Donnerstag, 11. Januar 2018

News: 90. Todestag: Thomas Hardy

Liebe Leserinnen und Leser,

heute jährt sich zum 90. Mal der Todestag des bekannten englischen Schriftstellers Thomas Hardy. Dieser wurde am 02. Juni 1840 in der Nähe von Dorchester geboren. Im Alter von zehn Jahren wechselte er an die Schule in Dorchester, um mit 16 Jahren nach dem Vorbild seines Vaters, der Baumeister war, eine Architektenausbildung zu beginnen. 1862 fand er eine Anstellung als Kirchenrestaurator in London, wo er fünf Jahre lebte, zahlreiche Galerien, Vorträge und Konzerte besuchte und mit dem Verfassen von Gedichten begann. 1867 kehrte er in seine Heimat zurück und widmete sich nun neben seiner Architektentätigkeit dem Schreiben von Romanen. Sein erster Roman „The Poor Man and the Lady“ fand noch keinen Verlag, sein zweites Werk „Desperate Remedies“ jedoch wurde 1871 veröffentlicht. 1872 folgte direkt „Under the Greenwood Tree“ und 1874 schließlich „Far from the Madding Crowd“. Im gleichen Jahr heiratete er Emma Lavinia Gifford, die er 1870 in Cornwall kennen gelernt hatte. Das Paar bekam keine Kinder und entfernte sich über die Jahre zusehends voneinander. Durch den Erfolg seiner Bücher konnte Hardy sich nunmehr komplett auf die Schriftstellerei konzentrieren, so dass in den folgenden 20 Jahren zahlreiche Bücher von ihm herausgebracht wurden, die bekanntesten davon sind „Tess of the d’Urbervilles“ (1891) und „Jude the Obscure“ (1895). Danach veröffentlichte Hardy nur noch Gedichte, beginnend mit der Sammlung „Wessex Poems“ (1898). 1912 starb schließlich seine Ehefrau Emma, zwei Jahre später heiratete Hardy seine Sekretärin Florence Dugdale. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er zurückgezogen auf Max Gate am Rande von Dorchester, stetig im Kontakt zu anderen literarischen Größen seiner Zeit, die ihn regelmäßig besuchten. Am 11. Januar 1928 starb Hardy auf Max Gate.

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Euer Legimus-Team

Geschrieben von um 09:52 Uhr.
Dienstag, 09. Januar 2018

News: 110. Todestag: Wilhelm Busch

Liebe Leserinnen und Leser,

heute jährt sich zum 110. Mal der Todestag von einem der bekanntesten deutschen Bilderbuchautoren: Wilhelm Busch. Dieser wurde am 15. April 1832 als erstes von sieben Kindern einer Kaufmannsfamilie in Wiedensahl in der Nähe von Hannover geboren. Ab 1841 lebte Busch bei seinem Onkel in der Nähe von Göttingen, der sich in Form von Privatunterricht um dessen Ausbildung kümmerte. Sechs Jahre später zog Busch nach Hannover, um am Polytechnikum auf Wunsch des Vaters Maschinenbau zu studieren. 1851 wechselte er an die Kunstakademie Düsseldorf, um Maler zu werden, ein Jahr später an die Königliche Akademie der schönen Künste in Antwerpen, die er 1853 aufgrund einer Typhuserkrankung wieder Richtung Heimat verließ. Während seiner Genesung sammelte er mündliche überlieferte Sagen, Märchen und Volkslieder, um 1854 schließlich sein Kunststudium in München an der Akademie der bildenden Künste fortzusetzen. Dort arbeitete er auch für die humoristische Zeitschrift „Fliegende Blätter“, die Zeichnungen und Gedichte von ihm abdruckte. 1865 erschien schließlich sein heute bekanntestes Werk „Max und Moritz“. In der Folge, als Busch zunächst in Frankfurt und ab 1878 wieder in seinem Geburtsort bei seiner verwitweten Schwester Fanny wohnte, erschienen weitere bekannte Werke: 1867 „Hans Huckebein, der Unglücksrabe“, 1872 „Die fromme Helene“, 1876 „Herr und Frau Knopp“, 1884 „Maler Klecksel“ und 1893 seine Autobiografie „Von mir über mich“. 1898 zog Busch schließlich mit seiner Schwester zu seinem Neffen nach Mechtshausen am Harz, wo er am 09. Januar 1908 starb.

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Euer Legimus-Team

Geschrieben von um 10:52 Uhr.
Montag, 01. Januar 2018

News: Veranstaltungen im Januar und Februar 2018 bei Lehmanns in Leipzig

Liebe Leserinnen und Leser,

wir begrüßen euch in 2018! Lehmanns in Leipzig lässt dieses Jahr den Januar langsam angehen, doch im Februar wird schon wieder Fahrt aufgenommen:

Veranstaltungsort: Lehmanns Media, Grimmaische Straße 10, 04109 Leipzig

Donnerstag, 25.01.2018
Beginn: 20.15 Uhr, Eintritt: 7,50 €/ 6 €
Autorenlesung: Dr. Vivien Suchert mit „Sitzen ist fürn Arsch – Warum die sitzende Lebensweise unsere Gesundheit gefährdet und was wir dagegen tun können“

Donnerstag, 08.02.2018
Beginn: 20.15 Uhr, Eintritt: 7,50 €/ 6 €
Autorenlesung: Wolfger Pöhlmann mit „Es geht um die Wurst – Eine deutsche Kulturgeschichte“

Donnerstag, 15.02.2018
Beginn: 17.00 Uhr, Eintritt: 6 €/ 5 €
Autorenlesung: Martin Schäuble mit „Endland“

Freitag, 23.02.2018
Beginn: 20.15 Uhr, Eintritt: 7,50 €/ 6 €
Autorenlesung: Dr. Hans Hartmann mit „Wege aus dem Mama-Burnout – Abstand gewinnen und neue Kraft tanken“

Dienstag, 27.02.2018
Beginn: 20.15 Uhr, Eintritt: 17 €/ 15 €
Autorenlesung: Patrick Salmen mit „Treffen sich zwei Träume. Beide platzen.“

 

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Mit diesen Veranstaltungen wünschen wir euch wieder viel Spaß.

Euer Legimus-Team

Geschrieben von um 14:06 Uhr.
Mittwoch, 27. Dezember 2017

News: Unsere persönlichen Ausblicke rund ums Buch 2018

Liebe Leserinnen und Leser,

nachdem wir an Heiligabend bereits unseren persönlichen Rückblick auf das literarische Jahr 2017 dargestellt haben, möchten wir euch heute einen Ausblick auf die Bücher und die Ereignisse rund ums Buch im Jahr 2018 geben, auf die wir uns am meisten freuen und auf die ihr in Form von neuen Rezensionen gespannt sein könnt. Auf welche Bücher, Buchverfilmungen oder Literaturfeste freut ihr euch 2018 am meisten? Lasst uns gerne einen Kommentar da!

Saschas Ausblick

Immer, wenn ein Romanautor mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wird und ich noch keines seiner Werke gelesen habe, nehme ich mir vor, dies nachzuholen. Da ich dies in diesem Jahr noch nicht geschafft habe, habe ich mir für das nächste Jahr vorgenommen, Kazuo Ishiguros wohl bekanntesten Roman, „Was vom Tage übrig blieb“, zu lesen. Zudem erscheint im September der dritte Teil von Carmen Korns Jahrhunderttrilogie, „Zeitenwende“. Auch wenn ich vom zweiten Teil sehr enttäuscht war, werde ich mir wohl den dritten Band zur Gemüte führen, um zu erfahren, wie es mit den im ersten Teil liebgewonnenen Charakteren weitergeht. Auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher) liegt außerdem aus meinem letzten Urlaub noch José Saramagos „Geschichte der Belagerung von Lissabon“, bei dem ich mir fest vorgenommen habe, es zu lesen. Darüber hinaus werde ich es auf mich zukommen lassen, welche neuen Werke im nächsten Jahr veröffentlicht werden oder welche Autoren ich über die verschiedensten Wege für mich entdecke. Ein Pflichttermin für mich ist dabei natürlich wie jedes Jahr die Frankfurter Buchmesse im Oktober, von der ich sicherlich wieder einige Anregungen mitnehmen werde.

Susannes Ausblick

Wie Sascha bereits schön erklärt hat, ist ein SuB ein Stapel ungelesener Bücher. Habt ihr so einen? Die Bücher auf dem Bild sind nur ein kleiner Teil von meinem SuB und ich habe mir für 2018 vorgenommen, diesen zu verkleinern. Ob ich es schaffen werde? Das bleibt abzuwarten, denn ich kann fast an keinem Buchladen vorbeigehen, ohne mir das ein oder andere neue Buch zu holen.
Mein Stapel ist dabei auch wieder gut gemischt mit Krimis, Sach- und Kinderbüchern, Biographien und Vertretern aus Fantasy und Science-Fiction. Dabei gehe ich nicht speziell nach Autoren, sondern die Bücher müssen mich inhaltlich einfach ansprechen. Eine Ausnahme gibt es: Dan Wells. Seine Serienkiller-Reihe hat mich so überzeugt, dass ich auch alle seine anderen Bücher verschlungen habe und dies auch weiterhin so handhaben werde. Denn seine tollen Ideen gepaart mit seinem flüssigen Schreibstil fesseln mich regelmäßig und haben mich bisher noch kein einziges Mal enttäuscht. Wenn sein nächstes Buch erscheint, landet dieses also mit 100%iger Garantie ganz oben auf dem Stapel. Ansonsten lasse ich immer mein Buchgefühl entscheiden, für welches Buch ich gerade Lust und Laune habe.

Kims Ausblick

Ähnlich wie in diesem Jahr wird mein Buchjahr 2018 wieder mit einigen liebgewonnenen Reihen beginnen, auf deren nächsten Band ich schon sehnsüchtig warte. Im Januar erscheint der nächste Islandkrimi „Der Reisende“ von meinem Lieblingskrimiautor Arnaldur Indridason, der mich wieder in seiner typisch melancholischen Stimmung ins verschneite Island entführen wird, auch wenn der Roman leider keine Fortsetzung der Erlendur-Reihe darstellt. Im März kommt schließlich der zweite Teil der Nicolas Le Floch-Reihe „Commissaire Le Floch und der Brunnen der Toten“ von Jean-Francois Parot heraus, der hoffentlich an den herausragenden ersten Band heranreichen kann, der einen sehr spannenden Ermittlungsfall mit der sympathischen Hauptfigur und dem gut recherchierten historischen Kontexts des Paris des 18. Jahrhunderts verband. Außerdem warte ich immer noch auf die Verkündung des Erscheinungsdatums des 4. Cormoran Strike-Romans von Joanne K. Rowling unter dem Pseudonym Robert Galbraith, der bereits für 2017 angekündigt war.
Einen SuB habe ich natürlich auch seit vielen Jahren bei mir zu Hause liegen, der durch zahlreiche Weihnachtsgeschenke in Buchform noch höher geworden ist. Wie die anderen möchte ich diesen gerne im neuen Jahr ein wenig verkleinern, sehe aber eher schwarz dafür, da auch ich kaum an einem Buchladen vorbeigehen kann, ohne zumindest ein neues Buch zu erwerben. 2018 jährt sich zudem der Geburtstag von Karl Marx zum 200. Mal, da hoffe ich auf einige neue Biografien und andere Werke rund um seine Person, die mich seit meiner späten Jugend immer wieder beschäftigt hat.

Benjamins Ausblick

Ich werde weiter an meinem Plan festhalten, erst einmal die Romane meiner Lieblingsautoren zu lesen, anstatt kreuz und quer die Buchlandschaft abzugrasen. China Miéville, A. Lee Martinez und Christian von Aster werden mich zu Anfang 2018 noch ein Weilchen begleiten. Dann möchte ich endlich den Roman »Sirup« von Max Barry, der mit seinen Gesellschaftssatiren unheimlich punkten kann, lesen. Kealan Patrick Burke, der mich seinerzeit mit »Timmy Quinn«, erschienen bei Eloy Edictions, begeistern konnte, habe ich bereits mit in die Top 10 der zu lesenden Autoren aufgenommen, auch wenn mir »Seelenhandel« nicht so gut gefiel. So richtig abartig freuen tue ich mich gar nicht mal so so sehr auf bereits angekündigte Veröffentlichungen, sondern auf George R. R. Martins »Game of Thrones«. Die Mosaik-Romane um die Superhelden aus »Wild Cards« begeistern mich, obwohl er nur federführend beteiligt ist. Die Einzelromane (»In der Haut des Wolfes«, »Planetenwanderer«), die ich bisher las, zogen mich in den Bann. Da wird es Zeit, seine anderen Science-Fiction-Romane und vor allem das Fantasy-Epos, das Leser und TV-Zuschauer gleichermaßen begeistert, selbst zu lesen.

Geschrieben von um 12:19 Uhr.
Montag, 25. Dezember 2017

News: Frohe Weihnachten 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

wir wünschen euch allen schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch in das Jahr 2018! Für Weihnachten drücken wir euch die Daumen, dass ihr ganz viel Lesestoff, DVDs von Buchverfilmungen, Karten für Lesungen und Buchfeste sowie alles rund ums Buch unter dem Weihnachtsbaum findet. Habt eine ruhige, besinnliche Zeit und entspannt etwas vom anstrengenden Jahr. Wir freuen uns, wenn ihr unsere Seite auch im nächsten Jahr weiterhin so fleißig besucht und euch mit Beiträgen beteiligt.

Wir sind im neuen Jahr natürlich wieder täglich für euch da. Die Bewertung unserer Weihnachtsgeschenke könnt ihr dann direkt im Januar lesen. Zudem werden wir nach dem Umzug der Seite auch im neuen Jahr noch weitere, kleinere Verbesserungen für euch vornehmen. Ihr könnt gespannt sein! Auf jeden Fall werden wir euch auch weiterhin mit mindestens 365 Posts im Jahr zu Rezensionen, Filmkritiken, Neuerscheinungen, Kinostarts und vielem mehr beglücken.

Habt eine schöne Weihnachtszeit,
euer Legimus-Team

Geschrieben von um 11:10 Uhr.
Sonntag, 24. Dezember 2017

News: Unsere persönlichen Jahresrückblicke rund ums Buch 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

an Weihnachten kommt man nach einem meist hektischen Jahr endlich zur Ruhe und hat Gelegenheit, auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Genau dies haben wir in diesem Jahr getan und zwar haben wir auf unser literarisches Jahr 2017 zurückgeblickt. Was uns in diesem Jahr bewegt, enttäuscht und fasziniert hat, könnt ihr in den nachfolgenden Beiträgen nachvollziehen. Aber wie sah euer literarisches Jahr 2017 aus? Hierzu würden wir uns über Kommentare von euch freuen!

Saschas Rückblick

Zu Beginn meines literarischen Jahrs 2017 habe ich zum ersten Mal einen Roman Alfred Döblins, und zwar direkt sein wohl bekanntestes Werk, „Berlin Alexanderplatz“, gelesen. Leider war dies jedoch kein gelungener Einstieg ins Jahr, denn Döblins Schreibstil mit unterschiedlichsten Textformen und Sprachstilen sagte mit leider sehr wenig zu und führte dazu, dass ich wohl erst einmal kein weiteres seiner Werke zur Hand nehmen werde. Das Frühjahr rettete mir jedoch Eugen Ruges Zukunftsaussicht in „Follower“, die nicht nur gekonnt aktuelle Entwicklungen aufgreift und zuspitzt, sondern mich auch nach Beenden der Lektüre noch einige Zeit beschäftigte. Zugleich entdeckte ich in diesem Jahr die Jahrhundert-Trilogie von Carmen Korn, dessen erster Band über vier Freundinnen in den Zeiten der beiden großen Weltkriege mich richtig tief in seinen Bann zog. Ich hoffte und freute mich mit den Frauen und ihren Familien und legte den Roman kaum noch zur Seite. Umso enttäuschter war ich, als im Juni endlich der zweite Teil der Trilogie erschien und er nicht mehr ansatzweise an das anknüpfen konnte, was mir im ersten Teil so gut gefallen hatte. Die Spannung aus dem ersten Teil konnte nicht in den zweiten Teil gerettet werden und auch die gekonnte Verknüpfung mit zeitgeschichtlichen Ereignissen fehlt hier fast vollständig. Diese zweite Enttäuschung des Jahres wurde durch eine Kindheitserinnerung wettgemacht. Nachdem ich „Als die Tiere den Wald verließen“ früher gespannt vor dem Fernseher verfolgt hatte, nahm ich mir die literarische Vorlage vor und erfreute mich an dem Miteinander der Tiere. In Erinnerung schwelgte ich in diesem Jahr auch mit „Beren und Lúthien“, und zwar an die Welt von Mittelerde und den wunderbaren Erzählstil von J.R.R. Tolkien. Leider hapert es bei dem Werk jedoch etwas an der Umsetzung, doch die Hauptgeschichte und die Illustrationen geben eine neue Gelegenheit, in die Welt von Frodo und Gandalf abzutauchen.

Susannes Rückblick

Mein literarisches 2017 war wunderbar vielfältig. Von den Dinosauriern in „Vergessene Welt“ (Michael Crichton) bin ich über die Geishas in Japan (Arthur Golden) in die Fantasywelt von „Diatar – Kind des Lichts“ (Ina Linger) gestolpert, war auf Kreuzfahrt mit der Online-Omi (Renate Bergmann), habe mein „Windelfrei“-Wissen (Karolin Wagner) erneuert und John Wayne Cleaver (Dan Wells) bei seiner letzten Schlacht begleitet. Dazu habe ich die kleinen Meerschweinchen „Moppi & Möhre“ (Anna Lott, Susanne Göhlich) nach Hause begleitet.
Ich habe zwar nicht annähernd so viele Bücher lesen können, wie ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, doch dafür haben mir alle Geschichten gut bis grandios gefallen. Ob es die Wiederspiegelung der eigenen Erfahrungen wie bei der Kreuzfahrt von Renate Bergmann, die Entdeckung fremder Welten wie in „Die Geisha“ oder „Diatar“ war, die intensive Spannung bei der Flucht vor den Dinosauriern, oder die putzigen und total bezaubernden Charaktere in „Moppi & Möhre“, ich habe die Lesestunden stets genossen.

Kims Rückblick

Mein literarisches Jahr verlief im Verhältnis zu 2016, in dem ich mit meiner Bücherauswahl nicht immer ein glückliches Händchen bewies, durchaus positiv. Es war einerseits geprägt von einigen Reihen, die ich zum Teil bereits seit Jahren verfolge. Zu Beginn des Jahres konnte ich mich über den dritten Teil „Tage der Schuld“ der Kommissar Erlendur in jungen Jahren-Reihe des isländischen Autors Arnaldur Indridason freuen, der nahtlos an seine spannenden Vorgänger anknüpfen konnte. Auch der fünfte Band „Die Schwestern“ der Brückenbauer-Reihe von Jan Guillou konnte mich zumindest wieder mehr überzeugen als die wirklich schwachen Vorgängerbände, wenn auch allmählich wirklich die Luft aus der Geschichte heraus ist. Spannender ging dafür im Frühling der zweite Teil „Portugiesische Rache“ der Lissabon-Krimis von Luis Sellano weiter, mit dem man wieder in die portugiesische Hauptstadt abtauchen konnte. Im Herbst enttäuschte mich leider Ken Folletts sehnsüchtig erwarteter dritter Band der Kingsbridge-Saga „Das Fundament der Ewigkeit“, der um Längen nicht mehr an das großartige „Die Säulen der Erde“ heranreichen konnte. Dafür entdeckte ich kurz danach die in Frankreich berühmte Commissaire Nicolas Le Floch-Reihe, die herausragend mit ihrem ersten Teil startete, der einen spannenden Fall mit einer sympathischen Hauptfigur und hoher historischer Authentizität verband. Andererseits war mein Lesejahr wie meistens bei mir von einigen Klassikern und Sachbüchern zu Geschichte und Ernährung geprägt. Bei den Klassikern ist mir vor allem Hans Falladas „Der Alpdruck“ im Gedächtnis geblieben, der ein schockierend ehrliches Bild der frühen Nachkriegszeit in Deutschland abbildete. Bei den Sachbüchern fiel vor allem Miriam Gebhardts „Die Weiße Rose“ negativ heraus, die in die üblichen Spekulationen rund um die Widerstandsgruppe verfiel. Besser gefiel mir da kurz darauf Franz Josef Volls „Schweinebande!“, das schonungslos die Machenschaften der Fleischindustrie darstellt. Doch auch „normale“ Romane durften in diesem Jahr nicht zu kurz kommen, im Genre „Belletristik“ liegen neben „Der Alpdruck“ und „Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weißmäntel“ meine vier Lesehighlights des Jahres, die sich schön über mein Lesejahr verteilten. Im Frühling begeisterte mich Joanna Cannons herrlich skurriles „Der Sommer der schwarzen Schafe“, in dem zwei kleine Mädchen in einem Vermisstenfall in einer englischen Kleinstadt ermitteln. Im Sommer ließ mich Maja Lundes „Die Geschichte der Bienen“ nicht mehr los, das die möglichen schockierenden Auswirkungen des Bienensterbens behandelt, und im Herbst versank ich in „Mudbound“ im Schlamm und erlebte Rassismus gegen Schwarze in den USA hautnah mit. Mein viertes Lesehighlight verrate ich heute noch nicht, denn dieses stellt meine Jahresempfehlung dar, dafür müsst ihr euch noch ein paar Tage gedulden.

Benjamins Rückblick

In der ersten Jahreshälfte hatte ich mir den Vorsatz gemacht, möglichst bei einer Handvoll Autoren zu bleiben und endlich angefangene Serien zu beenden oder längere Serien / Reihen am Stück weg zu lesen. Bis auf ein paar gewollte Ausreißer hat das wunderbar geklappt, was dazu geführt hat, dass fast nur großartige oder unterhaltsame Romane neben meinem Lesestuhl gelandet sind.
A. Lee Martinez schreibt keine Literatur mit großen Ansprüchen, dafür aber mit viel Witz, Klamauk und Spaßgarantie. Von China Miéville hatte ich bereits vor Jahren »König Ratte« gelesen, in bester Erinnerung behalten und von seinen Bas-Lag-Romanen nur positives gehört. Und ja, ich wurde keineswegs enttäuscht. Sein extrem detaillierter Schreibstil ist hochspannend, wird niemals langweilig und die Welt Bas-Lag ist mit Mythen, phantastischen Orten und Geschöpfen wahrlich lebendig. Diese Fülle an Ideen und den Detailgrad muss ein Autor erst einmal auf diesem exzellenten Niveau vollbringen: China Miéville hat es geschafft! Christian von Aster ist ein wenig wie eine Wundertüte: Niemals schlecht, aber die Qualität ist schwankend. Wenn er sich austoben kann, sprudeln die Ideen nur so (von seinen Kurzgeschichten kann ich niemals genug bekommen), die »Die große Erzferkelprophezeiung«-Trilogie fing sehr gelungen an, schwächelte aber, als von Aster den gleichen Pfad folgen musste. Seine Stärke liegt wohl eher in Einzelromanen. Von George R. R. Martin las ich nur Bücher, an denen er beteiligt war (Kurzgeschichtensammlungen, Wild Cards), die mich aber durchweg überzeugen konnten. Zu guter Letzt konnte mich der Roman »Die Vampire« von Kim Newman am nachhaltigsten beeindrucken. Der Mix aus fiktiven Ideen, geschichtsträchtigen Ereignissen und literarischen Anspielungen ist einmalig.
Eigentlich sollte die Idee, bei einer Handvoll Autoren zu bleiben, dazu führen, dass mein Regal nicht mehr ganz so überfüllt ist von ungelesenen Büchern. Leider hatte das aber den nachteiligen Effekt: Ich musste Bücher nachkaufen, weil die Autorensammlungen nicht vollständig waren. Nun gut, dafür habe ich fast nur Romane hervorragender Qualität gelesen. Vielleicht klappt es mit dem Abbau des Stapels ungelesener Bücher ja nächstes Jahr.

Geschrieben von um 10:56 Uhr.
Donnerstag, 21. Dezember 2017

News: 100. Geburtstag Heinrich Böll

Liebe Leserinnen und Leser,

heute jährt sich der Gebursttag des deutschen Schriftstellers und Literaturnobelpreisträgers, Heinrich Böll, zum 100. Mal. Der Literaturnobelpreisträger von 1972 wurde u.a. durch sein Werk „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ bekannt. Geboren 1917, war sein Leben zunächst durch seine Beteiligung am Zweiten Weltkrieg geprägt, der er immer wieder zu entkommen versuchte. Nach dem Krieg begann er Romane und Kurzgeschichten zu schreiben. In seinen Werken setzte er sich zudem immer wieder mit den historischen Gegebenheiten auseinander. Bereits zu seinen Lebzeiten wurde er dafür mehrfach ausgezeichnet. Am 16. Juli 1985 starb Heinrich Böll in Kreuzau.

Sein Werk ist auch noch heute in der Gesellschaft nachwirkend, so besteht etwa eine Heinrich-Böll-Stiftung, ein Heinrich-Böll-Archiv und die Stadt Köln vergibt alle zwei Jahre den Heinrich-Böll-Preis für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der deutschsprachigen Literatur.

Euer Legimus-Team

Geschrieben von um 10:34 Uhr.
Mittwoch, 13. Dezember 2017

News: 220. Geburtstag: Heinrich Heine

Liebe Leserinnen und Leser,

heute jährt sich der Geburtstag des bekannten deutschen Dichters der Romantik, Heinrich Heine, zum 220. Mal. Heine wurde am 13.12.1797 in Düsseldorf geboren und verbrachte dort seine Schulzeit. 1815 begann er eine kaufmännische Lehre in Frankfurt und war ab 1816 im Bankhaus seines Onkels in Hamburg tätig. Mit Unterstützung des Onkels studierte er zunächst Jura in Bonn und später in Berlin. 1827 veröffentlichte er „Buch der Lieder“. Ab 1831 lebte er schließlich in Berlin. 1835 wurden seine Schriften in Deutschland verboten. In Paris veröffentlichte er 1844 unter anderem „Deutschland. Ein Wintermärchen“ und 1847 „Atta Troll“. Am 17.02.1856 starb Heinrich Heine in Paris.

Euer Legimus-Team

Geschrieben von um 07:29 Uhr.
Sonntag, 10. Dezember 2017

News: Verleihung des Nobelpreises für Literatur 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

heute wird erneut wie jedes Jahr zum Todestag des Preisstifters Alfred Nobel der Nobelpreis für Literatur in Stockholm verliehen, der in diesem Jahr erneut etwas überraschend an den britischen Autor japanischer Herkunft Kazuo Ishiguro geht. Dieser wurde 1954 in Nagasaki geboren und kam als Fünfjähriger mit seiner Familie nach Großbritannien. Im Studium lernte er kreatives Schreiben und veröffentlichte 1982 nach einigen Kurzgeschichten seinen ersten Roman „A Pale View of Hills“. Bekannt wurde er mit „Was vom Tage übrig blieb“ und „Alles, was wir geben mussten“, die auch verfilmt wurden. Für „seine Romane von starker emotionaler Kraft“ wird er nun mit dem hoch dotierten und prestigeträchtigen Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

Quelle

Euer Legimus-Team

Geschrieben von um 14:00 Uhr.
Mittwoch, 29. November 2017

News: 200. Geburtstag: Theodor Mommsen

Liebe Leserinnen und Leser,

morgen jährt sich zum 200. Mal der Geburtstag des bedeutenden deutschen Altertumswissenschaftlers Theodor Mommsen. Dieser wurde 1817 in Garding (Schleswig) als Sohn eines Pfarrers geboren und besuchte ab 1834 das Gymnasium in Altona. Danach studierte er an der Universität Kiel Rechtswissenschaften und promovierte zum römischen Recht. Zu seinen Studienfreunden gehörte Theodor Storm, mit dem und mit dessen Bruder er 1843 das „Liederbuch dreier Freunde“ herausbrachte. Es folgten einige Studienreisen nach Frankreich und Italien, bis Mommsen 1847 als Redakteur für die Schleswig-Holsteinische Zeitung arbeitete. 1848 wurde er Professor für römisches Recht an der Universität Leipzig, 1852 wechselte er an die Universität Zürich und 1854 an die Universität Breslau, im gleichen Jahr heiratete er Marie Reimer. Ebenso erschienen 1854 bis 1856 die ersten drei Bände seines bekanntesten Werkes „Römische Geschichte“, bis heute ein Klassiker in der Geschichtswissenschaft. 1858 wurde Mommsen schließlich an die Preußische Akademie der Wissenschaften in Berlin berufen und 1861 wurde er Professor für römische Geschichte in Berlin. Er begann zudem den „Corpus Inscriptionum Latinarum“, eine Sammlung aller bekannten antiken lateinischen Inschriften, herauszugeben und engagierte sich politisch in der Deutschen Fortschrittspartei, die sich gegen Bismarcks Politik stellte. Von 1871 bis 1888 erschien in drei Bänden sein Werk „Römisches Staatsrecht“. Während dieser Zeit war er außerdem Mitglied im preußischen Abgeordnetenhaus, 1874/75 Rektor der Berliner Universität und Mitglied des Reichstags. 1899 folgte noch die Veröffentlichung von „Römisches Strafrecht“. 1902 wurde er als erster Deutscher insbesondere für seine „Römische Geschichte“ mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Am 1. November 1903 starb Theodor Mommsen in Charlottenburg.

Euer Legimus-Team

Quelle 1
Quelle 2

Geschrieben von um 10:00 Uhr.