder spiele mit meinem Neffen und meinem Hund.

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© Inga Ott

Joachim Seidel 23. März 2010

Ich habe früher Drehbücher und auch Kolumnen für die Frankfurter Rundschau geschrieben. Das Genre Roman kam so um die Ecke geschlichen, und dann musste ich loslegen.

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Atlantis Verlag 06. März 2010

Der Atlantis Verlag firmiert seit rund zehn Jahren unter diesem Namen, vorher hieß er Arkham Press. Er kommt, wie nicht wenige Kleinverlage aus dem phantastischen Bereich, aus dem Fandom. Früher wurden die Titel in erster Linie eher direkt an die Kunden verkauft, oder aber über den so genannten Fachhandel, also Händler, die sich auf Käufer konzentriert haben, die sich für Phantastische Literatur interessieren. Schwerpunkt des Programms waren früher eher Serien. Im Laufe der letzten Jahre hat sich der Absatz verlagert, hin zum Buchhandel.

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Thomas Plischke (2) 30. Dezember 2009

Aber arbeiten wir die Liste der Inspirationsquellen mal der Reihe nach ab und fangen mit allerlei Gedrucktem an: Bei den Büchern habe ich mich im Rahmen einer anderen Arbeit (um genau zu sein, einem Artikel über die Verquickung von Politik und (Super-)Heldenverehrung in der US-amerikanischen Gesellschaft für das Sci-Fi-Jahr 2009) vor allem auf die Sekundärliteratur beschränkt. Bei den Comics hingegen kämpfe ich mich mittlerweile seit Jahren hauptsächlich durch die X-Men und ihre zahllosen Ableger (und zwar chronologisch, was manchmal alles andere als leicht ist).

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Carsten S. Henn 20. Dezember 2009

Das Spiel mit Worten habe ich immer schon geliebt. Bevor ich schreiben konnte, habe ich mir Liedtexte ausgedacht. Später dann – in der Grundschule schon –schrieb ich, zuerst journalistisch, dann Lyrik, Kurzgeschichten und schlussendlich Romane.

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© Victor S. Brigola

Ralf Isau 28. November 2009

Die Massenmedien sind für mich ein zweischneidiges Schwert. Einerseits können wir viel Nutzen aus ihnen ziehen – das Internet ist für mich ein wichtiges Werkzeug bei der Recherche geworden. Trotzdem sollte man sich immer vergegenwärtigen, dass alle Medienbeiträge auch nur von subjektiven Individuen stammen. Jeder engt – bewusst oder unbewusst – durch seine Vorlieben, Abneigungen, Gefühle, Vorurteile und Erfahrungen die Sicht auf das von ihm öffentlich behandelte Thema ein. Sich sein Lebenskonzept aus dem Internet downzuloaden halte ich tatsächlich für eine Gefahr. Wenn man sich allerdings dazu zwingt, verschiedene Quellen sprechen zu lassen und bei der Abwägung den eigenen Verstand nicht abzuschalten, dann können die Medien eine nützliche Hilfe bei der Orientierung sein.

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Brigitte Riebe 30. Oktober 2009

Ich mag Kinder und Jugendliche ganz besonders gern und hatte während und nach meines Studiums ausreichend Gelegenheit, als Museumspädagogin mit ihnen zu arbeiten (siehe oben Geschichte durch Geschichten erzählen…). Was mit am meisten daran gefällt, ist, dass sie so ehrlich sind. Erwachsene schauen zur Seite oder denken an etwas anderes, wenn ihnen etwas nicht zusagt, bei Jugendlichen merkt man das sofort.
Für mich eine große Herausforderung, die mich reizt.
Außerdem ist mir das ganze „Fantasy-Gedöns“ (Sorry, aber ich will auch ehrlich sein!), das im Moment abgeht, ein bisschen viel. Warum sich immer in virtuelle Welt beamen, wo die Welt, in der wir leben und in der Menschen vor uns gelebt, geliebt, geträumt und gearbeitet haben, doch so viel hergibt?

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© Ulrich Wickert

Ulrich Wickert 21. Oktober 2009

Lesen war für mich immer schon ein Vergnügen. Als Kind habe ich natürlich auch Dinge gelesen, die meine Eltern furchtbar fanden, so die Hefte von Pete, dem Cowboy. Aber mir hat’s nicht geschadet, sondern irgendwann bin ich dann bei Enid Blyton und den Abenteuerbänden gelandet, es ging weiter, über Dostojewski einerseits und John Steinbeck anderseits zu Tonio Kröger, Wilhelm Meister, Eichendorff….. Na ja.. und es geht immer noch weiter.

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Matthias Sachau 27. Juli 2009

Ein Mann, blond, mit den ersten grauen Strähnen und in Sachen Kleidung mit einer Vorliebe für das Zeitlose und Unprätentiöse in Blau- und Weißtönen. Darüber hinaus ein hoffentlich angenehmes Lächeln, bedingungslose Hingabe an Monty Python, Ernst Lubitsch, Blake Edwards, Douglas Adams und an die Klaviermusik von Claude Debussy und Maurice Ravel sowie eine großzügige Quelle für durchgeknallte Geschichten im Kopf. Das ist alles, was ich im Moment sicher weiß.

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Thomas Plischke (1) 24. Juni 2009

Am Anfang steht immer ein Grundgedanke, der Ole oder mich umtreibt. Bitte fragen Sie mich aber nicht, woher diese Ideen kommen, denn das kann wohl kaum ein Kreativer mit absoluter Gewissheit sagen. Sie entstehen einfach – manchmal steigen sie langsam wie eine Gasblase aus dem Morast des Halbbewussten, ab und zu trifft einen der berühmt-berüchtigte Geistesblitz aus heiterem Himmel, und gelegentlich muss man einen groben Klotz, der einem schon seit einiger Zeit quer im Hirn sitzt, zu einem einigermaßen ansprechenden und handlichen Projekt zurechtschnitzen

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Iny Lorentz 16. März 2009

Wir sind seit über einem Vierteljahrhundert verheiratet, obwohl Freunde uns damals höchstens ein halbes Jahr zugebilligt haben, und genauso lange schreiben wir auch zusammen. Iny stammt aus Köln und ist dort auch aufgewachsen. Aus beruflichen Gründen siedelte sie nach München um und arbeitete bis Ende 2006 in der EDV eines Versicherungskonzerns. Elmar hingegen ist Franke und zog ebenfalls aus beruflichen Gründen nach München. Da kannten wir uns bereits zwei Jahre und fanden, dass wir zusammenpassten. An dieser Erkenntnis hat sich bis heute nichts geändert. Elmar arbeitete ebenfalls bis Ende 2006 im gleichen Konzern. Mittlerweile leben wir als freie Schriftsteller in einem Dorf bei München.

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