Sonntag, 23. Dezember 2018

Weihnachtsaktion: Romane für nach Weihnachten

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn Weihnachten vorbei ist, das Wetter aber immer noch nicht zu Draußenaktivitäten einlädt und ihr nicht unzählige Bücher unter dem Weihnachtsbaum vorgefunden habt, fragt ihr euch vielleicht, welchen Roman ihr nun lesen solltet. Dafür haben wir heute ein paar Tipps für euch:

Der Herr der Ringe, J.R.R. Tolkien

Wenn Weihnachten vorbei ist, die Verfilmungen der verschiedenen Teile von „Der Herr der Ringe“ oder „Der Hobbit“ im Fernsehen rauf und runter gelaufen sind und man sich mal wieder darüber geärgert hat, dass man die literarische Vorlage noch nicht oder schon lange nicht mehr  gelesen hat, dann ist die richtige Zeit, sich diesem Vorhaben zu widmen. Die Jahreszeit tut ihr übrigens, sodass die Zeit nach Weihnachten perfekt ist, sich diesem 1.500 Seiten starken Werk zu widmen. In dieser facettenreichen Geschichte um Hobbits, Menschen, Elben, Zwerge und Zauberer kann jeder, auch wenn er nicht der größte Fantasy-Fan ist, etwas für sich, auch unabhängig von den Filminhalten, entdecken und viel über Freundschaft und das Miteinander lernen. (Sascha)

Simplify your life, Werner T. Küstenmacher, Lothar J. Seiwert

Wenn das Weihnachtsessen verdrückt ist und sich der Ausklang des Jahres mit großem Getöse wieder nähert, macht sich der ein oder andere bestimmt wieder über die guten Vorsätze fürs neue Jahr Gedanken. Doch anstatt sich zum x-ten Male vorzunehmen, z.B. die neuen Weihnachtspfunde im Fitnessstudio wieder abzutrainieren, könnte man sein Leben dieses Mal einfach vereinfachen – „Simplify your life“ gibt hierzu wertvolle Tipps und Tricks: Egal, ob man z.B. eine Veränderung in der Beziehung und Partnerschaft möchte, seinen Schreibtisch übersichtlicher „gestalten“ oder einfach ein besseres Gefühl in Sachen Zeitmanagement erlangen will, dieser Ratgeber ist es Wert, einen Blick hineinzuwerfen. (Susanne)

Die letzten und die ersten Menschen, Olaf Stapledon

Neues Jahr, Neustart, gute Voraussetzungen, was wird die Zukunft bringen? Olaf Stapledon veröffentlichte bereits 1930 den visionären Science-Fiction-Klassiker »Die letzten und die ersten Menschen«. Dass dieser Roman bereits fast 90 Jahre alt ist, merkt man den Ideen (meist) gar nicht an, wenn der Autor über Gesellschaftssysteme, Genmanipulation, Religionen, Weltkriege und Weltstaaten, usw. berichtet, die die Spezies Mensch und das Antlitz der Erde für immer verändern werden. Stapledon erzählt die zweimilliardenjährige Geschichte der Menschheit aus dem Blickwinkel der letzten menschlichen Rasse, dem 18. Menschen. Der Aufstieg und Niedergang der menschlichen Rasse ist unaufhaltsam, ein ewiger Kreislauf: wie der Phönix aus der Asche. Evolution, Devolution. Fortschritt, Rückschritt. Ist das, was wir in einer Million Jahre repräsentieren überhaupt noch ein Mensch? Stapledon schafft einen Spagat zwischen Fantasie und (zukünftiger) Wissenschaft, einen Spagat zwischen Roman und wissenschaftlichem Aufsatz. Beeindruckend und trocken, aber hoch faszinierend aufbereitet. (Benjamin)

Geschrieben von um 10:33 Uhr.
Sonntag, 16. Dezember 2018

Weihnachtsaktion: Romane, um Weihnachstsmuffeln eine Freude zu machen

Liebe Leserinnen und Leser,

vielleicht kennt ihr den ein oder die andere, denen ihr gerne zum „Fest der Liebe“ ein Geschenk machen würdet, die aber so gar nichts mit Weihnachten anfangen können. Wenn ihr diesen Anlass dennoch nutzen wollt, um ihnen eine Freude zu machen, haben wir heute ein paar Tipps für euch, welche Romane sich dafür eignen:

Die Bibel nach Biff, Christopher Moore

Wer Weihnachten so gar nicht mag und dementsprechend wahrscheinlich auch wenig mit der Weihnachtsgeschichte und der Bibel anfangen kann, für den ist „Die Bibel nach Biff“ von Christopher Moore das perfekte Geschenk. Mit diesem Roman kann man sich auf wunderbar humoristische Weise über die Jahre Jesu Christus amüsieren, die in der Bibel ausgelassen sind. Nicht nur, dass diese von Levi bar Alphaeus, genannt Biff, Jesus‘ großspurigem Jugendfreund erzählt werden, sondern Engel Raziel verfällt auch noch dem Konsumwahn der modernen Gesellschaft. Dadurch hat der Leser zugleich eine satirische Kritik an der Bibel wie auch eine Gesellschaftskritik vorliegen, mit der er sich über Weihnachten die Zeit vertreiben kann. (Sascha)

Christmasland, Joe Hill

Friede, Freude, Eierkuchen suchen die von Charlie Talent Manx III entführten Kinder, auf dessen Nummernschild seines 1938er Rolls Royce Wraith NOS4A2 prangt, im Christmasland vergeblich. Scheinheiligkeit und Ehrlichkeit von Herzen gestalten eine mystische Gestalt voller Düsternis, die das Christmasland in einen Ort des Schreckens verwandelt. Weihnachten wird nie wieder das unbeschwerte Fest sein, zumindest nicht für die Kinder, die in die Fänge Charlie Talent Manx III geraten sind. Manx‘ Handlanger Bing Partridge, auch der Gasmann genannt, ist geistig zurückgeblieben und von fragwürdiger Moralität. Er übernimmt die schmutzigen Taten, während Manx die graue Eminenz im Hintergrund bleibt. Christmasland ist der Ort, an dem ewige Weihnacht herrscht. Wehr sich zuletzt freut … Nun, der Einzige, der sich freut, ist wohl Charlie Talent Manx III. (Benjamin)

Besser als Bus fahren – Die Online-Omi legt ab, Renate Bergmann

Draußen ist derzeit bei uns alles zu sehen, nur kein Schnee. Weihnachtsmuffel wird das natürlich freuen. Wenn es ihnen hierzulande aber trotzdem noch viel zu kalt ist und sie sich in wärmere Gefilde träumen, ist „Besser als Bus fahren – Die Online-Omi legt ab“ genau die richtige Lektüre in dieser Vorweihnachtszeit. Denn da geht es um eine dreiwöchige Kreuzfahrt durchs Mittelmeer…

Dazu wird dieses Abenteuer von der 82-jährigen Renate Bergmann erlebt, die immer das ausspricht, was ihr gerade in den Sinn kommt. Zusammen mit ihrer langjährigen Freundin erlebt sie in diesen drei Wochen auf See mit Landausflügen allerhand komische Sachen, die einen selbst immer wieder schmunzeln lassen. Gute Laune, viel Sonne und herrlich blaues Meer… was will man als Weihnachtsmuffel mehr? (Susanne)

Geschrieben von um 11:14 Uhr.
Sonntag, 09. Dezember 2018

Weihnachtsaktion: Romane für winterliches Wetter

Liebe Leserinnen und Leser,

auch wenn die aktuellen Temperaturen wenig Winterstimmung aufkommen lassen, scheint es doch im Laufe des Dezembers noch winterlicher zu werden und vielleicht bekommen wir ja dieses Jahr sogar weiße Weihnachten. Und auch zu Beginn des nächsten Jahres wird uns winterliches, nass, trübes Wetter sicher noch häufiger begegnen. Heute haben wir ein paar Tipps für euch, welche Romane ihr an solchen Tagen lesen könntet:

Krieg und Frieden, Leo Tolstoi

Wenn es draußen kalt und frostig ist und man so gar keine Lust darauf hat, vor die Tür zu gehen, dann ist die richtige Zeit, sich mit einem dicken Schmöker und einem warmen Getränk aufs Sofa zurück zu ziehen. Und welches Werk würde sich dafür besser eignen als einer der großen Romane der Weltliteratur: „Krieg und Frieden“ von Leo Tolstoi. Das winterliche Wetter bietet die perfekte Gelegenheit, dieses über 1.500 Seiten starke Buch in einem angemessenen Zeitraum zu lesen. Der Leser läuft nicht Gefahr, vor lauter Komplexität der Handlung und durch die Vielzahl an unterschiedlichsten Figuren, Spitznamen und Familien, die auch mal längere Zeit nicht auftreten, den Überblick zu verlieren. Und wer vor dieser historischen Kulisse Interesse daran gefunden hat, sich stärker mit Napoleons kriegerischer Auseinandersetzung mit Russland oder den gesellschaftlichen Verhältnissen der damaligen Zeit auseinanderzusetzen, hat bei langen Wintern sicher auch noch Zeit dazu. (Sascha)

Der Schutzengel, Dean R. Koontz

Lang lang ist es her, als ich zum ersten Mal Koontz‘ „Der Schutzengel“ gelesen habe. Das war noch zu meiner Jugendzeit und seitdem lese ich es alle paar Jahre wieder. Die Geschichte von Laura Shane, die seit ihrer Geburt immer wieder von einem mysteriösen Fremden gerettet wird, trifft mich immer wieder ins Herz. Mit 544 Seiten lässt sich dieser Roman recht zügig lesen. Doch das liegt nicht nur an der moderaten Seitenzahl, sondern auch an den tollen Charakteren, der spannenden Geschichte und dem flüssigen Schreibstil des Autors. Hier passt einfach alles. Deshalb ist dieser Roman die ideale Lektüre für mich, wenn es draußen stürmt und schneit… (Susanne)

Das Haus, Mark Z. Danielewski

Von winterlicher Ruhe bei Schnee und Kälte kann momentan wohl kaum die Rede sein. Doch stellen wir uns vor, dass draußen eine Schneedecke die Welt weiß einkleidet und der Wind um die Fenster heult. Das sind beste Voraussetzungen für einen wohligen Kälteschauer bei feinstem Grusel. Danielewskis »Das Haus« ist nicht einfach nur ein Roman, sondern ein raffiniertes und visuelles Leseerlebnis. Der Autor lässt Schrift über die Seiten fallen oder Treppen bilden. Fußnoten, Fußnoten in Fußnoten, Randnotizen, durchgestrichene Passagen … Der Text selbst wird zur Geschichte, zum Lebewesen, das eine Spannung aufrecht erhält, die kein anderer Roman bislang auf diese Art erreichen konnte. Man muss sich auf diesen Roman einlassen, man muss in ihm versinken. Und was kann einem dann noch die winterliche Kälte? Die Faszination eines Schauerromans, ausgedrückt in Wort und Schrift, die selbst zum Leben erwacht, lässt die Kälte vergessen. (Benjamin)

Geschrieben von um 14:10 Uhr.
Sonntag, 02. Dezember 2018

Weihnachtsaktion: Romane zum Wichteln

Liebe Leserinnen und Leser,

in vier Wochen und einem Tag ist es wieder soweit: die aufregenden Weihnachtstage beginnen. Doch auch die Vorweihnachtszeit bringt einige Aufregung mit sich. Da gibt es Weihnachtsbräuche, die im Vorfeld von Weihnachten gepflegt werden müssen, die Vorbereitungen für Weihnachten sowie nicht zuletzt die Geschenkekäufe müssen erlegt werden und vieles mehr. Wir wollen euch dabei in diesem Jahr etwas unterstützen und werden daher im Rahmen unserer Weihnachtsaktion jeden Sonntag ein paar Tipps für euch veröffentlichen. Zum Start haben wir uns überlegt, mit welchen Büchern ihr anderen beim Weihnachtswichteln eine Freude machen könnt:

Der kleine Prinz, Antoine De Saint-Exupéry

Antoine De Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ eignet sich besonders gut als kleines Wichtelgeschenk, weil der Inhalt einerseits so viel Tiefe bietet, dass es immer wieder eine Bereicherung ist, über ihn nachzudenken, selbst wenn man ihn bereits kennt bzw. das Buch schon einmal gelesen hat. Andererseits gibt es das Buch in den verschiedensten Ausgaben, sodass man je nach Zusammensetzung der Gruppe, die am Wichteln teilnimmt, verschiedene Varianten wählen kann. So kann man ein Bilderbuch für kleinere Kinder, ein Lesebuch zum Vorlesen oder auch die Originalausgabe für Erwachsene wählen. Alle diese Varianten erhalten die einzigartigen farbigen Zeichnungen des Verfassers, sodass sich Kinder und Erwachsene sowohl am Inhalt wie auch an den Abbildungen erfreuen können. Das Zusammenspiel aus Inhalt und Abbildungen bietet ein wunderbares Wichtelgeschenk, das den Beschenkten sicher noch lange im Positiven beschäftigen wird. (Sascha)

Die Chroniken von Narnia, C. S. Lewis

Zugegeben, auf dem ersten Blick erscheint der Schuber mit den sieben Bänden etwas dick zum Wichteln. Doch das Gute an Narnia ist ja, dass auch jeder Band einzeln für sich steht und man die Geschichte versteht, ohne die anderen Bände gelesen zu haben. Und egal für welchen Band man sich entscheiden mag, jede in sich abgeschlossene Geschichte bietet etwas für Groß und Klein: Magische Wesen in einem Land der Magie, aber auch Heldenmut, Kämpfe für das Gute und Abenteuer, in denen man über sich hinauswachen muss.

Und auch diese Bücher gibt es in den verschiedensten Ausgaben, so dass man bestimmt das passende Design für den Beschenkten finden kann. Und egal ob es „Das Wunder von Narnia“, „Der König von Narnia“, „Der Ritt nach Narnia“, „Prinz Kaspian von Narnia“, „Die Reise auf der Morgenröte“ oder „Der silberne Sessel“ beziehungsweise „Der letzte Kampf“ ist, jeder Teil nimmt einen in seine ganz eigene Art und Weise gefangen. (Susanne)

Donald Trump und das Haarteil des Grauens, Greg Sisco

Wichteln oder Schrottwichteln? Ist es Trash oder hat das Haarteil des Grauens so viel Humor, dass Greg Siscos Endzeit-Thriller-Apokalypse ein Wahnsinnsspaß ist? Fantasy oder Horror? Zu politisch oder zu viel Klamauk? Kunst oder kann das weg? Donald Trumps güldene Haarpracht lässt die Gemüter gespalten zurück. Kein Wunder, das Haarmonster hat sich an Trumps Gehirn festgesaugt und den Willen des einst sozial engagierten Gönners übernommen. Entweder man wird zum Trump-Fanatiker, oder man läuft zum Dokumentarfilmer Michael Moore über. Die Trumpkalypse ist ein Mix wahnsinniger Ideen aus der Gegenwartsgeschichte vermixt mit dem Absurden. Stumpf ist Trump(f); oder so ähnlich. Wer die Geschichte hinten anstellt und das Chaos regieren lässt, sieht bestimmt auch die Gesichtszüge des Gewichtelten entsetzt entgleisen oder direkt ein Rap-Battle anstimmen, um die nächste Präsidentschaftskandidatur zu gewinnen. (Benjamin)

Geschrieben von um 11:54 Uhr.